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Geithain Zahlreiche Besucher beim 25. Töpfermarkt in Kohren-Sahlis
Region Geithain Zahlreiche Besucher beim 25. Töpfermarkt in Kohren-Sahlis
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05:03 28.04.2018
Der Töpfermarkt lockte mit originellen Töpferwaren und zahlreichen Veranstaltungen Besucher an.  Quelle: René Beuckert
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Kohren-Sahlis

 Der 25. Töpfermarkt in Kohren-Sahlis hat am Wochenende zahlreiche Besucher in seinen Bann gezogen. Vom Töpferbrunnen auf dem Marktplatz war zur Eröffnung am Samstag kaum noch etwas zu sehen, so viele standen um ihn herum, weil sie das Ereignis live miterleben wollten. Die beiden Töpfermeisterinnen Karina Werner und Gundula Müller eröffneten den traditionellen Markt. Bürgermeister Siegmund Mohaupt (CDU) betonte in seiner Rede, dass anlässlich der Veranstaltung alljährlich tausende Besucher in die Töpferstadt kommen. „Ich möchte den Beteiligten meinen Respekt zollen, die dafür Sorge tragen, dass der Markt bis heute Bestand hat. Insbesondere dem Topfmarktverein, den beiden Töpfereien Müller und Arnold, ebenso der Arbeitsgruppe Montottone“ – die italienische Gemeinde unterhält eine Partnerschaft mit Kohren-Sahlis. Mohaupt würdigte auch das Mitwirken von Vereinen und der Feuerwehr, von Schule, Kindergarten und Kirche, durch deren Engagement und Wirken der Töpfermarkt am Leben gehalten werde. Und da Scherben bekanntlich Glück bringen, warfen zwei Mädchen anschließend einen Krug in hohem Bogen zu Boden, der berstend zerbrach.

Der 25. Töpfermarkt in Kohren-Sahlis ist Geschichte. Mit vielfältigen Töpferwaren an verschiedenen Ständen und Kulturangeboten hat er am Wochenende zahlreiche Besucher angezogen.

 

Immer wieder schauten die Besucher zur Bühne auf dem Marktplatz, wo die Kindergartenkinder ihren Auftritt hatten, der mit viel Beifall belohnt wurde. Verfolgten die einen vergnügt die Ereignisse auf der Bühne, erfreuten sich andere beim Rundgang über den Töpfermarkt an der Vielfalt der feilgebotenen Waren. Hannelore und Walter Schmidt waren eigens gekommen, um ein Stück der Kohrener Töpferkultur mitzuerleben. „Ich halte Ausschau nach einem besonderen Stück Keramik für zu Hause“, erzählte Hannelore Schmidt. Zwar habe sie noch nicht alles gesehen, so vielseitig sei das Angebot, doch an einem Stand habe sie schon eine passende Schale erblickt. „Hier ist alles gut organisiert, und ich habe in einigen Auslagen sehr originelle Töpferarbeiten entdeckt“, meinte Walter Schmidt.

Matthias Förster packte ganz vorsichtig für eine Kundin Keramik ein. „Es wäre schade, wenn auf dem Transport eines der Gefäße kaputt ginge“, hob der Töpfer aus Neukirch hervor. Er nutze seit Jahren die Gelegenheit, auf dem Kohrener Markt seine Waren anzubieten, berichtete er. „Es ist bestimmt der 20. Markt, an dem ich teilnehme. Das Faszinierende daran ist, dass jeder Töpfer seinen eigenen Stil hat. Diese Vielfalt kommt bei den Besuchern gut an“, sagte Förster. Zudem stellte er einen Unterschied zwischen einfachen Märkten, wo auch Töpferwaren angeboten werden, und der traditionellen Veranstaltung in Kohren fest: „Ich merke schon dass der Topf- und Krügemarkt in Kohren von Töpfern organisiert ist, die genau wissen, worauf es ankommt und durch gezielte Werbung die Leute dafür interessieren.“

Die Leipzigerin Monika Grotzke war von der Vielfalt der ausgestellten Töpferwaren überrascht. „Ich mache jedes Jahr in der Woche vor Himmelfahrt mit meinen Enkeln in der Nähe Urlaub und bin dieses Mal eher zufällig auf den Töpfermarkt gestoßen. Es ist ein schönes Erlebnis, über den Markt zu schlendern.“

Händler Hans-Ulrich Lobenstein aus dem Saalekreis war schon vor etwa 20 Jahren auf dem legendären Kohrener Markt mit seinen Produkten vertreten. Einen Unterschied zu damals stellte er dennoch fest: „Früher haben die Leute mehr gekauft und auch eher auf Qualität geachtet.“ Was ihm am Kohrener Markt gefällt, ist seine Vielfalt. „Jeder Töpfer hat seine individuelle Handschrift, die sich in seiner Ware widerspiegelt“, sagte Lobenstein.

Aber es sind nicht nur die Töpferwaren, die alljährlich zahlreiche Besucher anlocken. Die Veranstaltungen etwas abseits erfreuen sich genauso großer Beliebtheit, wie die Kirchenführung mit anschließendem Orgelspiel und am Sonntag die Andacht auf dem Marktplatz oder ein Besuch im Museum, wo dem Töpfermarkt zum Jubiläum eine eigene Ausstellung gewidmet ist.

Von René Beuckert

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