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Geithain Wickershain: Verband nimmt Sanierungsbescheide zurück
Region Geithain Wickershain: Verband nimmt Sanierungsbescheide zurück
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18:30 17.03.2010
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Geithain

Diese Ankündigung von Romy Bauer, Verbandsvorsitzende und Geithainer Bürgermeisterin, setzte Dienstagabend nach der Ratssitzung den Schlusspunkt unter eine heiße Debatte zum Abwasser, zu der rund 60 Bürger gekommen waren.

„Dann nehmen wir die Bescheide zurück – bei allem Ärger mit der unteren Wasserbehörde. Die werden uns schon nicht gleich ins Gefängnis stecken“, formulierte Bauer (CDU) nach über zwei Stunden ein Schlusswort, das die Bürger halbwegs zufrieden heimgehen ließ. Zuvor hatten Bauer als Vorsitzende und Lutz Kunath als Verbandsgeschäftsführer des VVGG viel Kritik einstecken müssen. Silke Haferkamp (CDU) und Falk Wieczorek (FDP) halfen schließlich, den Kompromiss anzusteuern. Die Wickershainer kämpfen – wie berichtet – für den Anschluss ihres Ortsteiles an die zentrale Geithainer Kläranlage. „Wir wollen einen Betrag leisten, wir wollen das nicht zum Nulltarif“, betonte der Wickershainer Günter Neumann. Den vom Verband errechneten Baukostenzuschuss von bis zu 7900 Euro pro Grundstück wollen die Wickershainer aber auf keinen Fall blechen. Das machten sie auch in einer Befragung durch den Verband deutlich. Für Kunath war das Thema damit erledigt, er ließ Sanierungsbescheide verschicken. Die Briefe fordern Grundstückseigentümer, die keine Direkteinleiter sind, auf, das anfallende Schmutzwasser bis spätestens 31. Dezember 2010 in einer biologischen Kläranlage zu behandeln. Diese Sanierungsbescheide empören die Bürger, denn aus ihrer Sicht ist die Entscheidung zentrale oder dezentrale Entsorgung noch nicht gefallen. In Folge einer Petition der Wickershainer an den Landtag prüft die untere Wasserbehörde des Landratsamtes derzeit eine überarbeitete Kosten-Nutzwert-Analyse, in der der VVGG beide Varianten vergleicht. „Ende der Woche wird eine Entscheidung erwartet, wir sind alle darauf gespannt“, erklärte der Wickershainer Gerhard Kindler. Dass der Versorgungsverband diese Entscheidung nicht abwartete, untergrabe das Vertrauen, betonte er. Kunath räumte ein, dass der konkrete Termin zum Verschicken der Bescheide im Ermessen des Verbandes liege, wenn die untere Wasserbehörde auch den Sanierungstermin Ende 2010 fest gelegt habe. Seine Begründung für den Versendetermin: „Je eher der Bürger Bescheid wisse, um so eher könne er sich darauf einstellen.“ Eine Sonderstadtratssitzung zum Thema Abwasser findet am 23. März statt. Noch ausführlicher berichtet die Leipziger Volkszeitung – Ausgabe Borna/Geithain – am Donnerstag.

Inge Engelhardt

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