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Grimma Abschiedskonzert mit Musik unter Torbögen
Region Grimma Abschiedskonzert mit Musik unter Torbögen
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19:06 13.05.2018
Der Naunhofer Kirchgarten verwandelte sich am Sonnabend in eine Musikarena. Anne Römpke (vorn an der Klarinette) bei den Besuchern. Quelle: Bert Endruszeit
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Naunhof

„Musik unter Torbögen“ war am Sonnabend im Garten der Naunhofer Stadtkirche zu hören. Hinter der gleichnamigen Gruppe verbergen sich Luzia Walsch (Klarinette), Anne Römpke (Akkordeon, Klarinette und Texte), Martin Bux (Cello), Josephine Reitz (Gitarre und Trompete) sowie Karl-Philipp Henschelmann (Perkussion, Alt-Blockflöte, Akkordeon und Gießkanne).

„Musik unter Torbögen“ begeistert Publikum

Schon seit rund sieben Jahren begeistern die jungen Leute in Gärten, bunten Häusern und Kirchen ihr Publikum. Wenn sie nicht gerade Konzerte geben, dann arbeiten die Musiker in der Umweltpsychologie, der Postwachstumsbewegung, als Bio-Gärtner oder Philosophen.

„Das Konzert schließt sich wunderbar an eine ganze Reihe von Veranstaltungen an, die innerhalb des vergangenen Jahres in unserer Stadt stattfanden“, sagte Anne Römpke aus Naunhof.

„Mit einer kleinen Gruppe haben wir ‚Naunhof im Gespräch’ initiiert. Dazu gab es jeden Monat einen Vortrag mit Diskussion zu allen möglichen Themen aus dem Bereich Nachhaltigkeit.“ Ein voller Erfolg sei auch der erste Naunhofer Kleidertausch gewesen. „Die Resonanz war umwerfend“, so die engagierte Christin.

Nun habe man die Gruppe „Musik unter Torbögen“ (MuT) nach Naunhof eingeladen. Die als Straßenmusikband in Erfurt gegründete Gruppe spielt Musik aus aller Welt und greift vor allem auf Rhythmen und Melodien aus Osteuropa und vom Balkan zurück. Vor wenigen Tagen trat MuT bei der ersten langen Klezmernacht in Leipzig auf.

Band hat viele eigene Texte

„Es ist schön zu sehen, wie die Einflüsse der osteuropäischen Folklore unsere Musikkultur bereichern können. MuT kann die Originale dieser Lieder natürlich nicht nachahmen. Es ist eher wie eine Übersetzung in unsere Zeit und unsere Kultur“, erklärte Römpke. Zu vielen der Melodien habe die Band eigene Texte geschrieben. „Diese spiegeln viel von dem wider, was wir bei Naunhof im Gespräch diskutiert haben.“

Deshalb werde in den Liedern beispielsweise das „Containern“ und „Sperrmüllshoppen“ besungen oder das gemeinsame Pflanzen von Apfelbäumen. Darüber hinaus hinterfrage man die vorherrschende Arbeitslogik, und es gibt eine Hymne auf das Fahrradfahren. Viele Lieder handeln aber auch einfach von Lebensfreude, Liebe und Tanz.

Musikalischer Abschied von Naunhof

Mit- und Weiterdenken ist natürlich ausdrücklich erwünscht. „Die Idee ist es, Menschen zu berühren, zu bewegen und mit etwas Glück anzustoßen, sich mit anderen gemeinsam für ein gutes Miteinander einzusetzen.“

Für Anne Römpke war das Konzert zugleich ein musikalischer Abschied von Naunhof. Denn nun steht für die junge Frau ein Ortswechsel an, ein neuer Lebensabschnitt führt sie in die Nähe von Potsdam. Doch sie ist sich ganz sicher, dass in Naunhof auch künftig nachhaltige Projekte Wirklichkeit werden.

Von Bert Endruszeit

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