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Ziel: Eigene CD bis zum Jubiläum

Ziel: Eigene CD bis zum Jubiläum

Prießnitz. Woran denkt man beim Namen Sixpack? An den Waschbrettbauch eines Mannes oder eher an Bier-Verpackungen, die eben so vielen Flaschen Platz bieten? Wenn hinter dem Wort jedoch ein Pluszeichen steht, wissen viele Leute der Region inzwischen: "Sixpack+" ist eine Musikformation, die längst über die Grenzen das Kirchspiels Prießnitz hinaus bekannt ist.

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Das sind die aktuellen Mitstreiter der Band "Sixpack+", die sich über die Grenzen des Kirchspiels Prießnitz hinaus einen Namen machte.

Quelle: Privat

Im Mai nächsten Jahres kann sie schon auf ein fünfjähriges Bestehen verweisen.

Der Inspirator für den musikalischen Zusammenschluss dürfte dabei zweifelsohne jemand aus der Pfarrersfamilie Vetter gewesen sein, die 2007 nach Prießnitz zog. Immerhin ist sie mit drei Leuten in der aktuellen Besetzung der Band vertreten. "Wir wissen es nicht mehr genau, wer den Anstoß gab", so Christfried Vetter, der Mann der Pfarrerin, als Gitarrist und mit Gesang mitmischend und mit 52 Jahren gewissermaßen der Vater der Band. "Aber nachdem schon ab 2007 Maria Nickisch aus Prießnitz und Stefanie Mätzold aus Hopfgarten gemeinsam sangen und Liederabende machten, ich ein Jahr später in der Rödlitzer Band ,Aquavit' musizierte, meine Söhne Andreas und Jakob mit mir wenige Monate danach bei einem Jugendgottesdienst in Großbothen aufspielten, fragten wir uns alle: Warum vereinen wir die Sängerinnen und Musiker nicht?", schildert der Gemeindepädagoge die Anfänge. Im Mai 2009 war es dann so weit: Der erste gemeinsame Auftritt als "Sixpack+" zum Himmelfahrtsgottesdienst in Elbisbach war da. Den Bandnamen wählte man übrigens aus zwei Gründen: Zum einen, weil zu Beginn die Gruppe aus sechs Leuten bestand, aber es schnell mehr wurden. Überdies ist das "+" als Symbol für das Kreuz zu betrachten, das allen sagen soll: "Wir sind Christen".

Von der Urformation sind heute noch vier aktiv: Stefanie, Maria, Andreas und Christfried. Zudem gehören Susan Kahl (Gesang, Percussion) aus Grimma, Benjamin Koschnicke (Schlagzeug) aus Hopfgarten, Robert Vetter (Piano, Gesang) aus Prießnitz, Patrick Zschille (Gitarre) aus Frankenhain und Simon Vetter, inzwischen in Leipzig wohnend, als Techniker zur Truppe. Schwangerschaft und zeitliche Probleme, berufliche Aufgaben und Musik unter einen Hut zu bringen, sorgten in der Zwischenzeit immer mal für Wechsel in der Besetzung. Das betraf auch den langjährigen Schlagzeuger Jens Mutscher, der - besonders auch in den Anfangsjahren - mit Rat und Tat und so mancher Musiktechnik die Band unterstützt hat, nun aber von Benjamin am Schlagzeug abgelöst wurde.

Dabei spielen die jungen Leute - den Bandleiter ausgenommen, reicht ihre Altersspanne von 15 bis zu 30 Jahren - nicht nur zu Gottesdiensten oder kirchlichen Benefizkonzerten, sondern auch zu Dorffesten, Polterabenden oder sonstigen Feiern auf. Entsprechend umfangreich ist inzwischen ihr Repertoire. Von moderner christlicher Musik über deutsche und englische Rock- und Poptitel bis zu Musik zum Tanzen reicht das. Gut zwei Stunden können die Musiker locker füllen, haben mehr als 35 Titel in petto. Dass ihr Spiel ankommt, belegen 34 Auftritte in den vier Jahren. Unter anderem spielten sie in den vergangenen drei Jahren bei den Kirchenbezirkstagen auf dem Bad Lausicker "Schmetterling" vor großem Publikum, beim "Tanz in den .jpg" in Prießnitz oder bei Benefizkonzerten in Prießnitz und Frankenhain.

"Wir haben inzwischen auch schon fünf eigene Lieder getextet und komponiert. Am meisten eingeschlagen hat dabei der Titel ,Auf zu neuen Ufern'. Und es gibt noch einige Ideen. Wir arbeiten an unserer ersten eigenen CD", berichtete Vetter senior. Ziel ist, die bis zum fünfjährigen Bestehen fertig zu haben.

Aller 14 Tage, möglichst donnerstags, wird im Pfarrhaus Flößberg geprobt, wo die Kirchgemeinde der Band einen Probenraum überließ. "Dafür sind wir sehr dankbar. Denn das ist ja wichtig", so Vetter.

So steht dem gemeinsamen Musizieren, um andere zu erfreuen, auch künftig nichts im Wege. Sie wollen und werden weitermachen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.10.2013
Lang, Thomas

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