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Geithain Zehnte Auflage der Nacht offener Dorfkirchen im Landkreis Leipzig wird vorbereitet
Region Geithain Zehnte Auflage der Nacht offener Dorfkirchen im Landkreis Leipzig wird vorbereitet
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18:07 05.01.2016
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Landkreis Leipzig


Die Idee dazu ist gar älter und wurde aus Leipzig übernommen. „Nacht der Kirchen“ nennt sich der Aktionstag in der Messemetropole oder auch in Dresden und Hamburg. Warum also sollte das nicht auch auf dem Lande möglich sein, fragten sich damals in relativ kleiner Runde Pfarrer Henning Olschowsky aus Mutzschen und Pfarrerin Beate Schelmat-von Kirchbach aus Grimma, die jedoch heute der Kirchgemeinde Wyhratal vorsteht. „Diese Idee von damals möchten wir für 2016 noch einmal in besonderer Weise allen Kirchen und Kirchgemeinden im Leipziger Land ans Herz legen“, heißt es in einer ersten Ankündigung aus der Superintendentur.

Den Raum einer Kirche wie hier in Trebsen zu erleben, ist Ziel der Nacht der offenen Dorfkirchen. Quelle: Frank Schmidt

Wichtig sei es nicht, unbedingt ein riesiges Programm zu starten. Wichtig seien kleine Impulse mit großem Signal, auf dass die Kirchen in dieser Nacht offen stehen. „Sei es für das Erlebnis der Stille, sei es zum Theater spielen, sei es zur Lesung aus der Bibel, sei es zum Musizieren, ja auch zum Abseilen vom Kirchturm“, animieren die Initiatoren augenzwinkernd, mit diesem Aktionstag doch irgendwie hoch hinaus zu wollen. Letztendlich möchte man vielen Menschen Erlebnisse verschaffen und Möglichkeiten zur Entfaltung geben. „Alles ist möglich.“

Ein breites Angebot, was bisher besonders von den Besuchern wahr- und auch gut angenommen wurde, so belegen Erfahrungen der vergangenen Jahre, wie Pfarrerin Yvette Schwarze in Trebsen beispielsweise für die Ammelshainer Kirche bestätigt, die von Beginn an dabei war. Doch die Geistliche sieht noch mehr Potenzial in den eigenen Reihen der Kirchen. Vor allem kleinere Gemeinden sollen animiert werden, die Nacht der offenen Dorfkirchen mit Leben zu erfüllen.

Mit ihrem unkonventionellen Altar von Fischer Art dürfte auch die Kirche Nepperwitz einen Besuch zur Nacht der offenen Dorfkirche wert sein. Quelle: Frank Schmidt

Und dafür bedient sich die Superintendentur eines Zitates von Hans Weingartner. „Wenn aus der Absichtslosigkeit Taten entspringen, können die größten Wunder geschehen“. Solch ein besagtes Wunder könnte darin bestehen, so bekräftigt die Trebsener Pfarrerin das Ziel, dass sich möglichst viele Gemeinden und Gemeindemitglieder, die bisher noch haderten, an der zehnten Nacht der offenen Dorfkirchen beteiligen.

„Dabei soll es keinesfalls darum gehen, das Konzept neu zu schreiben oder neu zu erfinden. Wir würden uns freuen, wenn gerade die vielen kleinen Kirchen in einem Zeitfenster bis 22 Uhr für zwei oder drei Stunden hoffen stehen. Es ist eine Einladung an alle, all die Kirchen mit ihrem individuellen Charme näher kennenzulernen. Und zwar außerhalb eines Gottesdienstes, um den Raum einer Kirche zu erleben“, sagte Pfarrerin Yvette Schwarze.

Von Frank Schmidt

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