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5000 Euro weniger - Schaddelmühle muss kleinere Brötchen backen

5000 Euro weniger - Schaddelmühle muss kleinere Brötchen backen

Von einer Streichung von 5380 Euro muss das Künstlerhaus Schaddelmühle in diesem Jahr rechnen. Grund sind die Kürzungen durch den Kulturraum Leipziger Raum, der die Landkreise Leipzig und Nordsachsen umfasst.

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Quelle: Thomas Kube

Grimma/Schaddel. Bisher erhielt das Künstlerhaus Schaddelmühle 35 380 Euro. In diesem Jahr sollen es nur 30 000 Euro sein.

"Im Gegensatz zu vielen anderen Kultureinrichtungen, die der Kulturraum fördert, erhalten wir nur Mittel für bestimmte Projekte", erklärte Frank Brinkmann Geschäftsführer des Fördervereins. "Wir erkennen die Situation, in der der Kulturraum steckt. Der Kulturraum will auch versuchen, bei zusätzlichen Mitteln aus Dresden die Projektgelder anzupassen", so Brinkmann. Trotzdem müsse der Verein sehen, wie er eine Deckung für die Schwerpunkte des Vereinsprogramms hinbekommt. "Über Eigenleistungen und durch neue Strukturen wollen wir das schaffen", meinte Brinkmann. Allerdings stoße der Verein immer mehr an seine Grenzen. "Gebühren für Eintritte und Kurse zu erhöhen, bedeutet, dass die Interessenten dafür ausbleiben", erklärte er. Somit würden zum Beispiel Künstler ausgeschlossen, die es sich nicht leisten können, einen wichtigen Kurs zu besuchen", meinte der Keramikkünstler. In der Werkstatt würden viele Workshops für Künstler, Arbeitstage mit Schulklassen, Keramikkurse für Kinder und Ferienangebote stattfinden. Nicht zuletzt sei die Schaddelmühle ein Begegnungsort für Künstler und Laien im Bereich der bildenden Kunst. Trotz der eingeschränkten Mittel sei es gelungen, ein ansprechendes Jahresprogramm aufzustellen.

Gegenwärtig präsentieren sieben Künstler unter dem Motto "Kunst aus Heimaterden", ihre Werke, die in einem Workshop im vergangenen Jahr entstanden sind. In Planung ist ein Workshop mit der Leipzigerin Franziska Köllner zur Raku-Technik, einer japanischen Glasurtechnik. Eine weitere Ausstellung ist vom 1. April bis 31. Mai mit Manfred Fahrnländer und seiner Tochter Beate geplant. "Der Bad Lausicker und seine Tochter aus Lörrar stellen Malerei und Grafik aus", wirbt Brinkmann. Die Vernissage ist am Ostermontag, 6. April, ab 15 Uhr geplant. Am 18. April wird es entsprechend der Ausstellung einen Kurs Aquarellmalerei geben. Dazu sei eine Anmeldung erforderlich. Eine weitere Ausstellung plant dagegen der in Balingen geborene Stefan Kübler im Juni. Er studierte in den 90er Jahren Design an der Fachhochschule Anhalt in Dessau und Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Er war ein Meisterschüler von Ralf Kerba. Der Künstler bietet auch einen Malkurs vom 17. bis 21. Juni in der Schaddelmühle an. Insgesamt würde das Künstlerhaus in diesem Jahr fünf Ausstellungseröffnungen mit musikalischer Umrahmung anbieten. Doch auch Schülercamps stehen auf der Vorhabensliste in Schaddel. Nicht zuletzt hätten sich Künstler angemeldet, die die Alteliers nutzen. Einmal im Monat würde zum Beispiel zum Aktzeichnen oder zur Kaltnadelradierung eingeladen. Der Workshop "Kunst aus Heimaterde" wird in der zweiten Jahreshälfte fortgeführt. Im Rahmen der Lutherdekade ist auch ein Kunstprojekt gemeinsam mit dem Künstlerhaus Prösitz geplant.

Nicht zu letzt beteiligt sich die Schaddelmühle am Geopark "Porphyrland. Steinreich in Sachsen." Der Kulturförderverein Schaddelmühle präsentiert das Geoportal Erden der Keramik in Schaddel. Dazu gehört ein Wandbild aus Keramik, das in GeithainW aus der Firma Getex abmontiert wurde und jetzt seine Heimstätte in Schaddel hat.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.02.2015
Cornelia Braun

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