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Geithain Zukunftspotenzial Jugend: In Geithain wird Schulsozialarbeit wieder aufgenommen
Region Geithain Zukunftspotenzial Jugend: In Geithain wird Schulsozialarbeit wieder aufgenommen
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16:56 20.12.2016
Martin Penndorf vor der Geithainer Paul-Guenther-Schule. Quelle: Jens Paul Taubert
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Geithain

Schulsozialarbeit: Vor einem Jahrzehnt noch kaum ein Begriff, möchten die Schulen der Region längst nicht mehr ihre Schulsozialarbeiter missen. Den größten Teil des Jahres musste die Geithainer Paul-Guenther-Schule allerdings ohne eine solche Fachkraft auskommen, denn die Kindervereinigung Leipzig und die Stadt hatten sich darauf geeinigt, die Zusammenarbeit zu beenden. Die betraf nicht nur das Kinder- und Jugendhaus R9, sondern auch die Oberschule, in der die bisherige Schulsozialarbeiterin Carolin Fischer tätig war. Seit Dezember hat ein neuer Träger die Stelle neu besetzt: Die Arbeiterwohlfahrt Leipziger Land übernahm und stellte Martin Penndorf ein – ein Mann mit Lebenserfahrung, der dennoch erst frisch vom Studium Soziale Arbeit in Leipzig kommt.

„Kinder und Jugendliche sehe ich als Potenzial für unser aller Zukunft“, sagt Martin Penndorf und stellt klar, dass er Schulsozialarbeit für etwas Grundlegendes, etwas Unersetzliches hält – für ein Bindeglied zwischen der Bildungseinrichtung, den Familien und den Institutionen der Jugendhilfe. „Schulsozialarbeit ist in erster Linie für die Heranwachsenden da, soll sie befähigen, selbstbestimmt ihren Lebensweg zu finden und zu gehen“, sagt der 36-Jährige, der in Greifswald aufwuchs, längst aber in Leipzig zu Hause ist. Erziehen und Führen war sein Metier auch im ersten Beruf als Offizier der Bundeswehr, doch mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, sei eine andere, komplexere Herausforderung. Erst im Oktober schloss Penndorf an der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) sein Studium ab. Geithain ist für den verheirateten Vater dreier Kinder so etwas wie seine Feuertaufe, flankiert durch einen weiteren Master-Studiengang Schulsozialarbeit.

„Ich bin dabei, mich an der Paul-Guenther-Schule einzuleben. Ich wurde offen aufgenommen, prüfe jetzt, wo Schwerpunkte für mich sind, wo der Hase im Pfeffer liegt“, sagt Martin Penndorf. Er stelle sich den Lehrern und in den Klassen vor, nehme, wenn es gewünscht werde, an Elternabenden teil, baue Kontakte auf zu Schüler- und Elternsprechern auf. Zimmer 103, das vor ihm Carolin Fischer nutzte, hat er bezogen: „Und die Tür steht immer offen.“ Als Zeichen einer Offenheit, ohne die es in der Sozialarbeit nicht gehe – genauso wie die Achtung des Anderen, aber auch grundsätzlicher Menschenrechte und des Grundgesetzes unverzichtbar seien. „Ich bin Konfliktvermittler und mag die Arbeit mit den Menschen“, sagt er. Mit seiner Berufung an die Paul-Guenther-Schule schließt der Träger AWO einen Kreis, denn im Auftrag des Vereins führt Mandy Schalinske bereits den Schulclub. Nun sei beides in einer Hand, sagt Penndorf: „Da können wir uns gegenseitig ergänzen. Ich denke, das passt.“

Von Ekkehard Schulreich

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