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Grimma 20 Jahre auf den Spuren Mutzschener Geschichte
Region Grimma 20 Jahre auf den Spuren Mutzschener Geschichte
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11:09 07.03.2018
20 Jahre Heimatverein: Gemeinsam wir in Chronik und Erinnerungen gestöbert. Quelle: privat
Grimma/Mutzschen

20 Jahre Heimatverein Mutzschen war für dessen Mitglieder Anlass, einmal gemeinsam in der Chronik des Vereines zu stöbern. Bei einem Treffen in der Wassermühle dieser Tage kamen viele Erinnerungen zurück.

Attraktive Veranstaltungen

Die Gründung des Vereins Ende 1997 war gar nicht so einfach. Jutta Barthel, Leiterin des Mutzschner Museums, und Frank Uhlig mussten häufig den Weg zum Amtsgericht Grimma zurücklegen. 20 Mitstreiter wollten sich mit der Heimatgeschichte in und um Mutzschen beschäftigen. „Jedes Jahr gab es neue Ideen, um ein interessantes, kulturvolles Leben im Verein und gemeinsam mit den Mutzschener Bürgern zu gestalten“, erinnert sich der ehemalige Vereinsvorsitzende Hans Dittmann und zählt Weinfeste, Sonnenwendfeiern, Weihnachtsfeste, Wasserpfeife rauchen im Hungerturm sowie Veranstaltungen mit dem Stadtmuseum auf. „Sie hatten einen festen Platz in unserem Terminkalender.“ Aber auch die unmittelbare Umgebung der Stadt interessierte die Vereinsmitglieder. Sie besuchten die Parkanlagen in Machern, die Städte Leisnig, Mügeln und Döbeln, Kloster Buch und viele andere geschichtsträchtige Orte in der Region.

Schloss Mutzschen im Fokus

Eine besondere Rolle spielte Schloss Mutzschen. „Es wurde zu vielen Veranstaltungen des Vereines genutzt“, so Dittmann, wobei ein besonderer Höhepunkt die 300-Jahrfeier des Gebäudes 2003 war. Gut besucht waren auch die jährlichen Vorträge im Frühjahr. Themen wie „Mutzschen vor 50 und 100 Jahren“, „Die „Mutzschener Diamanten, „Die Kleinbahn in Mutzschen“ fanden eine Menge Zuhörer. „Mitunter reichte der Saal nicht aus“, schmunzelt er zufrieden. „Beim Vortrag unseres Mitgliedes Frieder Bitzer über die Geschichte des Ambulatoriums mussten sogar 50 Bürger nach Hause geschickt werden, der Vortrag wurde eine Woche später noch einmal wiederholt.“

Mit weit über je 200 Besuchern aus nah und fern hatte der Verein auch nicht gerechnet, als er die Eiskellerfeste 2009 und 2011 und das Kleinbahnfest am Bahnhof 2007 plante. „Noch heute ist vom ersten Eiskellerfest etwas geblieben“, berichtet Dittmann: „Der Chor, der sich jeden Monat einmal zum Singen unter Leitung von Gudrun Zerson trifft.“ Stolz ist der Verein auch auf das Denkmal, das er anlässlich des 200. Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig an der Friedhofsmauer anlegte. Es ehrt die Bauern dieser Zeit, die die vielen Toten vom Wermsdorfer Schloss zum Massengrab in den Lindig transportierten.

Ehrgeizige Pläne

„Natürlich wollen wir auch im 21. Jahr des Bestehens des Heimatvereines unsere geschichtliche Neugier befriedigen und wieder mit den Mutzschenern und für sie Veranstaltungen organisieren“, verspricht die heutige Vorsitzende Hannelore Blasko. Geplant sind dabei unter anderem Themennachmittage für Senioren, der Ausbau der Zusammenarbeit mit der Mühle, die Ausgestaltung des Volkstrauertages und eine gedankliche Reise nach Frankreich, um dort Wein zu verkosten. Ebenso will sich der Verein weiter um die Aufstellung von Informationstafeln in der Stadt bemühen. „Weil uns neue Mitglieder und ein bezahlbarer Raum zur Aufbewahrung unserer Utensilien fehlen, wollen wir uns 2018 insbesondere auch dieser Probleme annehmen“, sagt Dittmann. „Wir sind jedoch zuversichtlich und positiv gestimmt, diese zu lösen.”

Von Ines Alekowa

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