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Geithain Zerstörungen in Bad Lausicker Kilianskirche sind immens
Region Geithain Zerstörungen in Bad Lausicker Kilianskirche sind immens
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13:43 27.04.2018
Aus der Kanzel der Kilianskirche ist eine Christusabbildung herausgebrochen worden. Quelle: Jens Paul Taubert
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Bad Lausick

Fünf Tage nach dem Angriff auf die Bad Lausicker Kilianskirche lässt sich das Ausmaß der Schäden noch nicht beziffern. „Da müssen die Restauratoren ran. Auf sie kommt viel Arbeit zu. Wir haben erst einmal eine Notsicherung veranlasst“, sagt Pfarrer Thomas Erler. Ein Unbekannter war in jener Nacht in Sachsens älteste Stadtkirche eingedrungen. Er hatte die Fassade an der Nordseite erklommen, ein Fenster eingeschlagen. Im Kircheninneren beschädigte er den spätgotischen Schnitzaltar und die Kanzel. Schweren Schaden nahmen ein Kronleuchter und ein Kerzenleuchter. Beide Leuchter hätten die Ermittler der Polizei mitgenommen, um Spuren zu sichern. Erler geht davon aus, dass die Reparaturen und Restaurierungen viele Tausend Euro kosten werden. Schwerer als dieser Verlust aber wiege das plötzliche Gefühl der Unsicherheit, und die Entweihung des Kirchenraumes schmerze.

Ein unbekannter Täter hat in der Bad Lausicker Kilianskirche Spuren der Zerstörung hinterlassen.

„Unsere Ermittlungen laufen. Wir prüfen intensiv, ob es einen Zusammenhang mit den Ereignissen in Chemnitz gibt“, sagt Michael Fengler von der Pressestelle der Polizeidirektion Leipzig. Man spreche mit Zeugen, werte Spuren aus. All das brauche Zeit. „Wir sind dran.“ Die Polizei in Chemnitz hatte am Montag ein jungen Asylbewerber aus Pakistan gestellt, der in zwei Kirchen der Stadt randaliert hatte. Er wurde in die Psychiatrie eingewiesen. Ob dieser Mann für den Einbruch in Bad Lausick in Frage kommt, ist Gegenstand der polizeilichen Recherchen.

Der Kriminaldienst des Polizeireviers Grimma hat die Ermittlungen übernommen. Zeugen werden gebeten, sich an das Revier zu wenden (Telefonnummer 03437/708925100).

Von Ekkehard Schulreich

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