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Geithain Walnussbaum, Rutsche und Spielhaus
Region Geithain Walnussbaum, Rutsche und Spielhaus
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13:49 19.05.2015
Auf der neuen Rutsche im Niedergräfenhainer Kindergarten (von vorn) Zoe, Gloria, Malin, Ria, Mailo, Jil und Lenny. Quelle: Jens Paul Taubert

Vor drei Monaten haben Kinder und Erzieherinnen ihr neues Domizil bezogen.

"Große und Kleine haben sich gut eingelebt", sagt Einrichtungsleiterin Susanne Teubner. Der Umzug bei laufendem Betrieb war ein Kraftakt. Am 2. Juli hatten die Eltern ihre Knirpse früh in der alten Einrichtung abgegeben und am Nachmittag in der neuen abgeholt. Man sei gut hier angekommen, auch Dank der Unterstützung aus dem Dorf. Nun gelte es, erst einmal Atem zu holen, sagt Susanne Teubner. Das Kirchspiel Geithainer Land als Träger der Einrichtung hat das neue Haus, wie berichtet, durch Umbau und Sanierung des alten Pfarrhauses neben der Kirche geschaffen.

Der Kindergarten ist weggezogen von der Bundesstraße 7 und dem damit verbundenen Lärm in eine Idylle mit Schafen, Hühnern und der Kirche vor dem Fenster. Walnüsse haben Fin, Nick und Ben am Montag in der Herbstsonne geknackt. "Die sind von unserem Nussbaum", erzählte der vierjährige Fin. Diesen Baum, in dem übrigens auch schon ein Eichhörnchen gesichtet worden ist, findet er am neuen Kindergarten am besten. Der dreijährigen Gloria gefällt die strahlend gelbe Fassade. Robert findet die neue blitzende Rutsche toll, in der alten Einrichtung gab es nur eine kleine aus Plast. Der Fünfjährige freut sich aber auch, dass die geliebte Ritterburg vom alten Spielplatz mit umgezogen ist. Die gleichaltrige Anna mag das neue Baumhaus. "Man kann hier hochklettern" zeigte Lynne. "Wir können hier oben auch bauen", erklärte Raphael. Das Spielhaus in einem der beiden Gruppenräume der Kindergartenkinder hat die Frankenhainer Firma Krasselt gebaut - wie auch die neue Spielburg. Mit umgezogen sind die Schlafburg und die Rutsche, ebenfalls in der Frankenhainer Tischlerei gefertigt.

Drei Erzieherinnen betreuen bei den "Kleinen Hirten" derzeit 19 Kinder ab einem Jahr. Die Kapazität bietet 38 Plätze, davon elf für Krippenkinder. In allen Altersgruppen können weitere Mädchen und Jungen aufgenommen werden. "Wir wünschen uns, dass noch mehr Kinder kommen, damit wir personell aufstocken können", sagt Susanne Teubner. Derzeit werden hier Mädchen und Jungen aus Niedergräfenhain, Geithain und Umgebung betreut. Ein Junge wohnt in der Nähe von Lunzenau, seine Familie hatte ausdrücklich nach einem evangelischen Kindergarten gesucht und außerdem nach einer kleinen Einrichtung, fand beides in Niedergräfenhain vereint.

Das Innere des Hauses bietet eine reizvolle Mischung aus Moderne und Historie, besonders anschaulich im Bad mit Gewölbedecke in der Kindergarten-Etage. "Räumlich haben wir jetzt viel mehr Möglichkeiten", hebt die Kita-Chefin hervor. Dazu zählen großzügige Garderoben. Ein großer Mehrzweckraum bietet richtig viel Platz zum Malen. Immer freitags ist jetzt Kreativtag. Jeder Wochentag hat eine eigene Überschrift., montags erzählen die Kinder vom Wochenende. Am Dienstag macht Kantor Janko Bellmann mit ihnen Musik. Mittwoch ist Sporttag und donnerstags wird gewandert.

In ihrem Küchenbereich haben die Krippenkinder schon beim Zubereiten eines Obstsalates geholfen. Die Älteren haben in der Küche im Erdgeschoss Kuchen gebacken. Äpfel verarbeiten werden sie diese Woche, denn das Herbstfest am Freitag dreht sich "Rund um den Apfel". Der Obstbaubetrieb Lorenz bietet eine Apfelverkostung an. Die Kinder werden ein Programm gestalten, und es gibt eine Bastelstraße. Das Fest beginnt 15 Uhr und ist bis 17.30 Uhr geplant. "Alle sind eingeladen, sich in unserem neuen Haus umzuschauen", freut sich Susanne Teubner auf viele Besucher.

Das Gebäude des alten Kindergartens hat der Träger Mitte August an die Stadt übergeben, erklärte Bürgermeisterin Romy Bauer (parteilos) auf Anfrage von Gabriele Sporbert (CDU) im Stadtrat. Ein Vorkaufsberechtiger sei angeschrieben worden. Sollte er das Haus nicht erwerben, will die Stadt Gebäude und Grundstück öffentlich ausschreiben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.10.2014
Inge Engelhardt

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