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20 Jahre Arbeit mit Herz im Grimmaer PH 9

20 Jahre Arbeit mit Herz im Grimmaer PH 9

Grimma. Das Punkthaus 9 in Grimma, das über die Grenzen der Muldestadt hinaus auch als PH9 einen guten Namen für betreutes Wohnen hat, dürfte zumindest dem Namen nach das erste dieser Art in ganz Deutschland sein, stellte Angelika Sallat als „Mutter des PH9" erfreut fest.

. Doch sie und ihre acht fest angestellten Sozialhelfer und weit mehr ehrenamtlichen Mitstreiter hatten einen ganz anderen Grund zur Freude. Das PH9 eröffnete vor genau 20 Jahren, was mit einem großen Fest vor dem Haus gefeiert wurde.

„Hallo liebe Leute. Wir möchten euch mit einem kleinen Programm den Nachmittag verkürzen", sagte gut gelaunt Sarah Skurberlla, die gemeinsam mit Marie-Sophie Welteki, Julia Kühne und Anne Witschel vom Schulhort Grimma Süd nur den Anfang machte, das Jubiläumsfest kulturell einzurahmen. Vor zwei Jahrzehnten, im Juli 1990, wurde der Stadt das Gebäude übergeben. Für die damals leer stehenden Arbeiterwohnunterkünfte, die zumeist aus Ein- und Zwei-Raumwohnungen bestanden, wurde ein neues Klientel gesucht, erinnerte sich Angelika Sallat. Als Seniorenheim seien diese aber der Bauweise wegen eher ungeeignet gewesen. Wohl aber als Wohnhaus für Eltern mit Kindern, die aber auch getrennte Wohnungen beziehen könnten, blickte Angelika Sallat zurück. Und so habe man im Sozialausschuss der Stadt nach längerer Beratung diese Entscheidung getroffen und erstmals vom Mehrgenerationshaus gesprochen.

Das erfreut sich indes großer Beliebtheit bei den etwa 130 Bewohnern in den rund 110 Wohnungen. So auch bei Isolde Seidel, die allein wohnt und noch ganz gut ihren Haushalt im Griff hat. „Aber es ist gut zu wissen, dass bei Bedarf immer jemand da ist, der hilft", sagte sie, die seit zwölf Jahren im PH9 wohnt. Doch als Urgestein des Hauses wollte sie sich nicht sehen. Mit diesem heimlichen Ehrentitel darf sich aber Adelheid Klaus schmücken, sie hat vom ersten Tag an im PH9 ihr Zuhause. Zwar damals aus einer Not heraus, denn zuvor bewohnte sie mit ihrem Mann eine Dienstwohnung, die sie verlassen mussten. Die Alternative PH9 habe sich aber rasch als eine sehr gute erwiesen. „Mir gefällt hier einfach alles. Die Nachbarn, zu denen ich einen sehr guten Kontakt habe. Die kulturellen Angebote direkt im Haus und vor allem immer mittwochs das gemeinsame Kaffeetrinken. Da kommen auch Leute gerne aus der Umgebung hierher", weiß die Seniorin.

Erna Mehnert und Edith Oelschläger zum Beispiel, die verrieten, sich nicht das erste Mal zu Veranstaltungen im PH9 dazu gesellt zu haben. Und dann auch von Raina Langner bewirtet wurden. Sie ist eine der angestellten Sozialarbeiterinnen mit einem, wie sie sagte, „sehr guten und vertrauten Verhältnis zu den Hausbewohnern". Für sie ist es mehr als nur ein Job. „Die Arbeit hier wächst einem ans Herz. Und wenn jemand von uns geht, tut es sehr weh, weil wir für die Bewohner mehr als nur Betreuer geworden sind." Als ein Geben und Nehmen sieht Gabriele Bergmann ihre Arbeit im PH9, die sie erst im Ehrenamt ausübte und nun als angestellte Sozialhelfer tätig ist. „Wenn ich sehe, dass unsere Arbeit bei den Bewohnern Anerkennung findet, gibt es mir Auftrieb, noch intensiver für sie da zu sein."

Frank Schmidt

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