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Grimma 55 Autoren bewerben sich um Grimmaer Literaturpreis
Region Grimma 55 Autoren bewerben sich um Grimmaer Literaturpreis
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17:45 29.09.2015
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Daneben ist es das Anliegen des Fördervereins des Göschenhauses, Werk und Leben des Schriftstellers Johann Gottfried Seume (1763-1810) in Deutschland bekannter zu machen sowie Projekte im Göschenhaus finanziell anzuschieben, für die die Stadt kein Geld hat. Die Preisverleihung am 5. Dezember, bei der dem Gewinner 3000 Euro sowie die Veröffentlichung eines seiner Texte winken, rückt näher, die Bewerbungsfrist für die Autoren ist bereits abgelaufen. Die Mitglieder der dreiköpfigen Jury - der Vorstandsvorsitzende des Arethusa Vereins, Thorsten Bolte, die Siegerin des Literaturpreises 2013, Konstanze John, und der Berliner Literaturwissenschaftler Dr. Patrick Baumgärtel - sind gerade mitten im Auswahlprozess.

55 Autoren aus dem gesamten Bundesgebiet, aber hauptsächlich aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, haben rund 200 Texte eingereicht. Das sind deutlich mehr als vergangenes Jahr. Bolte: "Der Preis wird immer bekannter, was sicher auch mit dem neuen Internetauftritt des Vereins seit Anfang dieses Jahres zusammenhängt."

Mit Seume habe man einen hoch politischen Autoren, der hauptsächlich Reiseberichte geschrieben hat und politische Missstände aufzeigte. Beim Verleger Göschen verdiente er sich als Korrektor das Geld für seine Reise nach Syrakus in Italien. Die Tradition der kritischen Reiseberichterstattung wolle man mit dem Preis weiterführen. So komme es, dass rund 50 Prozent der Einreichungen Reiseberichte seien. Bolte: "Bei den Texten spielt dieses Jahr die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit verstärkt eine Rolle. Eine Autorin vergleicht DDR und BRD, berichtet aus ihrem Leben in zwei Systemen und von ihrer Reise in die USA." Daneben wurden Reiseberichte aus Ländern eingereicht, die eher selten bereist werden. "Mit dabei ist eine Frau, die durch den Iran gefahren ist und dort überall sehr viel Gastfreundschaft erfahren hat. Sie zeigt ein spannendes und gänzlich anderes Bild als jenes, das von Politik und Medien gezeichnet wird", sagt Bolte.

Die Bewerber müssen nicht zwangsläufig Reiseberichte einreichen. Voraussetzung ist jedoch eine gesellschaftliche Relevanz der Texte. Sie dürfen nicht älter als fünf Jahre sein. Auch die Sprache muss überzeugen. Manuskripte oder Bücher mit wilden Perspektivwechseln und rein fiktionalem Inhalt werden aussortiert. Ansonsten gibt es bei Stilform und Textlänge keine Vorgaben.

Die öffentliche Preisverleihung findet am 5. Dezember, 14 Uhr, im Grimmaer Betsaal im St. Augustin im Beisein von Oberbürgermeister Matthias Berger, der Jury und einem Vertreter der Sparkasse Muldental statt, die den Preis sponsert. Nach einer Laudatio auf den Gewinner wird dieser aus seinem Text lesen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.09.2015

Oliver Becker

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