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Wickershainer müssen ihre Kleinkläranlagen bis 30. Juni sanieren

Wickershainer müssen ihre Kleinkläranlagen bis 30. Juni sanieren

Wickershain. Jeder Grundstücksbesitzer in Wickershain muss nun voraussichtlich in eigener Regie seine Kleinkläranlage bis 30. Juni „auf den Stand der Technik" bringen – beziehungsweise entscheiden, wie er mit der entsprechenden Forderung umgeht.

. Öffentliche Gruppenkläranlagen sind vom Tisch, weil Bürger einen sehr hohen Baukostenzuschuss leisten müssten. Die „temporäre Bürgerinitiative" will sich zum Monatsende auflösen – wenn kein Wunder geschieht.

Vor der Tür stehen mussten Mittwochabend die letzten Besucher, die zur Versammlung in den Gasthof „Höhle" kommen wollten, denn über 60 Wickershainer waren der Einladung der Initiatoren gefolgt.

Für die war das Thema öffentliche Gruppenkläranlagen im Grunde bereits Montag abgehakt – nach einer Beratung mit Lutz Kunath, Geschäftsführer des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain, mit Thorsten Mahler von der Oewa und Romy Bauer, Verbandsvorsitzende und Geithainer Bürgermeisterin. Denn 6000 bis 9000 Euro freiwilligen Baukostenzuschuss müsste jeder angeschlossene Grundstücksbesitzer tragen, gab Gerhard Kindler das Ergebnis des Gespräches wieder: „Das sind einfach zu große Beträge." Kunath informierte allerdings gestern unsere Zeitung: „Für die vorgestellten Varianten hat sich im Ergebnis der Berechnung ein Baukostenzuschuss von circa 6000 bis 7000 Euro pro Grundstück ergeben." Da die Wickershainer aber nur bis zu rund 3000 Euro mitgehen würden, hob sich vorgestern auch keine Hand zugunsten der öffentlichen Gruppenkläranlagen, als Kindler sicherheitshalber darüber abstimmen ließ.

Die finanzielle Belastung für den einzelnen Grundstückseigentümer zu senken, sei am Montag nicht gelungen. „Der Kalkulationsansatz ist augenscheinlich richtig satt angesetzt", so Kindler. Der Verband habe den Bürgern auch nicht gestattet, das Leistungsverzeichnis zu überprüfen.

„Das heißt, dass es eine gemeinsame Lösung für Wickershain nicht gibt", resümierte Kindler. Die „temporäre Bürgerinitiative" mit ihrem halben Dutzend Mitstreiter hatte im September 2009 die Fäden in die Hand genommen – mit dem großen Ziel, dass Wickershain an die zentrale Geithainer Kläranlage angeschlossen wird (die LVZ berichtete).

Das sahen die ersten Pläne vor Jahren auch so vor. Die zentrale Anlage ist nur zu 55 Prozent ausgelastet, argumentieren die Wickershainer, die nicht verstehen, dass Geithainer Grundstücke – nur wenige Meter von ihren Häusern entfernt – zentral angeschlossen werden, während sie sich mit der ungeliebten Kleinkläranlagen-Sanierung herumschlagen müssen.

„Wir konnten die Verantwortlichen nicht überzeugen, dass das hier eine Sondersituation ist, nicht vergleichbar mit anderen Ortsteilen", benennt Gerhard Kindler als Ursache für das Scheitern der Initiative. „Mangelnde Unterstützung von allen Seiten" ergänzen seine Mitstreiter als weiteren Grund.

Zum 30. März will sich die „Temporäre Bürgerinitiative" nun auflösen – noch nicht sofort, wie eigentlich geplant. Denn Mitstreiter Mario Wabbel hat diese Woche noch einmal an den Petitionsausschuss des Sächsischen Landtages und an Frank Kupfer, Umweltminister des Freistaates, geschrieben. Das Ziel: der Anschluss des Ortsteils an die zentrale Kläranlage.

Ansonsten müssen nun alle Kleinkläranlagen bis 30. Juni auf die biologische Abwasserreinigung umgestellt sein. Grundstücksbesitzern steht es frei, sich mit Nachbarn auf eigene Initiative zusammenzuschließen und gemeinsam Kläranlagen zu betreiben, was laut Verband Kosten sparen würde.

Inge Engelhardt

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