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Grimma 80 Geschäftsfrauen bei Ladies Lunch in Naunhof
Region Grimma 80 Geschäftsfrauen bei Ladies Lunch in Naunhof
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14:11 31.08.2018
Hier wird nicht getuschelt, sonder Tacheles geredet: Unternehmerinnen beim Ladies Lunch in Naunhof. Quelle: Frank Schmidt
Naunhof

Mit etwa 80 weiblichen Führungskräften aus verschiedenen Unternehmen in ganz Sachsen fand am Donnerstag im Kranwerk Naunhof der 2. Ladies Lunch statt. Eingeladen hatte die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping (SPD).

Youtuberin stellt Marketing-Strategie vor

Damit wurde an das erste Treffen dieser Art vor einem Jahr in Chemnitz angeknüpft, welches als „Vernetzungstreffen“ dem Veranstalter zufolge „eine positive Resonanz erfuhr“. Denn: „Sachsen verfügt über sehr viel Frauenpower“, sagte Köpping. Aber: „Wenn wir in die sächsischen Unternehmen reinschauen, da liegen die Frauen bei den Existenzgründungen nur bei 30 Prozent. Das ist zwar gegenüber anderen Bundesländern schon gut, hat aber Potenzial nach oben auf“, fügte die Ministerin an. Deshalb sei man daran interessiert, „dass sich sächsische Unternehmerinnen näher kennenlernen sowie vernetzen und austauschen“, ergänzte Sprecherin Theresa Schmotz. Sei es beim ersten Ladies Lunch um das Kennenlernen gegangen, stand jetzt Marketing im Mittelpunkt. Dafür trat mit Mirella Precek eine Youtuberin auf, die das sogenannte Influencer-Marketing, eine Disziplin beim Online-Marketing, vorstellte.

Unter den Gästen war Susann Mütze aus Kamenz, die Anfang des Jahres den Gründerinnenpreis 2018 verliehen bekam. „Ja natürlich, dieser Preis hat einen gewissen Marketingwert. Am Ende aber zählen für unsere Kunden immer Leistung und Qualität“, sagte die Chefin einer Tischlerei mit elf Mitarbeitern. Dennoch sei es gut, neue Trends und daraus erwachsene Möglichkeiten zu diskutieren.

Netzwerk von Frauen aus der Region

Aus Bennewitz und damit aus der Region war Ideenmeisterin Katrin Hussock unter den Teilnehmern. Sie hat die Erfahrung gemacht, „dass auf der einen Seite Frauen viel zu wenig netzwerken, auf der anderen Seite Frauen gerne mit Frauen zusammenarbeiten“. Und sowohl für das eine als auch für das andere gebe es noch viel Potenzial, um zu kooperieren und Geschäfte zu machen. Die Voraussetzungen seien optimal. „Die meisten Frauen heutzutage sind gut ausgebildet und müssen sich nicht hinter Männern verstecken“, schätzte Hussock ein.

„Ich freue mich auf die Gelegenheit, mich mit sehr viel starken Unternehmerinnen austauschen zu können“, ließ Sophie Albani als Marketing-Managerin eines bekannten Leipziger Hotels wissen. Gerade in ihrem Job habe sie die Erfahrung gemacht, „das in einer Großstadt wie Leipzig viele Geschäfte und Kooperationen nur durch gutes Netzwerken entstehen können.“ Als eine „echte Verfechterin der Frauenpower“ outete sich Ines Dietrich, die Gründerin einer Leipziger Werber- und Kommunikationsagentur. „Ich finde dieses Treffen sehr gut, weil damit nach außen getragen wird, dass Frauen zusammenhalten, um tolle Sachen zu schaffen und zu realisieren.“

Von Frank Schmidt

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