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Geithain Zedtlitzer zeigt seine Bilder im Museum in Glasten
Region Geithain Zedtlitzer zeigt seine Bilder im Museum in Glasten
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13:41 28.04.2010
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Glasten/Zedtlitz

Licht fällt durch das Dachfester auf die Staffelei. In diesem Refugium entwickelt der 50-Jährige seine Bilderwelt. Einen kleinen Ausschnitt zeigt er ab Sonntag für zwei Monate im Glastener Heimatmuseum. Uwe Wodzinski ist ein Arbeiter. Ehe er zu Stift, Kreide oder Pinsel greift, betrachtet er im Kopf von allen Seiten, was er gestalten will. Seit der BMSR-Mechaniker seine Arbeit im Kraftwerk Lippendorf verlor, und das ist fast schon ein Jahrzehnt her, widmet er sich mit Intensität dem Bildkünstlerischen. „Ich habe mir damals gesagt: Jetzt machst du, was du am Besten kannst“, blickt er zurück. Das Handwerkliche vervollkommnet er seither kontinuierlich, besucht Malkurse, pflegt den Austausch mit Malern, Designern, dem Bildhauer Dirk Brüggemann, der ein Atelier und Trebsen unterhält und den er als einen Lehrer betrachtet. Was sich nicht eingelöst hat, ist seine Erwartung, von dieser Kunst auch nur in Ansätzen leben zu können. Immerhin, in Dresden und Berlin waren kürzlich großformatige Arbeiten von ihm zu sehen: Für eine Agentur hatte er 2,20 Meter große Ostereier gestaltet. „Eines musste eine förmliche Explosion der Farben sein. Das war dann wohl doch zu doll. Jetzt schmückt dieses Ei einen Park in Brandenburg“, sagt der Zedtlitzer, der gern auch Bildwünsche umsetzt: Haustiere, Kinderporträts, Wandgestaltungen. Für einen Kalender, der in kleiner Auflage erschien, aquarellierte er das alte Leipzig. „Am Liebsten aber hänge ich meiner Fantasie nach, übersetze sie in eine Bildersprache, bemühe mich um eine Vervollkommnung“, sagt er. Den Anstoß zu malen lieferte einst sein Vater dem Sechsjährigen, als er ihm von einer Dienstreise eine Postkarte mit der Sixtinischen Madonna schickte. „Diese Präzision hat mich beeindruckt“, erinnert er sich: „Ich habe, immer nur in Gedanken, mit dieser Art zu malen befasst.“ Zig Kunstbände in der Stube boten ihm Handwerkszeug, ehe er mit Anfang 40 tatsächlich selbst zu malen begann. Andere teilhaben zu lassen, sich auszutauschen, ist ihm wichtig. „Meine Frau ist meine strengste Kritikerin“, lacht Wodzinski. Und es freut ihn, wenn er auch außerhalb Resonanz findet. Zweimal schon stellte er mit Erfolg im Volkskundemuseum Wyhra aus, einmal auf Schloss Altranstädt im Nordwestzipfel des Landkreises. Gerade ist er über vier Ölbildern, zu denen ihn der Defa-Märchenfilm „Wie heiratet man einen König?“ angeregt hat. Sie sollen in Glasten zu sehen sein, wenn am 2. Mai im Museum des Heimatvereins seine Schau eröffnet wird. Zu sehen ist sie im Mai und Juni an jedem ersten und dritten Sonntag von 14 bis 17 Uhr. „Ich habe schon Ausstellungen in Glasten besucht“, sagt er und freut sich über das Engagement des rührigen Vereins. Mit einem Bild ist Wodzinski im Übrigen längst schon in Glasten angekommen: Für den Pferdeliebhaber Dieter Lachmann hat er ein großes Pferdebild auf eine Wand gebracht.

Ekkehard Schulreich

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