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Geithain Zahl der Straftaten in Bad Lausick überschaubar
Region Geithain Zahl der Straftaten in Bad Lausick überschaubar
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15:11 19.05.2015

Und zu umreißen, wie er die Kriminalitätslage in der Kurstadt sieht und wie die Polizei vor Ort aufgestellt ist. Kernaussage: Nur wenige Straftaten im regionalen Vergleich, dennoch aber steigende Fallzahlen.

Wenn Fassaden in der Bad Lausicker Innenstadt beschmiert werden - wie etwa Ende Januar in großen Stil geschehen -, dann wird kriminelles Tun allen sichtbar. Bricht jemand in ein Eigenheim auf, durchwühlt Persönlichstes, stiehlt Wertsachen, erfahren nur wenige davon. Für das Sicherheitsgefühl der Menschen einer Straße, einer Stadt hat beides Konsequenzen. Deshalb wollte Frank Gurke, der seit Jahresbeginn das Polizeirevier Grimma leitet und damit Verantwortung trägt auch für die Kurstadt, ausdrücklich keine einzige Straftat kleinreden, aber: "Es ist beinahe Frieden, wenn man es im Kontext sieht." 406 Bad Lausicker Fälle verzeichnet die Statistik für das vergangene Jahr, anno 2011 waren es nur 333. Gemessen an 7300 Straftaten im gesamten Revierbereich ist das eher gering. "Und es sieht so aus, als ob die Zahl in diesem Jahr wieder ein Stück absinkt."

Im Jahresvergleich 2012 zu 2011 kamen in Bad Lausick vor allem diese Delikte zur Anzeige: 38 Körperverletzungen (plus eine), 154 Diebstähle (plus 50), 53 Sachbeschädigungen (plus 44). Internet-Kriminalität, vor allem das Ordern von Ware ohne Bezahlabsicht, sei im Kommen, in Bad Lausick aber kaum ein Thema, so Gurke. "Und Rauschgift ist ein Kontrolldelikt." Das heiße, Feststellungen erfolgten, wenn die Polizei Fahrzeuge und Fahrer kontrolliere. Meist sei neben Drogen dann noch Alkohol im Spiel. Eine Kennziffer, die die Kriminalitätslage vergleichbar machen soll, ist die Häufigkeitszahl. Hochgerechnet auf 100 000 Köpfe ereigneten sich im Bad Lausicker Stadtgebiet im vergangenen Jahr 4854 Straftaten. Deutlich mehr waren es im benachbarten Colditz, fast doppelt so viele im ebenfalls nicht fernen Grimma - von Leipzig und dem unmittelbaren Umfeld ganz zu schweigen.

"Aufgrund unseres Schichtsystems können wir auch nachts und an den Wochenenden ausreichend Kräfte zum Einsatz bringen", sagte der Revier-Chef mit Blick auf Befürchtungen, die Beamten seien in zu geringem Maße vor Ort.

Polizeihauptkommissar Gert Thiele, der als Bürgerpolizist im ehemaligen Posten, seit der Strukturreform Standort genannt, in der August-Bebel-Straße sein Büro hat, ist dort nur dienstags zwischen 14 und 18 Uhr anzutreffen. "Sonst ist es sein Auftrag, unterwegs zu sein, präsent zu sein", sagte Gurke. Der Bürgerpolizist habe, der Name sage es, Kontakt zu den Einwohnern zu halten, zu den Unternehmen, Vereinen, zur Verwaltung. Nicht zuletzt auch aus präventiven Gründen: um aufgrund guter Kenntnisse und Kontakte einschreiten zu können, ehe eine Straftat geschehe.

Der Grimmaer Revierleiter kündigte an, bei Bedarf bereits im nächsten Frühjahr erneut das Gespräch mit dem Bad Lausicker Stadtrat zu suchen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.11.2013
Ekkehard Schulreich

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