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Geithain Wickershain: Wellen um Abwasser schlagen hoch
Region Geithain Wickershain: Wellen um Abwasser schlagen hoch
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16:26 15.12.2009

Sie müssten dafür deutlich mehr bezahlen als Grundstückseigentümer in der Kernstadt. Dass vollbiologische Kleinkläranlagen für die Wickershainer kostengünstiger wären, wollten ihnen Vertreter des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain Montagabend auf einer gut besuchten Einwohnerversammlung schmackhaft machen – offensichtlich mit bescheidenem Erfolg.   Auch die Wickershainer haben Anspruch darauf, an die zentrale Anlage angeschlossen zu werden, bestätigte ihnen nun Verbandsgeschäftsführer Lutz Kunath – wenn sie bereit seien, die entstehenden Mehrkosten zu tragen. Auf 7900 Euro pro Grundstück, kommt der Verband, wenn sich 80 Prozent der Grundstücksbesitzer beteiligen würden. Könnten Kosten doch noch irgendwo gedrückt werden, wäre es entsprechend günstiger. Hinzu kommen jedoch Kosten für die Anschlüsse der Grundstücke und Umbindungen. Samt dann zu zahlenden Gebühren kommt der Verband auf 20 Jahre hochgerechnet auf jährliche Kosten von 829 Euro pro Grundstück. Für Kleinkläranlagen rechnete Kunath lediglich 521 Euro vor – das gilt allerdings nur für jene 75 Prozent der Grundstücke im Ort, die derzeit keinen Kanal benutzen. Für die anderen hielten sich beide Varianten etwa die Waage. „Welcher vernünftige Grund spricht dafür, die Kosten zu verdoppeln?“, fragte Kunath. Für zahlreiche Bürger ist es offensichtlich der beunruhigende Blick in eine aus ihrer Sicht ungewisse Zukunft. Trotz allen Drängens konnte der Verbandsgeschäftsführer für zu bauende neue Kleinkläranlagen nur den 15-jährigen Bestandsschutz zusichern, den das sächsische Wassergesetz derzeit vorsieht. Auf Vorschlag von Mario Wabbel fragt der Verband nun alle Wickershainer Grundstücksbesitzer schriftlich, ob sie die Kosten eines zentralen Anschlusses tragen würden.  

Inge Engelhardt

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