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Geithain Wyhraaue bleibt mögliches Bauland
Region Geithain Wyhraaue bleibt mögliches Bauland
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15:01 19.05.2015

Das beschloss der Stadtrat Frohburgs bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen in seiner jüngsten Sitzung. Damit könnte dort ein Gebiet für den Ein- und Zweifamilienhausbau mit maximal 16 Baugrundstücken für den mittelfristigen Bedarf in Frohburg entwickelt werden.

"Wir haben seit Längerem das Problem, dass uns die Bauplätze ausgehen, vor allem in der bebauten Ortslage. Wir haben arge Schwierigkeiten, überhaupt Bauland auszuweisen", warb Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) auch in der Stadtrats-Debatte für diesen Entscheid. Die Stadt verfüge derzeit außer dem Plangebiet "Wohnpark an der Apfelwiese" über keine weiteren geeigneten Flächen. Lediglich aus einem ehemaligen Teil des Gartenvereins "Waldfrieden" sollen fünf bis sechs Bauplätze für Eigenheime entwickelt werden, falls das eingeleitete Planungsverfahren Erfolg hat. Die Alternative wäre gewesen, den 1998/1999 entwickelten und genehmigten Bebauungsplan vollständig aufzuheben und das Plangebiet dauerhaft als Wiese oder zur Aufforstung zu nutzen.

Als damals die Möglichkeit eines Baugebiets gesehen wurde, war das Areal noch ein jahrelang leer stehendes Industriegelände der einstigen Wäscheunion, das fast vollständig überbaut war. Grundstückeigentümer war größtenteils die Treuhandliegenschaftsgesellschaft. "Dass die Stadt später einmal alle Grundstücke als alleiniger Eigentümer erwerben und das Gelände mit Hilfe des Förderprogramms ,Brachflächenrevitalisierung' im Zeitraum 2002 und 2003 in den heutigen Zustand versetzen würde, konnte da wohl niemand ahnen oder hoffen", so Hiensch. Für all das, was von 1998 bis 2003 hier passierte - von der Aufstellung eines Bebauungsplanes über den Grunderwerb und die Revitalisierung bis zur Erschließung des Terrains als Bauland - wurden bisher rund 805 000 Euro, davon etwa 266 000 Euro an Eigenmitteln, investiert.

Die Verwaltung schlug nach dem jetzigen Votum vor, 2014 zu nutzen, um die Erschließung des Plangebietes mit den zuständigen Versorgungsträgern abzustimmen und dann eventuell nach einem Erschließungs- und Bauträger zu suchen.

Nicht bei allen Abgeordneten stieß diese Perspektive auf Gegenliebe. "Ich finde es falsch, dass wir damit auch noch die letzte Ecke der Wyhraauenwiese bebauen wollen. Wir sollten das Gebiet als Grünfläche lassen", begründete Eberhard Kupfer (SPD) sein Nein. Zugleich gab er zu bedenken, dass hier eventuell eine Hochwassergefahr bestehen könne.

Dagegen begrüßte Siegfried Runkwitz (Linke) das Vorhaben. "Bei einer entsprechend lockeren Bebauung sähe ich da keine Probleme und wäre sehr dafür", tat er kund. Thomas Kratz (BuW) könnte sich sogar vorstellen, dass das Bauland in direkter Nähe zum Stadtzentrum überaus begehrt sein werde.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.12.2013
Lang, Thomas

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