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Grimma 44 Händler zum Auftakt 2017: Beim Frischemarkt in Grimma wird es eng
Region Grimma 44 Händler zum Auftakt 2017: Beim Frischemarkt in Grimma wird es eng
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10:35 12.03.2018
Im vorigen Jahr kamen über 20 000 Menschen zu den neun Frischemarkt-Tagen in Grimma. Quelle: Thomas Kube
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Grimma

Sie lächelt dieser Tage von hunderten Laternenmasten herab. Sie ist schön und besticht mit einem makellosen Teint. Ins Auge fällt aber vor allem ihre farbenfrohe Kopfpracht. Wo sich sonst Haare ringeln, schmückt sich die adrette (Gemüse-)Frau mit Salat, Paprika, Tomate und Aubergine.

500 Plakate hat Grimmas Kulturbetrieb anfertigen lassen und großflächig an den Straßen verteilt, um für den Frischemarkt in der Klosterkirche zu werben. 44 Händler bieten am Sonnabend vier Stunden lang alles feil, was das Küchenherz begehrt. Es ist der Auftakt für neun Markttage in diesem Jahr – bis zum November jeden dritten Sonnabend im Monat von 8 bis 12 Uhr. Damit rücken die städtischen Marktbetreiber zwei Stunden nach vorn. Das sei ein Wunsch der Besucher gewesen, gibt Grimmas Marktmeister Frank Schütz zu verstehen. „Die Leute wollen beizeiten einkaufen.“

Der Grimmaer Frischemarkt erlebte im März vorigen Jahres seine Premiere. „An drei Markttagen haben wir geklickt und die Zahl dann hochgerechnet“, verrät Schütz und weiß zu berichten, dass im ersten Jahr 22 200 Besucher ihre Körbe und Taschen mit frischen Waren aus der Region füllten. Für die Stadt ein Volltreffer. „Das hat alle Erwartungen übertroffen“, betont der Marktmeister. Offenbar rieben sich auch die Händler zufrieden die Hände. Beim Stammtisch im Januar habe es nur positives Feedback gegeben, berichtet Schütz. Viele Direktvermarkter hätten neue Kunden gewonnen, die jetzt regelmäßig deren Hof ansteuern.

Der Erfolg lockt an: 2016 gab es im November mit 36 Händlern die beste Beteiligung, zum diesjährigen Auftakt rücken 44 Händler an. „Es wird eng“, merkt Schütz an. Deshalb wird nun auch die Kreuzstraße zwischen Paul- Gerhardt- und Lorenzstraße ins Geschehen in und an der Klosterkirche einbezogen. Noch zehrt die Stadt vom Fördergeld in Höhe von 23 000 Euro für zwei Jahre, so dass für die Händler keine Standgebühr anfällt. Die Direktvermarkter müssen im Prinzip nur Ware, Kasse und Waage mitbringen, dann wird ihnen einer der 36 Stände zugewiesen, die die Stadt für den Frischemarkt anfertigen ließ und ins Flair der Kirche passen. Ab 2018 werden jedoch Standmieten fällig. „Das wissen die Händler“, so Schütz.

Die Waren des Frischemarktes kommen direkt vom Hof, vom Feld oder aus der Backstube. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Händler im Landkreis Leipzig zu Hause, allein zum Auftakt finden sich unter ihnen 29 Direktvermarkter, die sich meist mit einem Hofladen begnügen. „Mit dem Frischemarkt wollen wir ja zeigen, was die Region kulinarisch zu bieten hat und die hiesigen Direktvermarkter unterstützen“, nennt Schütz ein Anliegen.

Zum Start am Sonnabend stehen neben den Produkten für den Gaumen auch Pflanzen zum Verkauf. Als Highlight kündigt Schütz Betonkünstlerin Sylvia Fae-Lohse an. Die Frau aus Lossen bei Nossen fertigt aus Beton kleine Übertöpfe an. „Wir werden zu jedem Frischemarkt etwas Besonderes bieten“, verspricht der Marktmeister. Ostersamstag wird es was rund ums Ei sein. Eine Institution auf dem Frischemarkt ist hingegen Robby Höhme aus Dürrweitzschen. Der Profikoch zaubert vor den Augen der Marktbesucher schmackhafte Gerichte. Die Zutaten sammelt er kurz zuvor bei Händlern ein und lässt sich dann auf der Bühne über die Schulter schauen. Und an sechs Sonnabend wird sich Clown Bemme mit den Kindern beschäftigten, während die Erwachsenen an den Waren vorbeischlendern.

Zum Stammtisch wurde übrigens die Idee einer Bonuskarte geboren. An der Treueaktion nehmen alle Händler teil. Bei einem Einkauf ab fünf Euro bekommt der Marktbesucher einen Stempel in die Karte. Hat er nach einem oder mehreren Markttagen neun Stempel zusammen, kann er an einer Verlosung teilnehmen. Zu gewinnen gibt es pro Markt einen prall gefüllten Frischewaren-Korb.

Von Frank Prenzel

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