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Ärger um geplanten Straßenbau zwischen Trebsen und A 14

Ärger um geplanten Straßenbau zwischen Trebsen und A 14

Trebsen. Offiziell ist es noch nicht raus, aber hinter vorgehaltener Hand wird es heiß diskutiert und ruft nun die Verwaltung der Stadt Trebsen auf den Plan.

Die Bundesstraße 107 zwischen Grimma und Trebsen, so der Buschfunk, soll für Straßenbauarbeiten komplett gesperrt werden. Die Folge, so werden nicht nur im Trebsener Rathaus schon jetzt die Hände gehoben, seien "inakzeptable Umleitungen" durch die Bahnhofstraße für den Schwerlastverkehr von und zur Papierfabrik und Firma Mondi Packaging im Gewerbegebiet.

Tatsache ist, bestätigt auf Nachfrage der zuständige Straßenbaulastträger der B 107, das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) mit Niederlassung in Leipzig, dass für die Verkehrsader nördlich von Grimma eine Fahrbahnerneuerung geplant ist. "Es müssen die Asphaltschichten zwischen der Brücke über die Autobahn 14 und dem Bahnübergang am Ortseingang Trebsen erneuert werden", teilte Niederlassungsleiter Markus Heier mit. Nicht korrekt jedoch sei, dass sich diese Baumaßnahme direkt an die bis zum 28. Juni stattfindenden Bauarbeiten auf der A-14-Brücke anschließen würde. Vielmehr werde derzeit die Fahrbahnerneuerung vorbereitet, um diese "gegebenenfalls im vierten Quartal" umzusetzen. Heier: "Eine Presseinformation mit allen wesentlichen Sachverhalten, zum Beispiel auch Bauzeit und Umleitung, wird rechtzeitig nach Abschluss der Planungsphase vor Baubeginn veröffentlicht."

"In die Planungsphase möchten wir uns als Stadt Trebsen gerne mit einbringen", tönte ein deutlich verstimmter Peter Emmrich. Als amtierender Bürgermeister fordert er "auf jeden Fall eine halbseitige Befahrbarkeit" der B 107 als Zubringer zur Autobahn. "Wie das logistisch zu lösen ist, muss Sache der Lasuv-Experten sein. Aber mit einer Vollsperrung macht man es sich zu einfach", legte Emmrich nach. Diese Erkenntnis ist das Ergebnis eines ersten Gesprächs Mitte Juni im Landesamt, bei dem sich die Stadt Trebsen nicht wirklich erhört fühlte.

Unbedarft davon wird sich nicht nur im Rathaus die brennende Frage gestellt, ob es nicht auch andere Straßen gibt, die deutlich schlechter sind. Etwa die Ortsdurchfahrt Seelingstädt als eine mögliche Umleitung. Übrigens ist das eine Staatsstraße, die S 47, die ebenso wie die B 107 in die Zuständigkeit des Lasuv fällt. Als Umleitungsvariante wäre sie aber für die Stadtverwaltung "völlig unmöglich", sagte Emmrich. "Jeder kennt den sehr schlechten Straßenzustand der Trebsener Straße in Seelingstädt und auch die Engstelle gleich am Ortseingang."

Eine weitere Alternative wäre eine Umleitung von Grimma über Seelingstädt und Altenhain nach Trebsen. Aber auch das wird im Rathaus "äußerst kritisch" gesehen. In beiden Fällen, so bekräftigte Emmrich sein Mitspracherecht, müsste der Schwerlastverkehr in Trebsen zu den zwei Produktionsschwergewichten im Gewerbegebiet über die Bahnhofstraße rollen. "Das ist nicht hinnehmbar."

Warum, das soll nun eine Analyse zum Fahrzeugaufkommen belegen. Dazu, so kündigte Emmrich an, findet demnächst eine Zusammenkunft mit Vertretern der beiden Firmen statt. "Gemeinsam wollen wir gewichtige Argumente gegen eine Vollsperrung auf den Tisch legen", hofft Emmrich auf einen Konsens.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.06.2014
Schmidt, Frank

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