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Geithain Ziel: Besucherzahlen verdoppeln
Region Geithain Ziel: Besucherzahlen verdoppeln
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14:20 19.05.2015
Zahlreiche Besucher nutzten alle Offerten beim zweiten "Nachmittag bei Hofmanns" in Kohren-Sahlis, auch das leckere Kaffeeangebot. Quelle: Thomas Lang

Der erste Schritt dazu dürfte mit dem zweiten "Nachmittag bei Hofmanns" getan sein. Denn der war eine runde Sache, waren sich die zahlreichen Besucher einig.

"Bei uns wurden in diesen Stunden durch das Gesehene und Gehörte viele, viele Erinnerungen wach. Das ist wirklich schön", gaben beispielsweise Ilse und Siegfried Wohlleben aus Kohren-Sahlis zu Protokoll, als sie das Haus wieder verließen.

In der Tat folgte ein Höhepunkt dem anderen. Den Auftakt bildete die offizielle Eröffnung der historischen Puppenstuben- und Spielzeugausstellung aus der Sammlung der Gnandsteiner Familie Sporbert im Obergeschoss. "Schon die Sonderausstellung im Töpfermuseum zog ja Hunderte Besucher in ihren Bann. Und nachdem im vorigen Jahr hier die Elektroanlage erneuert, die Räume renoviert und ein neues Lampensystem angebracht wurden, können wir die bisher relativ ungenutzte Etage dafür nutzen", freute sich Schulze und dankte der Initiatorin, die als Leihgabe das historische Spielzeug zur Verfügung stellt. Das zog wenig später auch die kleine Amaya in ihren Bann, die mit Vati Alexander Andres aus Geithain hergekommen war. "Die kleinen Puppenzimmer finde ich niedlich. Und so einen großen Sandmann habe ich noch nie gesehen", sprudelte es aus ihr heraus. Auch Gerhard Häßler, Kohrens stellvertretender Bürgermeister, gab sich überzeugt: "Ich bin sicher, dass dadurch der Zuspruch zum Besuch des Gebäudes zunehmen wird und finde es klasse, dass diese Idee so zielstrebig umgesetzt wurde."

Doch nicht nur diese Schau ist eine Stippvisite wert. Am Sonnabend wurde zudem im Zwischengeschoss eine Ausstellung zum Thema "Luxuspapier" eröffnet. Die reicht von Trauerpapieren über Glückwunschkarten zu allen möglichen Gelegenheiten bis zu Patenbriefen. "Unser Rudolf Hofmann hat ja bekanntlich nahezu alles gesammelt. Auch diese Dinge fanden wir in manchem Schubkasten", so Schulze. Stets zu Saisonbeginn soll in den entsprechenden Vitrinen etwas Neues gezeigt werden, kündigte sie an.

In den Wohnraum war dann nicht nur zu Kaffee und Kuchen, den das Museumsteam in großer Vielfalt gebacken hatte, eingeladen. Man glaubte auch, den Hofrat - nur so hieß Rudolf Hofmann bei den Töpferstädtern - mit in der Runde sitzen zu haben. Das war Günter Barthel, dem Vorsitzenden des Geschichtsfreundevereins, zu verdanken. Er nämlich hatte vor 41 Jahren bei einem Kulturbundabend in der proppenvollen Mittelmühle einen Vortrag Hofmanns über Altkohrner Geschichten aufgenommen. Die 45 Minuten - inzwischen auf Kassette überspielt - brachte er da zu Gehör.

Wenig später erklangen im Barockraum Frühlingslieder. Sechs Damen, Herren und Kinder sangen und musizierten, bis beim abschließenden "Es tönen die Lieder" auch die Gäste einstimmten.

"Wer heute nicht hier war, hat etwas verpasst", war auch die Kohren-Sahliserin Dorothea Kühn überzeugt. Und Karl Hammer aus Breitenborn, der das alles zum ersten Mal sah, weil seine Frau Christine von einem früheren Besuch so schwärmte, kann das jetzt verstehen. "Es ist phänomenal, was hier zu entdecken ist. Und praktisch vor der Haustür, ohne lange zu fahren."

Die Hofmannsche Sammlung öffnet ihre Türen nun am Ostersonntag und -montag von 13 bis 17 Uhr das nächste Mal oder kann von Gruppen nach Anmeldung besucht werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.04.2014
Thlang

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