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Ab Montag will Naunhofer Gymnasium Schüler im Neubau unterrichten

Errichtung in Rekordzeit Ab Montag will Naunhofer Gymnasium Schüler im Neubau unterrichten

Zum Schluss müssen alle noch einmal kräftig in die Hände spucken. Bis ins Wochenende hinein soll gearbeitet werden, denn am Montag muss der Schulbetrieb im Erweiterungsbau des Freien Gymnasiums Naunhof aufgenommen werden.

Im Treppenhaus gingen diese Woche Fliesenleger und Maler zum Endspurt über.

Quelle: Thomas Kube

Naunhof. Zum Schluss müssen alle noch einmal kräftig in die Hände spucken. Die Wege von Handwerkern und Kistenschleppern kreuzen sich. Bis ins Wochenende hinein soll gearbeitet werden, denn am Montag muss der Schulbetrieb im Erweiterungsbau des Freien Gymnasiums Naunhof aufgenommen werden.

In einer Rekordzeit von nur einem Dreivierteljahr wurde das Gebäude aus dem Boden gestampft, das neun Klassenräume, eine Mensa mit Ausgabeküche, Lehrerzimmer, Direktorat und Sekretariat beinhaltet. Auch der Kostenrahmen von 2,5 Millionen Euro wurde laut Architekt Marco Stelzel gehalten – nicht selbstverständlich für solche Großprojekte.

Sein Büro, die Leipziger S.ai Stelzel Architekten & Ingenieure GmbH, stand vor echten Herausforderungen. Nach langen Verhandlungen, die der Träger des privaten Gymnasiums mit Stadt und Geldgebern führte, konnte er im Anfang Oktober mit dem Aushub der Grube beginnen. Er wusste, dass alles knapp wird, denn der Schuljahresbeginn fällt heuer schon auf Anfang August. „Wir hatten also einen Monat weniger Zeit als beim ersten Bauabschnitt“, sagt Stelzel, der 2011/2012 bereits für die Errichtung des Hauses eins verantwortlich war. „Nur jetzt hatten wir 30 Prozent mehr Bauvolumen zu stemmen als damals.“

Architekt Marco Stelzel

Architekt Marco Stelzel

Quelle: Thomas Kube

Dazu kam, dass die Arbeiten im Winter vier Wochen lang ruhen mussten, weil unter fünf Grad Celsius nicht gemauert werden darf. Und dann setzte noch der allgemeine Bauboom angesichts der niedrigen Zinsen ein. „Es wurde schwieriger, Firmen ranzubekommen, viele waren plötzlich ausgelastet“, schildert er die Situation und bemerkt: „Das war alles sehr sportlich.“ Trotz der Schwierigkeiten gelang es Stelzel, dass in Spitzenzeiten bis zu 100 Leute gleichzeitig auf der Baustelle arbeiteten.

Auch zum Endspurt hieß es noch einmal: Klotzen und nicht kleckern! Während die Fußbodenleger in dieser Woche die letzten Stücke des Belags ausbreiteten und Tischler die Türen einsetzen, wurden in anderen Räumen schon die Bänke und Stühle gestellt. Im Haus eins, wo es ein Jahr lang sehr eng zuging und sich die Schulleiterin sogar ein kleines Zimmer mit der Sekretärin teilen musste, rückten die Möbelpacker an, um die komplette Einrichtung der Verwaltung und des Lehrerteams zum Haus zwei zu bringen, wo es mehr Platz geben wird. Draußen fiel das letzte Gerüst. Übers Wochenende soll der Eingangsbereich fertiggestellt und mit dem Weg verbunden werden, der entlang der Parthe zum Haus eins führt. Nur mit der Freifläche zur Wiesenstraße hin, auf der Rasen angesät werden soll, kann sich Stelzel noch etwas Zeit lassen. Laut Vertrag muss sie Ende August fertig sein.

Im Eingangsbereich war noch viel zu tun

Im Eingangsbereich war noch viel zu tun. Um ihn fristgemäß fertigzustellen, wird bis ins Wochenende hinein gearbeitet.

Quelle: Thomas Kube

Heute kommt der TÜV zur Abnahme des Geschaffenen. „Ich habe da überhaupt keine Sorge, denn wir haben das Haus ja schon einmal gebaut“, sagt Stelzel. Abgesehen vom Flachbau, der Mensa und Verwaltung beherbergt, gleichen sich die reinen Unterrichtsgebäude von 2012 und 2016 fast wie ein Ei dem anderen, nur dass das Haus zwei ein Klassenzimmer mehr aufweisen wird.

Gebraucht werden ab Montag noch nicht alle Räume. Im neuen Gebäude, so Schulleiterin Kathrin Mayer, sollen die Fünft- und Sechstklässler unterrichtet werden. Ab Klasse sieben bleiben die Schüler im schon bestehenden Haus. Weil sich das Gymnasium noch im Aufbau befindet, wird es dieses Jahr erstmals eine zehnte Klasse geben, es dauert also nur noch drei Jahre, bis alle Stufen bis zum Abitur vertreten sind.

„Baulich haben wir aber schon jetzt unser Ziel erreicht“, zeigt sich Mayer erfreut. Sie und der Träger der freien Bildungsstätte, die Da-Vinci-Campus Nauen gGmbH, laden alle Interessierten zur offiziellen Eröffnung des zweiten Gebäudes ein. In einer Woche, am 12. August, soll ab 15 Uhr gefeiert werden.

Von Frank Pfeifer

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