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Geithain Zwei Frohburger bei der Rallye durch Südafrika
Region Geithain Zwei Frohburger bei der Rallye durch Südafrika
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17:12 12.10.2018
Unterwegs in schwerem Gelände waren Sebastian Orgis (li.) und Martin Straßburger immer wieder gefordert. Quelle: Heiko P. Wacker
Frohburg

Zu den Siegern der „Spirit of Amarok 2018“ zählten die Off-Roader Sebastian Orgis und Martin Straßburger nicht. Die Lokalmatadoren hatten die Nase vorn. Für den Frankenhainer und den Frohburger war die Teilnahme an der in Südafrika nahe des Kruger-Nationalparks ausgetragenen Rallye dennoch ein unvergessliches Erlebnis.

Sebastian Orgis (li.) und Martin Straßburger. Quelle: Heiko P. Wacker

Sie starteten neben einem zweiten deutschen Team – Attila Burk und Mischa Hageloch aus Baden-Württemberg – gemeinsam mit Zweier-Teams aus zehn Nationen, unter anderem aus Australien, Russland, Taiwan, Dänemark, Schweden, Tschechien.

Mit je einem Amarok und jeder Menge Geschick galt es, Staub, Sand und Matsch zu trotzen, um den bulligen Volkswagen sicher und vor allem fehlerfrei durch die Prüfungen zu dirigieren.

Extreme Hitze und schwere Niederschläge

Vier Wertungstage lang mussten die Teilnehmer unter Wettkampf-Bedingungen bis zu acht Technikaufgaben und Zeitrennen absolvieren: Wer sich beim einzigen 4x4-Offroad-Event für Amateure mit internationalem Status in Südafrika die Krone als bestes Team aufsetzen wollte, sollte besser keine Fehler machen. Die Konkurrenz war erneut stark. Außerdem mussten die Teams eine extreme Hitze von 44 Grad Celsius ebenso aushalten wie schwere Niederschläge.

Update Tag 4 und Tag 5 Ja, mittlerweile sind wir wieder in Deutschland gelandet, trotzdem sollt ihr noch erfahren was...

Gepostet von Sebastian Orgis am Freitag, 5. Oktober 2018

Für Team 15 aus Sachsen begann das Abenteuer eher unspektakulär: „Martin hat uns Anfang des Jahres einfach angemeldet“, sagte Sebastian Orgis. Der Team-Spitzname „Zahnfee“ liegt in Martin Straßburgers Beruf begründet: Er ist angehender Dentist. Unterwegs mussten beide öfter die Zähne zusammenbeißen: Zwar hat Straßburger Offroad-Erfahrung, Orgis hingegen sah sich selbst als Neuling.

Echte Herausforderung – der „Blind Challenge“

Doch zeigte sich gerade bei der „Blind Challenge“, dass echte Freundschaft viel wettmachen kann, so Straßburger: „Der Fahrer sitzt mit verbundenen Augen am Lenkrad. Der Beifahrer dirigiert aus der Ferne per Funk und natürlich auf Zeit durch einen engen Parcours. Bei so einer Sache muss man sich blind auf den Partner verlassen können.

Sebastian Orgis (li.) und Martin Straßburger bei der Offroad-WM. Quelle: Heiko P. Wacker

Am Ende standen die beiden deutschen Teams in der Wertung der Nationen auf Rang 6, ganz knapp hinter Schweden. Dass alle Deutschen mit den Tücken der Rechtslenker-Amarok zu kämpfen hatten, liegt auf der Hand. „Wir konnten uns 90 Minuten an das rechte Lenkrad gewöhnen. Aber kann das eine lebenslange Erfahrung mit dem Linksverkehr aufwiegen“, sagte Orgis.

Frohburger wollen sich wieder bewerben

Für beide Sachsen steht fest: „Wir werden uns wieder bewerben.“ Denn jenseits des Konkurrenzdrucks sei die „Spirit of Amarok 2018“ viel mehr als eine Offroad-WM gewesen: „Sie war ein Erlebnis, in dem Freundschaften über Landes- oder Kontinentgrenzen hinweg entstanden.“

Von Heiko P. Wacker

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