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20 Jahre Colditzer Gleitschirmclub

20 Jahre Colditzer Gleitschirmclub


Colditz/Hausdorf. Ein Gleitschirmflieger mit Höhenangst! Als Pascal Hänchen mal auf ein Baugerüst steigen sollte, führte kein Weg hinein.

. Beim Zielfliegen am Wochenende überraschte der 36-jährige Neueinsteiger auf dem Haidenberg sowohl Zuschauer als auch Konkurrenz. Der Anfänger verwies im Stechen ausgerechnet seinen Colditzer Vereinspräsidenten und Lehrer Volker Lindner auf Platz zwei. Selbst auf dem Podest machte Pascal mit Pokal eine gute, vor allem schwindelfreie Figur.

Der große Bruder, Mirko Hänchen, zeigte sich überglücklich: „Pascal und ich arbeiten gemeinsam im Familienbetrieb, einer Cateringfirma mit 300 Beschäftigten und täglich 15 000 Essensportionen. Wir spielten zusammen im Fußballverein, waren alle beide Boxer, segeln für unser Leben gern und trafen im Frühjahr den Vereinsvorsitzenden Volker Lindner am Übungshang." Die Hänchens leckten Blut und wollten unbedingt Gleitschirmflieger werden. Lindner schickte die beiden Blutsbrüder zur Flugschule in den Thüringer Wald, wo sie ihre Ausbildung absolvierten und erst kürzlich im italienischen Meduno vom über 1000 Meter hohen Monte Valinis starteten: „Es war der totale Wahnsinn. Wir waren bis zu einer Stunde in der Luft", schwärmte Pascal noch immer. Dass er am Sonntag in Colditz sogar seinen fast doppelt so alten, überaus erfahrenen Lehrer besiegte – eine Sensation! Doch keiner freute sich mehr als die „graue Eminenz" höchstpersönlich: „Der Sieg spricht für Pascals großes Talent und außerdem komme ich als Zweitplatzierter nun in den Genuss von fünf Litern Wein, den wir aus Italien mitgebracht hatten", scherzte Lindner.

 

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Colditz/Hausdorf. Ein Gleitschirmflieger mit Höhenangst! Als Pascal Hänchen mal auf ein Baugerüst steigen sollte, führte kein Weg hinein. Beim Zielfliegen am Wochenende überraschte der 36-jährige Neueinsteiger auf dem Haidenberg sowohl Zuschauer als auch Konkurrenz. Der Anfänger verwies im Stechen ausgerechnet seinen Colditzer Vereinspräsidenten und Lehrer Volker Lindner auf Platz zwei. Selbst auf dem Podest machte Pascal mit Pokal eine gute, vor allem schwindelfreie Figur.

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Der 76-jährige Horst Werner, ältestes Mitglied im Colditzer Gleitschirmclub, verzichtete diesmal auf einen Start mit dem Gleitschirm: „Meine Beine! Bei der Landung staucht es eben doch ganz schön." Trotzdem freute er sich über das dreitägige Spektakel aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Vereins. Der einstige GST-Pilot, der damals mit der JAK 18 so manche Platzrunde flog, ist wie kaum ein Zweiter mit dem Haidenberg, dem heimlichen Dach des Muldentals, verbunden: „Als Kinder ließen wir mit unserem Lehrer Oswald Placzewski hier oben Flugmodelle starten." Vorsitzender Lindner: „Schon vor dem Krieg wurde auf dem Haidenberg geflogen – im Segelgleiter SG 38 wurde hier der Pilotennachwuchs mit Gummiseil angeschleppt." Dietmar Schulz, Dietmar Siegel, Ulli Rieche und Volker Lindner waren die Ersten, die 1991 mit Gleitschirmen an die alten Colditzer Flugtraditionen anknüpften. Inzwischen ist der Verein um Volker und Arne Lindner sowie Andreas Jacob, Hans-Jürgen Speck, Volker Hübner, Klaus Strube, Wolfgang Storl und all die anderen eine feste Größe in Colditz. Vor allem, weil die Mitglieder trotz Gastflügen in Frankreich, Österreich oder Griechenland die Heimat nie vergessen und auch Muldentaler Laien an der Schönheit der Sportart teilhaben lassen. So konnte Susann Hänsel aus Raschütz zusammen mit Achim Kretzschmar im fliegenden Trike abheben: „Ich hab‘ sogar meinen Opa Armin auf dem Hof gesehen. Der hatte auch gewunken. Ich muss ihm nachher noch sagen, dass ich es war, der da in 300 Metern Höhe über ihm kreiste." Der 14-jährige Robert Ulrich, selbst Modellflieger, weiß jetzt: Wenn die Gleitschirmflieger die Beine nach dem Start spreizen, machen sie nicht etwa in die Hosen. „Das ist vielmehr das Zeichen für den Mann an der Winde, der lässt das Seil locker, damit der Flieger ausklinken kann."

Haig Latchinian

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