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Ziel: Baustart für die neue Kindertagesstätte in Niedergräfenhain noch 2010

Ziel: Baustart für die neue Kindertagesstätte in Niedergräfenhain noch 2010

Diese Woche will das Planungsbüro den Bauantrag für die neue Niedergräfenhainer Kindertagesstätte einreichen. Das Kirchspiel Geithainer Land möchte das unter Denkmalschutz stehende Pfarrhaus in dem Geithainer Ortsteil zur modernen Einrichtung umbauen, Ziel ist Baustart in der zweiten Jahreshälfte 2010. Pfarrer Markus Helbig hatte der Kommune die Übernahme vor einem Jahr unterbreitet, als der Stadtrat beschließen wollte, den Niedergräfenhainer Kindergarten zu schließen.

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So soll die neue Niedergräfenhainer Kindertagesstätte in der Süd-Ost-Ansicht aussehen, gezeichnet hat sie Planer Mario Frommhold. Rechts unten liegt der Aufenthaltsraum der Kindergartenkinder, der auch für Veranstaltungen genutzt werden kann.

Niedergräfenhain. „Ziel wäre der Baustart dieses Jahr“, bestätigt Helbig auf LVZ-Nachfrage. Weiterhin als integrative Einrichtung soll die neue Kindertagesstätte 24 Kindergarten- und zehn Krippenplätze bieten. Rund 800 000 Euro könnte der Umbau voraussichtlich kosten. Die Finanzierung wird derzeit mit dem Landeskirchenamt auf die Beine gestellt. „Sie ist abhängig von der Förderung aus dem Programm Kita-Invest“, betont Mario Frommhold. Das Kirchspiel hat sein Bornaer Ingenieurbüro mit der Planung beauftragt. Die Planungsunterlagen sind erarbeitet, diese Woche will Frommhold den Bauantrag einreichen. Der Fördermittelbescheid aus dem Programm der integrierten Ländlichen Entwicklung (Ile) ist bereits da, der Koordinierungskreis hat ihn Mitte Februar bestätigt. Mario Frommhold hofft, dass Ende April der Bescheid über eine Förderung aus dem von Bund und Land getragenen Programm Kita-Invest kommt.„Baustart in der zweiten Jahreshälfte 2010“ lautet aus seiner Sicht das Ziel. Bis Jahresende soll dann die äußere Hülle samt Dacheindeckung stehen, Holzschäden sollen beseitigt und das Gebäudeinnere rohbaufertig sein. Kommendes Jahr würde dann der Innenausbau folgen – und die Einweihung.„Unser Ziel ist, die Struktur des Gebäudes nach Möglichkeit zu erhalten“, betont Frommhold. Das leer stehende Pfarrhaus gehört der Kirchgemeinde, bis in die 90er Jahre gab es hier Wohnungen. Begeistert schildert der Planer, wie interessant das Gebäude von der Bauhistorie her sei. Nachweislich von 1720 stammt die bemalte Holzbalkendecke über der ehemaligen Pfarrstube, die derzeit verputzt ist. Sie soll unbedingt erhalten werden künftig den Essenraum überspannen, betont Frommhold. Doch hinter der Fassade verbirgt sich auf zwei Seiten auch Fachwerk, auch das wird komplett freigelegt und soll so wieder zur Geltung kommen.„Wie jedes Großprojekt ist es nicht einfach, da das alte Gemäuer zusätzliche Schwierigkeiten birgt“, verweist Helbig auf die andere Seite der Medaille. Allein 45 Seiten umfasst die vom Ingenieurbüro erstellte Brandschutzkonzeption.Für Niedergräfenhain ist der Neubau wohl das größte Bauvorhaben seit der Wende. „Wir können froh sein, dass das Kirchspiel das viele Geld in die Hand nimmt und den neuen Kindergarten baut“, sagt Mario Frommhold, denn er wohnt selber in Niedergräfenhain und ist seit Juni auch Geithainer Stadtrat.Vor einem Jahr stand das Gremium kurz davor, die Kindereinrichtung im Ortsteil zu schließen, weil am derzeitigen Gebäude sehr hoher Sanierungsbedarf besteht, die Plätze in den anderen Einrichtungen laut Rathaus ausreichen. In letzter Minute unterbreitete Helbig sein Übernahme-Angebot. Der Weiterbetrieb am alten Standort war laut Frommhold nicht nur wegen des hohen Sanierungsbedarfes ausgeschlossen, er zählt das zu erwartende höhere Verkehrsaufkommen durch die geplante Autobahnauffahrt bei Niedergräfenhain auf, die Parkplatzsituation und die komplizierten Eigentumsverhältnisse.

Inge Engelhardt

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