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85-Jähriger brennt für die Sache der Feuerwehr

85-Jähriger brennt für die Sache der Feuerwehr

Noch immer füllt der heute 85-Jährige die Reihen der Alters- und Ehrenabteilung, so dass er schon sieben Jahrzehnte treu zur Stange hält. Dafür ist ihm nun die äußerst seltene Auszeichnung des Ehrenkreuzes für 70-jährige Zugehörigkeit zuteilgeworden.

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Seltene Ehrung: Gerhard Radke ist mit dem Ehrenkreuz für 70-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr ausgezeichnet worden.

Quelle: Frank Schmidt

Das Ehrenkreuz verlieh ihm der Kreisfeuerwehrverband.

In seinem Heimatort Döben hatte sich Radtke zum Maschinisten qualifiziert und war beinahe 50 Jahre Gruppenführer. Zu DDR-Zeiten übernahm er die Funktion des Brandschutzkontrollleiters. Er ist davon überzeugt, in enger Zusammenarbeit mit seinen Kameraden so manchen Brand verhindert zu haben. Besonders Lob spricht Radke der Frauengruppe aus. "Auf die ist immer Verlass gewesen."

Die dunklen Zeiten in der Feuerwehr Döben, die 1938 gegründet worden war, sind von Flammen verschiedenen Großfeuern in seinem Heimatort erhellt worden. "Ich denke da nur an schlimme Scheunenbrände, den Brand im Bullenstall, im Gemeindeamt oder auch auf dem Schlossgelände", erinnert sich Radke. Doch ebenso gerne denkt er noch zurück an die vielen Vergnügen im Kreis der Kameraden und deren Frauen, sofern diese, wie seine Brunhilde nicht selbst Mitglied der Feuerwehr waren. "Das gesellige Beisammensein war und ist noch heute das A und O für den Zusammenhalt in der Truppe und muss gepflegt werden", sagte der Feuerwehrveteran. Der jetzige Wehrleiter, René Wohllebe lobte, "dass Gerhard noch immer regelmäßig zu Veranstaltungen und Versammlungen kommt. Besonders die Entwicklung und Ausbildung der Jugendfeuerwehr interessieren ihn sehr, wenn diese zum Beispiel ihren Berufsfeuerwehrtag absolvieren."

Mit dieser Neugier am Nachwuchs manifestiert Radke, sprichwörtlich für die Sache der Feuerwehr zu brennen. Und wie aus einem C-Schlauch sprudelt die Antwort auf die Frage heraus, ob er die lange Zeit in der Feuerwehr bereut hat. "Nein, ich würde es immer wieder gern tun."

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.02.2014
Schmidt, Frank

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