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Wasser, Wind und Sonne: Eisenmühle Elstertrebnitz zeigt neue Energiequellen

Tag der erneuerbaren Energien Wasser, Wind und Sonne: Eisenmühle Elstertrebnitz zeigt neue Energiequellen

Die letzte erhaltene Eisenmühle Deutschlands steht in Elstertrebnitz – und sie lädt am 30. April zum Tag der erneuerbaren Energien ein. Fachleute präsentieren E-Bikes, E-Roller, ein E-Motorrad und E-Autos. Dass Elektromobilität und Rennsport einander nicht ausschließen, demonstriert der Championats-Bolide des Zwickauer WHZ-Racing-Teams.

Zum Tag der Erneuerbaren Energien am Sonnabend wird es weit geöffnet sein: Das neue Tor der Eisenmühle in Elstertrebnitz, hier mit Sabine und Jost Mucheyer (re.) im Gespräch mit Uwe Loreit. Das Tor wurde in der Schlosserei Thilo Kraneis in Pödelwitz gebaut.

Quelle: Andreas Döring

Elstertrebnitz. Wenn die beiden Eisenmüller Sabine und Jost Mucheyer am 30. April zum Tag der Erneuerbaren Energien nach Elstertrebnitz einladen, dann passieren die Gäste das erste Mal ihr neues Eingangstor. Ähnlich wie bei einem Scherenschnitt vereint es viele Motive aus Edelrost, die in und um die Eisenmühle zu finden sind – von Tieren und Notenschlüsseln, Kaffeetasse und Bett bis hin zu einem Fahrrad, einem Tanzpaar und Glocken.

Einiges davon hatte das Paar im Internet aufgespürt, anderes musste extra angefertigt werden wie der Generator, der am Hoftor auf die Wasserkraft und die Energiegewinnung aufmerksam machen soll.

Von 10 bis 17 Uhr öffnet die Eisenmühle am Sonnabend für Besucher ihre Pforten. Das technische Kulturdenkmal lockt mit einem attraktiven E-Mobilitäts-Event, für das Volkmar Zschocke, der Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im sächsischen Landtag die Schirmherrschaft übernommen hat. Für Unterhaltung und Staunen sorgen sollen unter anderem der Alpakagarten Bollbuck aus Altengroitzsch sowie die Schüler der Elstertrebnitzer Schule für Lernförderung sowie der Grundschule Pegau, die eine Batterie selber bauen beziehungsweise eine solarbetriebene Seifenkiste vorstellen möchten.

„Die Energiewende nimmt immer mehr Fahrt auf, Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien deckt zunehmend den Strombedarf Deutschlands. Nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf den Verkehrsbereich“, beschreibt es Sabine Mucheyer gegenüber der LVZ. Elektromobilität leiste jedoch nur dann einen positiven Beitrag zum Klimaschutz, wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen stamme.

Der selbst erzeugte Strom der Eisenmühle kommt zu einhundert Prozent aus Wasserkraft und Fotovoltaik. „Wichtig ist, dass die Nutzung der Wasserkraft in einem ökologisch-ökonomischen Gleichgewicht erfolgt“, betont Zschocke. Laut Sabine und Jost Mucheyer geschehe das durch modernes Wassermanagement, Fischwanderhilfen und Fischschutzrechen. „Wir legen großen Wert auf eine ökologisch verträgliche Stromerzeugung“, so die Eisenmüller, die seit Erwerb der Anlage rund eine halbe Million Euro in Umbau und Sanierung investiert haben.

Mit der Förderung der E-Mobilität entwickelt Familie Mucheyer das Nachhaltigkeitskonzept der Eisenmühle konsequent weiter. Fachleute und E-Mobilitätsbegeisterte präsentieren am Sonnabend E-Bikes, E-Roller, ein E-Motorrad und E-Autos – der elektrische Fuhrpark im historischen Ambiente der Eisenmühle lässt kaum Wünsche offen und reicht von „eTrabi“ über Twike bis Tesla. Dass Elektromobilität und Rennsport einander nicht ausschließen, demonstriert der Championats-Bolide des Zwickauer WHZ-Racing-Teams.

„Wir müssen Mobilität neu denken. Elektromobilität, Alltagstauglichkeit und Fahrspaß sind längst kein Widerspruch mehr“, freut sich die Ingenieurin Mucheyer. Als nächster Schritt folgt die Installation einer Ladestation, Gespräche mit einem innovativen Partner laufen bereits.

Die Eisenmühle am Profener Elstermühlgraben ist heute die letzte ihrer Art in Deutschland. Der weitläufige Hof umfasst ein Landhotel, Event-Location und Museum.

Von Kathrin Haase

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