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Zukunft der Feuerwehr Hopfgarten ungewiss

Zukunft der Feuerwehr Hopfgarten ungewiss

Die Zukunft der Hopfgartener Feuerwehr bleibt ungewiss. Eine Grundsatzentscheidung, ob sie weiter bestehen oder aufgelöst werden soll, muss der Stadtrat demnächst treffen, Die Verwaltung erwarte dazu Vorschläge von den Fraktionen, machte Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) deutlich, als er vorgestern Abend einen Sachstandbericht zur Kenntnis gab.

Frohburg. Die Lage für die elf kleineren Feuerwehren der Stadt wird immer prekärer. Denn einsatzbereit und leistungsstark, um an den Wochentagen jederzeit ausrücken können, ist im Moment nur die Frohburger Ortsfeuerwehr. "Unser Ziel muss es deshalb sein, diese Tageseinsatzbereitschaft mit Blick auf das gesamte Territorium der Kommune wieder herzustellen und zu sichern", so Hiensch. Möglich wäre das, wenn die Standorte reduziert, aber personell und ausrüstungsmäßig gestärkt würden.

Aus Sicht der Verwaltung und der Stadtwehrleitung habe Hopfgarten derzeit weder die technische Ausstattung inklusive des Gerätehauses noch die Verfügbarkeit des Personals. Um für den Standort eine künftige Einsatzfähigkeit prognostizieren zu können, müsste erheblich investiert werden. Ergo stelle sich aus Verwaltungssicht eine Schließung des Standortes als einzig vernünftig und sinnvoll dar. Die aktiven Kameraden aus Hopfgarten und Elbisbach würden auch dringend benötigt, um die Einsatzbereitschaft der umliegenden Feuerwehren - ob in Frankenhain oder Prießnitz - zu stärken. Welcher Wehr die Hopfgartener zugeordnet werden wollen, sollten sie selbst entscheiden, so die Stadtwehrleitung, auch wenn sie Frankenhain favorisiere. Sie teilt die Auffassung der Verwaltung. Die derzeitige Anzahl von aktiven Kameraden mit nur fünf zur Verfügung stehenden Atemschutzgeräteträgern, drei ausgebildeten Maschinisten für Löschfahrzeuge und zwei vorhandenen Führungskräften reiche angesichts der bekannten Beschäftigungssituation, durch die ein Großteil der Kameraden an Werktagen abwesend sei, nicht aus, um eine tägliche Einsatzberetschaft abzusichern.

Die Hopfgartener Feuerwehrleute aber möchten ihre Wehr gern am Leben halten, ließen sie schriftlich und vorgestern auch mündlich durch Wehrleiter Carsten Fischer wissen. Sie unternehmen dafür alle Anstrengungen. So kämen zu den momentan 16 aktiven Kameradeb ab Mitte April zwei weitere hinzu. Zwei 16-jährige Hopfgartener absolvierten momentan ihre Grundausbildung zum Truppmann und könnten sofort in den aktiven Dienst integriert werden. Sie würden im Anschluss an die Grundausbildung zum Lehrgang für Atemschutzgeräteträger angemeldet, so dass sich deren Zahl auf sieben Kameraden erhöhen könnte. "Und wir haben mal vorgefühlt, ob im Falle der Schließung der Ortswehr Nenkersdorf deren Mannschaftstransportwagen mit Tragkraftspritzenanhänger (TSA) nach Hopfgarten umgesetzt werden könne. Ersterer passt in unser bestehendes Gerätehaus. Für den TSA würden wir aus eigenen Mitteln einen Anbau bewerkstelligen, so dass die Stadt nicht finanziell belastet wird", ließ Fischer wissen.

Dieses Engagement sollte anerkannt werden, zumal Feuerwehren in ihren Orten auch eine gesellschaftliche Aufgabe hätten, bekundeten die BuW/BIE-Abgeordneten Wolfgang Paulin und Thomas Kratz. Andererseits könne Geld für Feuerwehren eben nur einmal investiert werden und sollte dorthin fließen, wo es für die Stadt den größten Nutzen bringe, meinte Roland Pfaff (FDP). Allein der kurze Disput deutete an, wie schwer die Entscheidung werden wird.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.04.2014
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