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Grimma 2203 Schulanfänger im Landkreis – Grimma legt bei Erstklässlern zu
Region Grimma 2203 Schulanfänger im Landkreis – Grimma legt bei Erstklässlern zu
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06:00 06.08.2016
(v.l.) Beatrice Klotsche, Stephan Ruland und Julia Kopenhagen stehen erstmals in Trebsen vor einer Schulklasse. Dabei werden sie von Karin Mehlhorn, Petra Paschke und Eva-Maria Makowka unterstützt. Quelle: Frank Schmidt
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Borna/Grimma

Exakt 2203 ABC-Schützen feiern im Landkreis Leipzig ihren Schulanfang. Das geht aus der Statistik der Bildungsagentur Leipzig hervor. Insgesamt bleiben die Schülerzahlen zwischen Wurzen und Geithain im neuen Schuljahr stabil, sagt der Sprecher der Bildungsagentur, Roman Schulz.

Einen Ausreißer stellt die Stadt Grimma dar. Mit 270 Schulanfängern begehen 54 mehr als im Vorjahr den neuen Lebensabschnitt. Am stärksten sind die Grundschulen in den Wohngebieten Süd und West nachgefragt. Aber auch kleinere Schulen wie in Hohnstädt und in den eingemeindeten Ortsteilen Nerchau, Großbothen und Mutzschen müssen um ihre Zukunft nicht bangen.

Auch in den insgesamt 19 Oberschulen, an denen im Schuljahr 2016/127 insgesamt 6861 Mädchen und Jungen unterrichtet werden, sind die Klassenräume ab Montag gut gefüllt. Zudem besuchen 4370 Schüler die sechs Gymnasien in Grimma, Wurzen, Brandis, Borna, Groitzsch und Markkleeberg. Damit entsprächen die Zahlen etwa denen des letzten Schuljahres, so Schulz weiter. Der Bevölkerungszuwachs wie in der Großstadt Leipzig, wo die Schulen längst aus allen Nähten platzen, sei in dieser Form höchstens im Speckgürtel, etwa in Markkleeberg und Markranstädt, angekommen.

Allerdings gibt es durchaus nennenswerte Unterschiede bei den Bildungseinrichtungen im Landkreis, speziell bei den Grundschulen. Schulen wie den beiden Markkleeberger Einrichtungen, an die 370 beziehungsweise 346 Schüler gehen, sowie der Clemens-Thieme-Grundschule in Borna-Nord (324) oder Grundschule Borsdorf (275) stehen kleinere Bildungseinrichtungen insbesondere auf dem flachen Land gegenüber. So besuchen 69 Schüler die Grundschule in Mutzschen, 72 die Narsdorfer Schule sowie 78 die Lobstädter Grundschule.

Ein Sonderfall ist zudem die Grundschule in Deutzen. Hier gab es nach langem Hin und Her doch noch die Genehmigung für die Einschulung von nunmehr zwölf Erstklässlern, die jahrgangsübergreifenden Unterricht erhalten. Das ist ein Novum im Landkreis Leipzig. Die Grundschule Deutzen ist mit 65 Grundschülern die kleinste Bildungseinrichtung im Landkreis.

Dass Deutzen im Kampf um die Grundschule erfolgreich agiert, hat mit der veränderten Politik der sächsischen Staatsregierung zu tun. Auch wenn es Schulagentursprecher Schulz nicht sagt: Es ist alles andere als ein Geheimnis, dass kein ernstzunehmender Politiker heutzutage noch eine Schulschließung auf dem flachen Land verantworten möchte. Das Schulmoratorium, mit dem die Dresdner Staatsregierung bereits vor Jahren eine Perspektive auch für Schulen mit weniger als der erforderliche Schülerzahl ermöglichte, gilt unausgesprochen noch immer. Es dürfte vielmehr seinen Ausdruck auch im neuen sächsischen Schulgesetz finden, dessen Verabschiedung seit längerem erwartet wird.

Was die Entwicklung der Schülerzahlen generell wie auch im Landkreis Leipzig anbelangt, „so haben wir die Talsohle durchschritten“, macht Schulz klar – und zwar unabhängig von den steigenden Asylbewerberzahlen. Es sei davon auszugehen, dass nach dem Anstieg der Einwohnerzahlen und damit verbunden steigenden Schülerzahlen in den sächsischen Großstädten dieser Trend mit Verzögerung auch in deren Umland und damit auch im Landkreis Leipzig zu spüren sein wird. So, wie es bereits jetzt am Beruflichen Schulzentrum Leipziger Land in Böhlen zu sehen ist. Dort wurde jetzt die Einrichtung einer weiteren Klasse am Beruflichen Gymnasium genehmigt, sagt die Sprecherin des Bornaer Landratsamtes, Brigitte Laux. Damit nehmen im neuen Schuljahr 38 Schüler in der Fachrichtung Biotechnologie sowie 21 Schüler in der Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften ihre Ausbildung in Böhlen auf.

Von Nikos Natsidis

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