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Grimma 200-Meter-Windräder in Großbardau werden montiert
Region Grimma 200-Meter-Windräder in Großbardau werden montiert
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17:38 03.04.2017
Ungewöhnliche Perspektive: Eins von drei Rotorblättern – liegt kurz vor der Montage noch am Boden. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma/Großbardau

Der Bau von zwei Windkraftanlagen in Großbardau steht kurz vor dem Abschluss. Damit endet für diese Windräder, knapp 28.000 solcher Anlagen gibt es in ganz Deutschland, ein fast zehnjähriger Weg von der Planung über das Genehmigungsverfahren und dem Errichten bis hin zur Inbetriebnahme voraussichtlich Ende April – wenn weiterhin alles planmäßig läuft.

Der Bau von zwei Windkraftanlagen in Großbardau steht kurz vor dem Abschluss. Die Kosten für ein Windrad belaufen sich auf etwa sieben Millionen Euro.

Dass diese Windräder nun sichtbar das Landschaftsbild verändern, ist ihrer Höhe geschuldet. „Die 60 Tonnen schwere Gondel ist auf 143 Meter Höhe montiert und die Gesamthöhe, also Blattspitze gerade nach oben gerichtet, beträgt 200 Meter“, erklärte Alexander Leistner von der Planungsgesellschaft Terrawatt als Generalunternehmer. Und: „Der gut 55 Tonnen wiegende Rotor hat einen Durchmesser von 114 Metern, das heißt, ein Blatt ist 57 Meter lang.“

Die Kosten für ein Windrad belaufen sich auf etwa sieben Millionen Euro. Darin enthalten sind sowohl Material- und Baukosten als auch Nebenkosten wie das Herstellen von Baustraßen, das Verlegen von Kabelleitungen und dergleichen mehr. Auf etwa 20 Betriebsjahre konzipiert, müssen sich die Windräder ganz schön drehen, um sich zu amortisieren. Denn Ziel sei es, so Leistner, pro Jahr etwa zehn Millionen Kilowattstunden Strom zu erzeugen, was dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von etwa 4000 Zweipersonenhaushalten entspricht, wohlgemerkt pro Windrad. Dafür müssen die drei Rotorblätter einen 3,4 Megawatt Generator bewegen.

Weitere Details zu den neuen Windrädern durch die Betreiber gibt es am Dienstag im Ortschaftsrat Großbardau, der um 18.30 Uhr im Feuerwehrraum Kleinbardau tagt.

Von fsw

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