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Geithain Weniger Freileitungen und höhere Spannung
Region Geithain Weniger Freileitungen und höhere Spannung
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14:55 19.05.2015
Das Umspannwerk in der Tautenhainer Straße in Geithain, 2015 soll es komplett auf 20 Kilovolt umgestellt werden. Hinten das Wohngebiet Geithain-West. Quelle: Jens Paul Taubert

Darüber informiert auf Nachfrage unserer Zeitung Andreas Polster, Leiter Anlagenmanagement für die Netzregion Westsachsen.

Im Jahr 2015 sei die vollständige Mittelspannungsumstellung des Umspannwerkes Geithain von 15 auf dann 20 Kilovolt (kV) geplant, erläutert Polster. Gegenwärtig würden von hier noch 22 der Trafostationen über 15 Kilovolt versorgt. Das sei früher ein gängiger Wert gewesen, schon seit Längerem werde aber an einer Vereinheitlichung der Spannung gearbeitet. Diese Standardisierung ermögliche bei Ausfällen dann das schnelle Umschalten, was insgesamt mehr Versorgungssicherheit für die Kunden bedeute. Als weitere Gründe für die geplanten Investitionen führt er unter anderem netztechnische Erfordernisse sowie den technischen und teilweise baulichen Zustand der bestehenden Anlagen an. "Mit den Baumaßnahmen wird die Versorgungssicherheit und Übertragungsfähigkeit entscheidend erhöht, werden Netzkonstellationen ausgebaut und Vorbereitungen für perspektivische Entwicklungen getroffen", hält der Leiter der Netzregion Westsachsen bei der Mitteldeutschen Netzgesellschaft Strom mbH (Mitnetz-Strom) fest.

Rund 365 000 Euro will das Unternehmen dieses Jahr voraussichtlich in Wickershain investieren. Vorgesehen ist hier der Ersatz von zwei Trafostationen. Wo der bauliche Zustand nicht mehr zufriedenstellend ist, werden Stationen neu errichtet, statt sie nur für die Spannungsumstellung fit zu machen. Außerdem sollen 3,5 Kilometer Mittel- und 3,7 Kilometer Niederspannungskabel verlegt sowie 34 Kabelhausanschlüsse hergestellt werden. Ist das erfolgt, können die vorhandenen Mittel- und Niederspannungsfreileitungen demontiert werden. Im Bereich Breitenborn soll die Verlegung 2015 weitergehen.

Zwischen Syhra und Niedergräfenhain erfolgt dieses Jahr der Ersatz der vorhandenen Mittelspannungsfreileitung durch 2,2 Kilometer Kabel. In den selben Graben werde man auch 400 Meter Niederspannungskabel verlegen, kündigt Polster an, der die Kosten hier auf rund 185 000 Euro schätzt. Weitere rund 55 000 Euro werde in Niedergräfenhain der Ersatz einer Trafostation mit mittel- und niederspannungsseitiger Einbindung kosten.

Zwei Trafostationen gilt es in Dölitzsch zu ersetzen, außerdem ist die Verlegung von 2,3 Kilometern Mittelspannungskabel geplant. Die Investitionen in dem Narsdorfer Ortsteil werden sich auf rund 220 000 Euro belaufen. Nach ihrem Abschluss kann die Demontage der Mittelspannungsfreileitung über landwirtschaftlicher Nutzfläche erfolgen. Das verschaffe landwirtschaftlichen Großgeräten dann mehr Bewegungsfreiheit. Das sei durchaus ein Thema, so Polster, auch wenn die Freileitungen an den jeweils tiefsten Stellen maximal sechs bis acht Meter über der Erde verlaufen. Zum anderen stelle die Verkabelung einen Beitrag zum Vogelschutz dar, gäbe es in der Region rund um Geithain doch flächendeckend Großvögel. Um sie vor Stromschlägen zu bewahren, seien bereits bis Ende 2012 alle Isolatoren der Freileitungen mit entsprechenden Hauben versehen worden.

In Kolka wurde im Vorjahr, wie berichtet, die Freileitung durch ein Niederspannungskabel in der Erde ersetzt. Gleichzeitig wurden auch schon 590 Meter Mittelspannungsleitung verlegt, über die der Ort später einmal von der Trafo-Station Bruchheim aus versorgt werden soll. Diese Leitung sei noch weniger störanfällig und ermögliche eine höhere Leistung, so Polster. Dafür werden dieses Jahr nun weitere 1,8 Kilometer Mittelspannungskabel von Kolka in Richtung Ossa verlegt. Das kostet rund 160 000 Euro.

Mit rund 400 000 Euro am meisten Geld in die Hand nehmen wird Mitnetz Strom in Frohburg. Zwischen dem Bereich am Harzberg und dem Ortsteil Roda werden zwei Trafostationen ersetzt, zum einen in Greifenhain, zum anderen im Dörfchen - hier soll die Station auch einen neuen Standort erhalten. 5,3 Kilometer Mittel- und 1,2 Kilometer Niederspannungskabel gilt es zu verlegen sowie 28 Kabelhausanschlüsse herzustellen. Auch in diesem Bereich können dann Mittelspannungsfreileitungen über landwirtschaftlicher Nutzfläche demontiert werden.

Die zeitliche Einordnung der Baumaßnahmen richte sich nach dem Vorliegen des vollständigen Genehmigungsverfahrens und der verkehrsrechtlichen Anordnungen, erläutert der Verantwortliche für die Netzregion. Er schließt nicht aus, das sich im Laufe des Jahres weitere Projekte ergeben. "Bei Bedarf und Interesse werden innerorts Tiefbauarbeiten mit den kommunalen Belangen der Straßenbeleuchtung koordiniert", erklärt er. Die Absprachen erfolgten dazu projektbezogen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.01.2014
Inge Engelhardt

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