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Geithain "Wir schöpfen alle Kapazitäten aus"
Region Geithain "Wir schöpfen alle Kapazitäten aus"
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14:20 19.05.2015
Stefan Naumann verlädt im Dachziegelwerk Obergräfenhain Ziegelpakete auf einen LKW. Quelle: Jens Paul Taubert

Aufgrund der guten Auftragslage wird sogar aufgestockt. Inzwischen zählt das Werk 180 Mitarbeiter.

"Wir sind dabei, alle Kapazitäten auszuschöpfen", sagt Heino Kleine. Vor dem Bürofenster des Werksleiters stehen dicht an dicht Paletten mit Tondachziegeln. Gabelstapler rollen hin und her, um Lastzüge zu beladen. Sobald die den Hof des Obergräfenhainer Werkes verlassen, sind sie schon auf der Autobahn 72 und damit auf dem Weg in viele Länder Europas.

"Unser Exportgeschäft wächst. Die Infrastruktur kommt uns sehr zupass", sagt Kleine. Nicht nur deutschlandweit wird geordert, was in Obergräfenhain und im Zweigwerk Narsdorf produziert wird. Gefragt sind Ton- und Pressdachziegel samt Zubehör auch in Tschechien, Finnland, auf dem Balkan. Sechs Linien produzieren an den beiden Standorten der Monier-Braas-Gruppe. "Wir könnten noch mehr verkaufen, aber wir sind fast am Limit", sagt Kleine.

Wie gegensätzlich war die Situation noch vor Jahresfrist, als der andauernde Winter bis in den April hinein das Geschehen am Bau lähmte und damit auch die Baustoffproduzenten kalt erwischte. Doch das zweite Halbjahr 2013 lang dann deutlich über den Erwartungen. "Am Ende lagen wir leicht über dem Plan. Das war kaum zu erwarten. Doch mit unserer guten Mannschaft haben wir das geschafft."

Um der guten Auftragslage zu entsprechen, stockt das Unternehmen zurzeit seine Belegschaft auf. Vor allem aber kümmert sich Heino Kleine um die Ausbildung des beruflichen Nachwuchses. Egal ob Industriekeramiker, Logistiker, Instandhalter oder Mechatroniker: "Wer bei uns Leistung zeigt, hat nach der Ausbildung gute Chancen, übernommen zu werden." Denn in den nächsten Jahren würde eine wachsende Zahl gestandener Mitarbeiter in Richtung Rente ausscheiden. Diese Abgänge sollen durch qualifizierte junge Leute zumindest zu großen Teilen kompensiert werden. Allerdings, räumt Kleine ein, gehe es dem Dachziegelwerk wie vielen anderen Unternehmen: Geeignete und motivierte junge Leute seien rar. Deshalb habe man aktuell auch nicht alle Ausbildungsplätze, die man anbiete, besetzt.

Investiert wird in Obergräfenhain in diesem Jahr vor allem in die Steuerung der Produktionslinien und in Verpackungssysteme. Dauerthema ist die Kostensenkung in punkto Energie: "Hier haben wir im vergangenen Jahr etwa in effizientere Brenner für unsere Öfen investiert." Auf der Fachmesse Dach+Holz in Köln präsentierte Braas einen neuen Dachziegel namens Achat 10V.

Um die Rohstoffe für die Dachziegelproduktion müsse man sich in Obergräfenhain keine Sorgen machen, so der Werksleiter. Zwar liefere das Abbaufeld Narsdorf II nur noch für zwei Jahre Ton, doch andere Flächen seien bereits mit Blick auf die nächsten Jahrzehnte gesichert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.04.2014
Ekkehard Schulreich

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