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Grimma 111. Börse der Grimmaer Philatelisten im Rathaussaal stößt auf große Resonanz
Region Grimma 111. Börse der Grimmaer Philatelisten im Rathaussaal stößt auf große Resonanz
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05:03 29.10.2018
Fachsimpeleien am Sonntag-Vormittag: Die Münz-Sammlung des Leipzigers Dieter Käfer (hinten) stieß auf großes Interesse. Quelle: Roger Dietze
Grimma

Es ist wieder ruhiger um die Grimmaer Briefmarkenfreunde geworden im Jahr eins nach ihrem 130. Gründungsjubiläum, das die aktuell 34 Mitglieder des Philatelistenvereins Grimma 1887 im vergangenen Jahr zu begehen Anlass hatten. „Die Berichterstattung war positiv, das Regionalfernsehen hat unser Jubiläum ebenso wie die LVZ in angemessener Form aufgegriffen, allein seitens der Stadt hätten wir uns über das Grußwort des Oberbürgermeisters in unserer Festschrift hinausgehend ein wenig mehr Interesse erwartet“, warf der Vereinsvorsitzende Stefan Lehn am Sonntag im Rahmen der 111. im Grimmaer Rathaus veranstalteten Briefmarken- und Münz-Börse einen Blick zurück auf das vergangene Jahr.

Rückläufige Entwicklung der Philatelie

Das Rampenlicht, in dem der Diplomingenieur für Fernmeldewesen und seine Mitstreiter kurzzeitig Gelegenheit hatten, ihr traditionsreiches Hobby zu präsentieren, hat allerdings nichts Grundsätzliches an der rückläufigen Entwicklung der Philatelie im Allgemeinen und im Landkreis Leipzig im Besonderen zu verändern vermocht. „Der neben Grimma letzte verbliebene Verein in Pegau liegt auch in den letzten Zügen“, berichtet der 66-Jährige. Eine Entwicklung, die ihre Entsprechung auf der Ebene der Bundesländer hat. „Die Landesverbände von Berlin-Brandenburg, Mecklenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen befinden sich in der Phase der Fusion, die im nächsten Jahr vollzogen wird“, so Stefan Lehn.

Briefmarke zieht kaum noch Laufkundschaft

Er ist zugleich Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Leipziger Messe Philatelie und in dieser Funktion alljährlich auf der Messe Modell-Hobby-Spiel zugegen ist. „Auch dort ist das leise Sterben der Briefmarke mit Händen greifbar, in diesem Jahr bedienten lediglich noch zwei Händler das Themengebiet, für das es so gut wie keine Laufkundschaft mehr gibt“, so der Grimmaer Chef-Philatelist, der immerhin einige wenige jüngere Mitglieder um die 40 Jahre in den Reihen seines Vereins weiß. Sie drücken den Altersdurchschnitt zumindest etwas.

Wurzener hat zum Hobby zurückgefunden

Einer von ihnen ist der Wurzener Matthias Kupsch, der eher durch einen Zufall zur Philatelie gefunden hat. Oder besser zurückgefunden hat. „Vor etwa einem Jahrzehnt hielt ich meine Jugendsammlung in den Händen, und nachdem eine Schätzung ergeben hat, dass sie in den nächsten Jahren keinen größeren Wertzuwachs verzeichnen wird, habe ich mich wieder intensiver mit der Materie beschäftigt“, so der 43-Jährige, der dieses sein Hobby nicht im Elfenbeinturm betreibt.

Börsen gibt es meist nur in größeren Städten

Vielmehr versucht er in Person seines sechsjährigen Neffen Marius dem Nachwuchs die Briefmarke in E-Mail- und Whatsapp-Zeiten näher zu bringen. Mit durchaus beachtlichem Erfolg. „Auf der diesjährigen Messe Modell-Hobby-Spiel ist es ihm gelungen, seinen Vater an den Briefmarkenstand zu locken, von welchem Coup er mir sogleich ein Foto zugeschickt hat“, freut sich der Wurzener, der seinem Vereinsvorsitzenden im Gegensatz zu anderen Vereinsmitgliedern gut vertraut ist. „Zwei bis drei kenne ich nur ihrem Namen nach, weil sie etwa auf Montage arbeiten und somit keine Gelegenheit haben, unsere Vereinsabende zu besuchen“, so Stefan Lehn, der den Grimmaer Philatelisten seit 1983 angehört und den Vorsitz seit 2005 innehat. Und der mit seinem Verein Briefmarkensammlern eine der wenigen verbliebenen Möglichkeiten in Sachsen anbietet, um miteinander in Kontakt zu treten. „Börsen dieser Art gibt es neben Grimma nur noch in einigen größeren Städten“, so der 66-Jährige. „Wir sind ein Sammelbecken für Briefmarkenliebhaber aus den Regionen im Dreieck der drei Großstädte Leipzig, Dresden und Chemnitz.“

Von Roger Dietze

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