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500 Sportler gehen beim Radrennen in Grimma an den Start

Rund ums Muldental 500 Sportler gehen beim Radrennen in Grimma an den Start

Etwa 500 Sportler aller Altersklassen gingen bei der 25. Auflage des Radrennens „Rund ums Muldental“ an den Start. Der Wettbewerb war nicht ganz ohne. Ein steiler Anstieg ging an die Kräfte der Teilnehmer. Ehrengast Olaf Ludwig saß auch im Sattel.

Große Bühne für Kleine Friedensfahrt: Olaf Ludwig (l.) gibt für motivierten Nachwuchs den Startschuss.
 

Quelle: Frank Schmidt

Grimma.  Die 25. Auflage des bundesoffenen Straßenrennens für Lizenz- und Hobbyfahrer, wie das Rennen „Rund um das Muldental“ in Grimma-Hohnstädt traditionell genannt wird, war für die etwa 500 Radsportler aller Altersklassen nicht ganz ohne. Auf dem 12,3 Kilometern langen Parcours, der von Hohnstädt über Trebsen und Wednig sowie über Bahren und zurück nach Hohnstädt führte, galt es die Körner gut einzuteilen, um nicht am Gänseberg alle verloren zu haben. Denn an diesem Anstieg, der am Ende einer jeden Runde zur Qual wurde, sollte sich die Spreu vom Weizen trennen. „Bis dahin musst du dich im Feld verstecken, aber dann heißt es Kraft, Kraft und nochmals Kraft investieren“, hatte sich Holger Polzin eine Taktik zurechtgelegt. Aber wie viel Prozent Steigung hat der Gänseberg? „Steil, sehr steil“, sagte der Grimmaer Radsportler. Für Thomas Bache war nicht nur der Anstieg „belastend“. Die letzte Runde überhaupt sei sehr anstrengend gewesen. „Da wurde im Hauptfeld bis zum Anschlag gedrückt und so auch den Gänseberg raufgefahren“, sagte der Rennfahrer aus Pomßen. Aber am Feld habe es nicht gelegen. „Das ist immer stark, meine Leistungen waren dieses Mal nicht so gut“, bilanzierte er selbstkritisch. Bei der Frage nach den Prozenten am Berg musste er ebenfalls passen. Damit biss man auch bei Thomas Kensy aus Lübben auf Granit. „Ich fahre grundsätzlich ohne Fahrradcomputer und verlasse mich auf mein Körpergefühl“, sagte der Spreewälder Rennfahrer und wagte dennoch eine Schätzung von „mindestens 12 Prozent“. Markus Deckert aus Leipzig nannte nach vier Runden der Hobbyfahrer eine ganz andere Hausnummer. „Bestimmt 22 Prozent - gefühlt jedenfalls, aber genau weiß ich es auch nicht.“ Oh je. Nun also musste ein Profi ran. Etwa Olaf Ludwig, die Radsportlegende aus Gera. Er war Ehrengast bei dem Rennen und ließe es sich nicht nehmen, die Strecke abzufahren. Nicht etwa im Führungs- oder Schlussfahrzeug, nein standesgemäß im Sattel sitzend. Und was zeigte sein GPS-Tacho am Gänseberg an? „Das erste 300 Meter lange Stück 14 Prozent, die letzten 200 Meter nur sieben Prozent.“ Nur ist gut. Für manch einen der Rennfahrer waren diese 500 Meter rennentscheidend.

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Am Sonntag fand in Grimma das Radrennen „Rund ums Muldental“ statt – hier ein paar Impressionen.

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Viel entscheidender war, dass mit dem Wettkampf der Ruf von Grimma als Sportstadt gestählt wurde. Zu verdanken war das der federführenden Radsportgemeinschaft Grimma (RSG) als Organisator und Ausrichter, sowie dem Hohnstädter Sportverein, der für Speis und Trank sorgte. „Neben all den vielen Sponsoren hat sich sogar der Wettergott als Gönner erwiesen und auch sonst ist alles ohne Stürze und Zwischenfälle abgelaufen“, bilanzierte Mario Langer, der mit seinen insgesamt etwa 50 Mitstreitern vom RSG, Ehrenamtlichen und freiwilligen Helfern seit sechs Uhr morgens auf den Beinen war. „Ohne die würde das nicht funktionieren“, nutzte er die Gelegenheit für ein Dankeschön. Das kam dann auch von Ludwig an den RSG. „Solche Rennen sind sehr gut, weil sie für die Nachwuchsgewinnung wichtig sind.“ Und wenn die Eltern mit ihren Kindern zum Rennen kommen, etwa zur Kleinen Friedensfahrt, für die Ludwig übrigens auch den Startschuss gab, dann werden Erinnerungen an seine Anfänge wach, bevor er ins Leistungszentrum wechselte.Mittlerweile habe er seinen rein sportlichen Ehrgeiz verloren. „Geblieben ist der Spaß am Radfahren und an der sportlichen Bewegung“, sagte der einst erfolgreiche Radsportler

Von Frank Schmidt

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