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A-Team setzt auf Solidarität in Grethen

A-Team setzt auf Solidarität in Grethen

Grethen. Auf der Suche nach einer für Bürger, Dorf und Abwasserzweckverband gleichermaßen wirtschaftlich tragfähigen Lösung des Abwasserproblems in Grethen, sind sich Geschäftsführung des Abwasserzweckverbandes (AZV) Parthe und Bürgerinitiative „Abwasser-Team" weiter näher gekommen.

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Fazit der jüngsten gemeinsamen Beratung, bei der verschiedene Varianten erörtert worden sind: AZV und „A-Team" bevorzugen grundsätzlich eine zentrale Abwasseranlage. Das Abwasser soll dafür an einem Punkt im Dorf zusammengeführt werden und dann mittels Druckleitung in das zentrale Netz des AZV in Großsteinberg übergeleitet werden.

Differenzen gab es zunächst noch im Detail. Während der AZV auch im Ort selbst eine Druckrohrvariante favorisiert, bei der jedes Grundstück mit einer eigenen Pumpstation ausgerüstet werden muss – Investitionskosten: jeweils mindestens 5000 Euro plus Kosten für Kraftstrombetrieb – fordert die Bürgerinitiative eine Lösung, die ein Freigefälle vorsieht.Dabei sollen zur Kostenreduziierung auch einige wenige private Grundstücke gekreuzt werden.

Nachteil der Freigefälleleitung: Sie ist kostenaufwändiger und liegt über den Fördergrenzen des Freistaates Sachsen. Nach Auffassung der Bürgerinitiative könne es jedoch sinnvoll und geboten sein, mit allen Grundeigentümern in Grethen über eine Kostenbeteiligung zu diskutieren. Nach aktuellem Planungsstand kämen auf jedes Grundstück Kosten in Höhe zwischen 3000 und 4500 Euro zu. Nach Meinung der Bürgerinitiative relativiere sich diese Belastung jedoch, wenn man in Betracht ziehe, dass in vielen Fällen umfangreiche Umbaumaßnahmen auf den grundstücken vermieden werden könnten. Außerdem erübrige sich die Nachrüstung von Kleinkläranlagen oder die Errichtung von vollbiologischen Kläranlagen und deren Betrieb. Die Kostenbeteiligung sei überdies einmalig zu zahlen. Dabei wird darauf verwiesen, dass bei Freispiegelkanälen von einer Standfestigkeit von mehr als 60 Jahren auszugehen ist. Die Ausrüstung von Pumpstationen und Kleinkläranlagen dagegen müssten aller sieben bis zehn Jahre erneuert werden, wobei zusätzlich jährlich noch Kosten für Strom, Wartung und Entleerung anfallen.

Wie AZV und Bürgerinitiative betonten, werde bei dem Konzept eine vollständige Beteiligung aller betroffenen Grundstücke vorausgesetzt. AZV-Geschäftsführer Peter Konheiser betonte in dem Zusammenhang: „Hier sind die Solidarität und Gemeinsamkeit der Grethener gefragt." Am 19. Mai wollen AZV und „A-Team" in einer weiteren Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftszentrum Grethen (Beginn: 19 Uhr) das Vorhaben zum Thema machen und mit allen interessierten Einwohnern über Konsequenzen und Kostenbeteiligung diskutieren.

Andreas Läbe

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Von Redakteur Andreas Läbe

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