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Wohnen nahe des Kurparks: Pläne liegen ab Montag im Bad Lausicker Rathaus aus

Neues Gebiet Wohnen nahe des Kurparks: Pläne liegen ab Montag im Bad Lausicker Rathaus aus

Nach dem Willen der Kur GmbH, der Stadt Bad Lausick und zahlreicher Bauwilliger könnte im Frühjahr 2018 mit der Erschließung eines neuen Wohngebietes nordöstlich des Kurparks begonnen werden. Doch Planungsverband und Landesdirektion haben Vorbehalte. Die Pläne liegen ab 25. September für einen Monat im Rathaus aus.

Die Pläne für das neue Wohngebiet liegen vom 25. September bis zum 25. Oktober im Bad Lausicker Rathaus öffentlich aus.

Quelle: Thomas Kube

Bad Lausick. Ginge es nach dem Willen der Kur GmbH, der Stadt Bad Lausick und zahlreicher Bauwilliger, könnte im Frühjahr 2018 mit der Erschließung eines neuen Wohngebietes nordöstlich des Kurparks begonnen werden. Ob es so ist, hängt davon ab, inwieweit Kommune und Kurbetrieb in der Lage sind, den Regionalen Planungsverband Leipzig/Westsachsen und die Landesdirektion von der Sinnhaftigkeit, ja Unverzichtbarkeit dieser Planung zu überzeugen.

Mitzureden haben im Zuge der jetzt beginnenden Anhörung auch alle anderen, die dieses Vorhaben berührt. Die Pläne liegen vom 25. September bis zum 25. Oktober im Bad Lausicker Rathaus öffentlich aus.

„Interessenten gibt es genug. Uns erreichen immer wieder Anfragen von Leuten, die bauen möchten“, sagt Wolfgang Günther, der Bad Lausicker Bauamtsleiter. Die Nachfrage nach Parzellen für Eigenheime sei seit längerem schon hoch. Deswegen sei die Kommune ja bemüht, geeignete Flächen zu finden und zu entwickeln. Da kommt der Vorstoß der Kur GmbH gerade recht. Die erwägt, einen kleinen Teil des Kursondergebietes – einer Vorbehaltsfläche für die künftige Kurentwicklung – für den Bau von Eigenheimen zu nutzen. Die ins Auge gefasste Fläche nördlich des Steingrundbaches und in Nachbarschaft der auf Etzoldshainer Flur liegenden Siedlung an der Else-Hirsch-Straße scheint ihr dafür geeignet. Sie ist Teil eines bestätigten Bebauungsplans, sie liegt eingebettet in Grün – und doch recht nahe an Kurviertel und Kernstadt.

4,6 Hektar groß ist das Areal, das der nun verfolgte Bebauungsplan Else-Hirsch-Straße umfasst. Wobei der Name die Sache nicht ganz trifft: Dort, wo die Else-Hirsch-Straße eine Neunzig-Grad-Kurve macht, soll eine neue Straße ansetzen, die in die geplante neue Siedlung führt. Für die wird zurzeit unter Einbeziehung des Bad Lausicker Geschichtsvereins ein Name gesucht. Sie endet mit einer Wendeschleife, die ein Regenrückhaltebecken einschließt. Die Erschließung innerhalb des Gebietes soll durch mehrere private Stiche erfolgen. „Aufgrund der Nähe zu einem Gehölz, das in den vergangenen Jahren zu einem Wald heranwuchs, mussten wir die Zahl der möglichen Bauplätze etwas verringern“, so Günther. Statt der ursprünglich 36 Parzellen werde es wohl nur 32 geben.

Planungsverband und Landesdirektion hatten vor Monaten schon signalisiert, dass sie die Pläne für nicht unbedingt kompatibel mit der Regional- und Landesplanung halten. Was sich für die Kur eigne, eigne sich nicht automatisch für Wohnen, so die Argumentation vom letzten Winter. Zudem gebe es anderenorts im Stadtgebiet Bauplätze.

„Die Kur GmbH hat sich angesichts dessen extern fachlichen Rat geholt und eine sehr umfangreiche Begründung geschrieben“, sagt Wolfgang Günther. Kur GmbH und Stadt sähen den Bau der Siedlung als durchaus vereinbar mit den Planungen. Das Kursondergebiet werde in seiner Substanz nicht geschmälert, stehe auch perspektivisch kurortspezifischen Erfordernissen zur Verfügung. Andererseits sei es auch wichtig, in Bad Lausick attraktive Wohnbaustandorte bereitzustellen. Hinsichtlich der in den Neunzigerjahren errichteten Siedlung an der Else-Hirsch-Straße würde die neue dieses Gebiet städtebaulich abrunden.

Darüber hinaus gibt es südlich des Steingrundbaches Bestrebungen zu bauen. Hier plant der Klinikbetreiber Michels eine Wohnresidenz für Senioren. Dieses Baugenehmigungsverfahren ist im Fluss.

Von Ekkehard Schulreich

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