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50 Handwerker und Gewerbetreibende präsentieren sich im Pep Grimma

Muldental 50 Handwerker und Gewerbetreibende präsentieren sich im Pep Grimma

Gute Zeiten für das Handwerk, die Häuslebauer investieren in ihre Immobilien. Davon profitiert gegenwärtig das Baugewerbe, was sich auch bei den Handwerkern und Dienstleistern im Landkreis Leipzig widerspiegelt. Wer sich über das Handwerk der Region informieren möchte, der kann das am Freitag 9 bis 20 Uhr und Sonnabend 9 bis 18 Uhr tun.

Der Schein trügt: Karsten Fuhrig (l.) und Sohn Peter wollen sich nicht auf den Erfolgen als Möbeltischler ausruhen – sie nehmen sie an der Handwerkerschau teil.

Quelle: Frank Schmidt

Grimma. Die 11. Muldentaler Handwerkerschau hat am Donnerstag im Einkaufsmarkt Pep Grimma ihre Pforten geöffnet. Noch bis zum Sonnabend präsentieren sich über 50 Handwerker und Gewerbetreibende mit ihren Offerten aus dem Ausbau- und Baunebengewerbe wie Heizungs- und Fensterbau sowie Stuckateure, Elektro- und Elektronik, Klempner, Fliesenleger und Maler. Aber auch das Ernährungsgewerbe hat inzwischen die Muldentaler Handwerkerschau für sich als Ort der Präsentation entdeckt, so dass vor allem Back- Fleisch- und Fischwaren zum Angebotssortiment gehören. Das etwas andere Handwerk präsentiert sich mit Kunsthandwerk, etwa dank Töpferei, Holzgestaltung und Kalligrafie.

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Vom 3. bis 5. März nehmen über 50 Handwerker im PEP Grimma unter dem Motto „Gemeinsam für die Region“ bei der Muldentaler Handwerkerschau teil. Neben Dachdeckern präsentieren sich Maler, Elektriker, Klempner, Heizungsbauer und viele andere Gewerke.

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Am oberen Eingang des zur Messehalle umfunktionierten Pep-Einkaufszentrums müssen die Besucher an einer Blütenpracht vorbei. Sinnbildlich gesehen reflektiert damit Blumenhändler Peter Linder die gute Stimmung im Handwerk, wie sie auch Ingo Schöne von der Kreishandwerkerschaft beurteilt. „Ja, das Handwerk hat den sprichwörtlich goldenen Boden. Und wir gehen davon aus, dass das Schrittmaß eingehalten wird. Sowohl auf der Angebotsseite durch die Handwerkerschaft, die ihr Geld wert ist, als auch auf der Seite der Verbraucher, die von einer guten Lohnentwicklung profitieren und auf das gute Handwerk setzen“, ist Schöne überzeugt. Daran könne auch der gesetzliche Mindestlohn nichts ändern. Im Gegenteil, so Schöne, habe der dazu beigetragen, dass im Bäcker- und Fleischerhandwerk Arbeitsplätze gesichert und gar neu geschaffen werden konnten. Allerdings sagt er auch, dass der ausnahmslos gezahlte gesetzliche Mindestlohn nur die halbe Miete sei. Noch besser wäre es, wenn nach Tarif vergütet werden würde, was nicht überall der Fall sei. Claus Gröhn erinnert an den Fachkräftemangel. „In den nächsten zehn Jahren gehen ein Drittel der Handwerksmeister in den Ruhestand“, lässt der Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig aufhorchen.

Insofern spricht der Grimmaer Dachdeckermeister Johannes Heine nur bedingt vom goldenen Handwerkerboden. „Man muss mit Fachkräften gut aufgestellt sein, was voraussetzt, dass man in die Ausbildung investiert.“ Hinter vorgehaltener Hand lässt Maler Marcus Hempel aus Zschoppach wissen, dass er vom schwächelnden Geldmarkt profitiere. „Statt sparen lieber renovieren, darauf würden sich seine Privatkunden, die etwa 60 Prozent der Aufträge ausmachen, besinnen. Ihm ist es dabei wichtig, in der Region zu arbeiten. Obwohl die Auftragslage so gut ist, dass Jürgen Hessel vom Glas- und Systembau in Nerchau Mitarbeiter sucht, möchte er verstärkt Privatkunden akquirieren. Zum Mindestlohn hat er eine klare Meinung. „Gute Leute müssen gut bezahlt werden, denn die Mitarbeiter sind das wahre Kapital jeder Firma.“ Möbeltischler Karsten Fuhrig aus Borsdorf setzt auf Nischenprodukte, „weil es immer schwieriger wird, mit den industriell gefertigten Produkten mithalten zu können.“

Von Frank Schmidt

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