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"Wir waren viele Jahre Spitze"

"Wir waren viele Jahre Spitze"

35 Jahre Union Geithain - dieses Jubiläum begeht der Verein am 19. Oktober mit einer Festveranstaltung im Geithainer Bürgerhaus. Rund 220 Mitstreiter aus all den Jahren sind mit ihren Partnern eingeladen, dazu Unterstützer und Sponsoren.

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Auch im Festumzug zur 825-Jahr-Feier Geithains war der FSV Union Geithain vertreten.

Quelle: Privat

Geithain. Der 30 Mitglieder zählende Verein ist derzeit eine allgemeine Sportgruppe mit Alt-Herren- sowie mit Damenfußball.

"So viele schöne Jahre, so viele schöne Veranstaltungen haben wir gemacht", sagt Johannes Landgraf. Der 77-Jährige führt den Verein seit 32 Jahren, sein Sohn Uwe (50) trainiert die Alten Herren und der 23-Jährige Enkel Toni die Frauen. Stellvertretender Vorsitzender ist Wilfried Penne, um die Finanzen kümmert sich Mathias Schlicht, und Uwe Kroll gehört dem Vorstand ebenfalls an. Helfried Uhlemann (59) ist Mitglied des erweiterten Vorstandes.

Seine Wurzeln hat der FSV Union 90 Geithain in der Volkssportbewegung, zwei Gründungsmitglieder sind heute noch dabei: Uhlemann und Andreas Scheibner haben Union am 13. Oktober 1978 mit aus der Taufe gehoben. Vor allem Fußball wurde gespielt. Doch es gab auch eine Frauengymnastikgruppe, die nach der Wende einging.

Landgraf verweist auf sportliche Erfolge wie die Hallenkreismeisterschaft im Fußball, bei der Union je zweimal Platz eins, zwei und drei holte. "Wir waren viele Jahre Spitze", blickt er zurück. Ein Höhepunkt war von 1988 bis 2010 stets das jährliche Turnier in Ziltendorf.

An einem international besetzten Turnier in Wiesental bei Karlsruhe nahmen jeweils bis zu 90 Mannschaften teil. Von 1990 bis 2002 mischten auch die Geithainer mit, holten einmal Platz zehn und einmal Rang 14. Die Unioner hatten 1990 auch mit als erste Verbindung in Geithains Partnerort Veitshöchheim. "Die ersten Jahre waren sehr intensiv", erinnert sich Uhlemann an diese Beziehungen. Das sei später leider eingeschlafen.

Seit 2007 stellt der Verein jedes Jahr im Sommer ein zweitägiges Sportfest auf die Beine. Ausgerechnet jetzt im Jubiläumsjahr musste es aufgrund des Hochwassers ausfallen. "Wir bedauern das sehr", bestätigt Landgraf. Immerhin habe man schon die gesamten Vorbereitungen getroffen gehabt und musste dann absagen. Doch kommendes Jahr soll auf jeden Fall das nächste Sportfest steigen. Das Hochwasser hat den Verein auch sonst getroffen. Er nutzt drei Räume im Sozialgebäude am Stadion - in allen stand das Wasser. Der Fußboden musste raus. Zwei Zimmer sind unterdessen auf Vordermann gebracht, das dritte steht noch aus. Verdorben hat die Flut aber auch Tore und Dresse. "Viele Spieler haben sofort zugepackt", betont Uhlemann. Das war, nichts Neues, haben Union-Sportler doch beispielsweise schon früher eine Umkleidekabine mit Dusche neu geschaffen.

Ab 2005 mischte der Verein in der 1. Regionalklasse mit, 2007 hatte er sogar die Chance zum Aufstieg in die Regionalliga. Das scheiterte aber an der fehlenden Nachwuchsmannschaft. Man habe auch die Notwendigkeit nicht gesehen, denn der FSV Alemannia Geithain leiste eine gute Nachwuchsarbeit. "Beim Verband sind wir aber leider auf taube Ohren gestoßen", erzählt Landgraf. Ein Frauen-Fußball-Team war 2010 aus der Taufe gehoben worden. Es mischte bei Freundschaftsspielen oder Turnieren mit, war aber nicht in den Spielbetrieb integriert.

Der große Schnitt für den FSV Union kam 2011 mit einer Änderung in der Struktur der Fußball-Ligen. Bis zu 60 Kilometer mussten die Kicker nun von Geithain zu Auswärtsspielen ins Muldental fahren. "Das war für uns kleinen Verein zu zeit- und kostenintensiv", erklärt der Vereinschef. Gegen die Staffeleinteilung habe man angekämpft, vom Dachverband sei aber keine Unterstützung gekommen. Selbst eine finanzielle Schieflage drohte.

Union stieg, wie berichtet, aus dem Spielbetrieb aus. Junge Spieler wechselten zu Vereinen in der Region, die dort weiter mitmischen. Bitter war dieser Schnitt, noch wichtiger war den Unionern aber, ihren Verein nicht untergehen zu lassen. So kam es zum Wechsel in den Volkssport. Monatlich finden Veranstaltungen für alle Mitglieder statt - von der Schlauchbootfahrt auf der Mulde über Bowling und Dart-Turnier bis zum monatlichen Skat. Auf ein reges Vereinsleben hatten die Mitglieder von Anfang an Wert gelegt.

Ein Dutzend Volkssport-Begegnungen der Alten Herren stehen für 2014 bereits, weitere werden dazu kommen. Einmal wöchentlich ist sowohl für die Frauen als auch für die Männer Training - jeweils mittwochs ab 18.30 Uhr. Gelegentlich gibt es sonntags Zusatztermine vor allem für jene, die auf Montage sind. 35 Jahre lang haben die Unioner bei Wind und Wetter immer draußen trainiert. Jetzt fehlen nach dem Hochwasser in Geithain die beleuchteten Hartplätze.

Künftig wieder in den Punktspielbetrieb einzusteigen, schließt der Vorstand nicht gänzlich aus. Immer wieder sei von jüngeren Spielern zu hören, sie wären dann sofort dabei. Uhlemann: "Wir würden das machen wollen. Doch das bedarf der Unterstützung des Fußballverbandes."

Zur Festveranstaltung am 19. Oktober sind alle ehemaligen Mitglieder mit ihren Partnern eingeladen. Diese Veranstaltung aller fünf Jahre ist Tradition. Sie bietet vielen Gelegenheit zum Wiedersehen. Zum 30-jährigen Bestehen vor fünf Jahren ist eine Chronik erschienen. Ines Landgraf, die Frau von Trainer Uwe Landgraf, führt sie weiter, zum bevorstehenden Jubiläum gibt es einen Anhang über die jüngsten fünf Jahre.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.10.2013

Engelhardt, Inge

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