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Geithain Winter oder Kranyniedelregung
Region Geithain Winter oder Kranyniedelregung
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14:52 19.05.2015
Ein Unruhegeist in positivem Sinne: Hannelore Fischer. Quelle: Thomas Kube

Zum Glück aber gibt es immer noch Leute, die davon nichts halten, sich für die Gemeinschaft einsetzen, keine Zeit und Mühe scheuen, hob auch Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch zum Neujahrsempfang erfreut hervor. Drei besonders Aktive wurden stellvertretend mit dem Ehrenamtspreis der Stadt 2013 ausgezeichnet: René Kinne, Hannelore Fischer und Stefan Jungnitz.

Die Begeisterung für die Kaninchenzucht und die aktive Vereinsarbeit sind gewissermaßen das Lebenselixier für den 45-jährigen Schönauer René Kinne. In dieser Passion wirkt er gleich in mehreren verantwortungsvollen Ämtern mit: Er ist Obmann für Ausstellungswesen im Landesverband der Sächsischen Kaninchenzüchter, Jugendleiter im Kreisverband Borna/Geithain, stellvertretender Vorsitzender im Rexclub Sachsen und Vorsitzender des Rassekaninchenzüchtervereins S165 Frohburg und Umgebung. "Deine Einstellung zur Vereinsarbeit hat den Zusammenhalt und die überaus progressive Entwicklung des Vereins über die vielen Jahre geprägt. Du hast uns immer gezeigt, dass es für dich keine Probleme gibt, sondern nur Aufgaben, die gelöst werden können", würdigte Laudator Matthias Heinke. Inzwischen ist Kinne in Fachkreisen in ganz Deutschland bekannt und geachtet, fungierte bei der Europaschau der Rassekaninchenzüchter 2012 in Leipzig als Technischer Leiter. Aber Kinne ist auch Jugendleiter, nimmt den züchterischen Nachwuchs an die Hand, organisiert Jugendlager oder Paddelbootfahrten, kümmert sich um Tierbesprechungen für Jugendliche und und und. Wer denkt, damit sei der Mann mehr als ausgelastet: Der Schönauer mischt zudem im Ortschaftsrat, Kirchenvorstand sowie im Posaunenchor Schönau-Nenkersdorf mit...

Nicht viel anders liegt der Fall bei Hannelore Fischer aus Nenkersdorf. Dass hier gleich mehrere Laudatoren agierten, hatte sein Gründe. Die Prießnitzer Pfarrerin Barbara Vetter schilderte Beispiele für die vielfältigen Aktivitäten, mit denen Fischer, Jahrgang 1949, seit Jahren das Dorfleben bereichert und den Zusammenhalt im Dorf fördert. "Sie hatte die Idee für einen lebendigen Weihnachtsmarkt, organisierte ihn, sprach Leute an, so dass dieses Event inzwischen schon seine zweite Auflage erlebte", so Vetter. Als Mitglied im Kirchenvorstand und im Heimatverein sei sie immer darauf bedacht, Kirch- und Ortsgemeinde zusammen zu bringen. Ob es nun die Glockenweihe 2009 oder das Kirchenjubiläum 2010 waren, die alljährlichen Dorffeste, Konzerte, das Adventsbasteln oder der Handarbeitskreis - immer sei Hannelore Fischer beteiligt und oft genug "in vorderster Front", würdigte Vetter. Was Ortsvorsteher Andreas Mertin unterstrich. Der "Fischerclan" sei im Programm des Dorffestes nichtmehr wegzudenken, ein Zuschauermagnet. Um ihre Ideen umzusetzen, müsste die ganze Familie mitziehen. "Ich sage immer: Hannelore ist kein Poltergeist, sondern ein angenehmer Unruhegeist in positivem Sinne", so Mertin.

Der Dritte im Bunde, der den porzellanennen Ehrenamtspreis 2013 entgegen nehmen konnte, war der Prießnitzer Stefan Jungnitz. Zum Glück redete Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch, der sich leichtsinnigerweise als Laudator bereit erklärt hatte, nicht die volle Stunde, die er gebraucht hätte, um "nur annähernd die jahrelange vielfältige ehrenamtliche Arbeit des Preisträgers würdigen zu können". Jungnitz ist in ganz Frohburg bekannt, nicht nur durch seine Tätigkeit als Mitarbeiter der allgemeinen Bauverwaltung im Rathaus. Die Hilfe und Einsatzbereitschaft und -leitung für die Ortsteile des ehemaligen Eulatals während des Junihochwassers wurden von vielen Bürgern und Geschädigten gelobt. Er steht der Prießnitzer Feuerwehr vor, ist aktiv als Einsatzkraft im Katastrophenschutz für den Landkrei, "Vieles, was er nicht in seiner Arbeitszeit schafft oder organisieren kann, macht er eben für die Stadt und seinen Ortsteil in der Freizeit", so Hiensch. Da mietet oder organisiert er Gerätschaften, Material und Unterstützung, um an Wochenenden Leistungen zu erbringen, die eigentlich zu den Aufgaben der Stadt gehören, ob Teiche und Gräben instand gesetzt, Rasen auf kommunalen Flächen gemäht, Dreckecken aufgeräumt oder umgestürzte Bäume beseitigt werden. "Stefan Jungnitz nimmt Urlaub, um den Weihnachtsmarkt im Rittergut Prießnitz mit auf- und abzubauen; wirkt federführend bei dessen Vorbereitung und Durchführung mit, ist Akteur bei der Vollgas GmbH", zählte das Stadtoberhaupt auf. Und das war nur ein Ausschnitt...

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.12.2015
Thlang

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