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Zwei-Felder-Halle: Bad Lausick trägt Mehrkosten und hofft auf Förderung 2013

Zwei-Felder-Halle: Bad Lausick trägt Mehrkosten und hofft auf Förderung 2013

Am Montagabend schlug‘s 13: Mit ebenso vielen Stimmen bei einem Nein beschloss der Bad Lausicker Stadtrat einen veränderten Fördermittel-Antrag für die Zwei-Felder-Sporthalle.

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Nahe der Mittelschule soll eine neue Halle für den Schul- und Vereinssport entstehen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Bad Lausick. Sie soll den maroden Bau nahe der Mittelschule ersetzen. 2012 gab es kein Fördergeld. Die Stadt ist nun für 2013 bester Hoffnung. Allerdings sinkt die Förderquote um zehn Prozent.

Zeitgemäße Bedingungen schaffen für den Schul- wie den Vereinssport: Mit Hilfe einer neuen Zwei-Felder-Halle, die die ein Jahrhundert alte städtische Turnhalle nahe der Bad Lausicker Mittelschule ersetzt, soll das endlich gelingen. Rund 2,9 Millionen Euro kostet der Bau. Doch bei der Beschaffung der Fördermittel hatte die Kommune zumindest im laufenden Jahr kein Glück. Immerhin hielt sie den Antrag bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) für 2013/14 aufrecht.

„Es könnte durchaus sein, dass wir den Bescheid vielleicht noch in diesem Jahr bekommen", bemühte sich Bürgermeister Josef Eisenmann (CDU), die Zeichen aus Dresden zu deuten. Keine Andeutung, sondern Tatsache ist: Statt 50 Prozent Förderung gibt es allenfalls 40. Das erhöht den Eigenanteil, den Bad Lausick einsetzen muss. Der wächst umso mehr, da das Land bei den Baukosten pro Quadratmeter Nutzfläche eine Grenze einzog. Summa summarum muss die Kurstadt 432 000 Euro zusätzlich berappen, in Gänze also rund 1,86 Millionen Euro. Der – kleinere – Rest käme dann vom Land.

Woher nehmen? Diese Frage beantwortete Eisenmann mit Landesvorhersagen, den sogenannten Orientierungsdaten für Zuweisungen des Freistaates. Die sollen sich – so die Prognose – mindestens in den Jahren 2013 und 2014 erheblich erhöhen und den zusätzlichen Bedarf abdecken.

„Wie sicher ist denn, dass wir dieses Geld kriegen?", warf Bernd Neitsch (Dorfentwicklung) skeptisch in die Runde. Belastbar sei die Voraussage nicht, räumte Eisenmann ein, aber sie sei gängig.

Diesem Plan widersprach Cordula Drechsler (parteilos) vehement. Die Stadt brauche ihre Rücklage auf für eine zu große Halle, die die Konzentration von Grundschule und Mittelschule auf einem Campus vorwegnehme. Für Brandschutz im heutigen Grundschul-Gebäude fehle dann das Geld ebenso wie für den Brandschutzplan der Gesamtstadt. Eine Ein-Feld-Halle tue es auch, zumal ja der Sportplatz hinter der neuen Halle gestaltet werden müsse.

Eine kleinere Halle löse keines der Probleme, hielt Gerd Heinze (Linke) entgegen. Die Halle sei wichtig für die Stadt. Dass mit dem Neubau noch nicht entschiedenen Campus-Plänen mindestens Rechnung getragen werde, wollte Josef Eisenmann nicht vom Tisch wischen: „Auf jeden Fall sehe ich für den Schulstandort die zwingende Notwendigkeit, die Halle zu bauen."

„So weit, wie wir jetzt waren, waren wir noch nie", bekräftigte Udo Goerke (CDU). Er lasse das Vorhaben nicht zerreden. Das Geld für die Mehrkosten belaste die Rücklage nicht, da es aus den zusätzlichen Zuweisungen resultiere.

„Es wird höchste Zeit, dass wir die Turnhalle realisieren", meinte Tim Barczynski (Linke). Sie sei unentbehrlich für Schulsport und für die Vereine.

„Die Wichtigkeit der Halle müssen wir nicht diskutieren", sagte Gerhard Köpping (Dorfentwicklung). Dennoch müsse man aufpassen, dass man sich nicht überhebe. Gerade der auf der Sommer-Sitzung beschlossene Brandschutz-Bedarfsplan zeige auf, dass die Kommune hier in den nächsten Jahren mehrere Millionen Euro investieren müsse. Die Abstimmung brachte ein klares Ergebnis: Mit 13 zu eins wurde der korrigierte Förderantrag beschlossen.

Ekkehard Schulreich

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