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Geithain Ziel: Neue Selbsthilfegruppen für Angehörige in Böhlen, Bad Lausick und Borna
Region Geithain Ziel: Neue Selbsthilfegruppen für Angehörige in Böhlen, Bad Lausick und Borna
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15:19 14.01.2010
Rund 100 Interessenten kamen zum Alzheimertag im September 2009 in der Geithainer Nikolaikirche. Organisiert hatte ihn die seit 2003 bestehende Geithainer Selbsthilfegruppe für Angehörige demenziell Erkrankter aus Anlass des Welt-Alzheimertages. Quelle: LVZ Archiv
Borna

Hauptanliegen aller Mitstreiter ist, Angehörigen Erkrankter zu helfen.

„Ich will mich unbedingt einbringen“, betonte Daniela Lang bei der Beratung im Landratsamt. Die Böhlenerin hatte in der LVZ von der ersten Beratung im September gelesen, meldete sich daraufhin wie viele andere bei den Initiatoren. Sie hat selbst Erfahrung mit der Pflege im Familienkreis. Nun will sie sich ehrenamtlich engagieren, ist bereit, eine Selbsthilfegruppe für Angehörige im Raum Böhlen/Markkleeberg ins Leben zu rufen. Interessenten an einem ersten Treffen können sich bei ihr unter Telefon 0178/5 32 24 81 melden.„

Eine Selbsthilfegruppe ist das beste, was es gibt“, sagte Dietmar Naumann mit Nachdruck. Er wird die Geithainer in der Regionalgruppe vertreten. Auf drei Selbsthilfegruppen kann Karina Keßler, Sozialamtsleiterin im Landratsamt, Angehörige von demenziell Erkrankten derzeit verweisen. Neben der Geithainer sind das Gruppen in Wurzen und Brandis. Als Brigitte Röttgen ihren Vater besuchte und er unmittelbar darauf der Schwester erklärte, die Brigitte sei seit Wochen nicht da gewesen – das war das Schlüsselerlebnis für die heutige Leiterin der Wurzener Selbsthilfegruppe, in der sich vor allem pflegende Männer treffen, der jüngste 60. Ende März will die engagierte Rentnerin in Bennewitz zu einem runden Tisch einladen, um öffentlich auf die Demenzkrankheit aufmerksam zu machen.

„Selbsthilfegruppen sind der beste Ansatz zur Hilfe“, hob auch Hans-Werner Bärsch am Mittwoch hervor. Das Vorstandsmitglied der Alzheimergesellschaft Sachsen leitet die Brandiser Selbsthilfegruppe für Angehörige von Alzheimer- und Demenzkranken und initiierte nun die Gründung der Regionalgruppe als Netzwerk im Landkreis Leipzig. Fast 4600 Menschen im Kreis haben Alzheimer. Knapp 1400 Neuerkrankungen diagnostizierten Ärzte hier in zwölf Monaten. Rund 80 Prozent dieser Menschen mit Demenz werden von Angehörigen zu Hause betreut.Um einige kümmert sich Petra Möschter in der Tagesbetreuung der Awo Mulde/Collm in Bad Lausick. „Ja, ich würde eine Selbsthilfegruppe in Bad Lausick moderieren“, bekannte sie sich vorgestern. „Wir würden eine Gründung in Borna unterstützen“, erklärte Marion Kaube vom Palliativverein Netzwerk Südraum Leipzig. Hubert Wenzel, Leiter des Caritas-Altenpflegeheimes St. Hedwig in Wurzen kann sich vorstellen, Gesprächsrunden mit Angehörigen von Heimbewohnern künftig auch für weitere Interessenten zu öffnen.

Die nächste Beratung der Regionalgruppe findet am 14. April, 15.30 Uhr, im Haus 6, Zimmer 10 des Landratsamtes in Borna statt. Kontakt per E-Mail unter info@alzheimergesellschaft-sachsen.de oder telefonisch im Landratsamt unter 03433/2 41 21 01.

Inge Engelhardt

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