Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Ahoi – wieder Schiffe auf der Mulde
Region Grimma Ahoi – wieder Schiffe auf der Mulde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:26 05.04.2018
Es ist wieder so weit: Seit Ostern verkehrt die Muldeschifffahrt zwischen Grimma und Höfgen. Quelle: Bert Endruszeit
Grimma/Höfgen

Saisonstart bei der Muldenschifffahrt Grimma: Zu Ostern hieß es wieder „Leinen los“ für den regulären Schiffsverkehr zwischen der Grimmaer Hängebrücke und der Anlegestelle in Höfgen.

Ab sofort können Ausflügler wieder mittwochs bis freitags zwischen 11 und 17 Uhr zu jeder vollen Stunde an der Grimmaer Hängebrücke Richtung Höfgen starten. An den Wochenenden und feiertags fährt das Schiff dort zusätzlich 18 Uhr ab. Vom Höfgener Schiffmühlensteg aus geht es jeweils eine halbe Stunde später wieder zurück nach Grimma.

Schiffsführer Frank Müller und Decksmann Manfred Görnitz konnten schon am Karfreitag zahlreiche Gäste begrüßen, an den anderen Tagen ging es witterungsbedingt stellenweise etwas ruhiger zu. Doch es ist noch reichlich Gelegenheit für eine Fahrt auf der Mulde, denn: „Unsere Saison geht bis zum 31. Oktober“, erklärte Müller.

Über die Wintermonate lagen die beiden Schiffe im Trockenen, die Motoren wurden wie jedes Jahr überholt. Heiß begehrt waren schon zum Saisonstart die frisch gedruckten Faltblätter mit allen Informationen über Abfahrtszeiten und Fahrpreise. Für eine Tour zahlen Erwachsene 3,60 Euro, Kinder 2,50 Euro.

Wer mit der Muldenschifffahrt unterwegs ist, kann so ganz nebenbei einen Blick auf die Tierwelt am Wasser werfen. „Der Eisvogel brütet hier seit mehr als 20 Jahren an der gleichen Stelle“, weiß Manfred Görnitz. Und tatsächlich, auch zu Ostern war der bunt gefiederte Geselle zu sehen. „Der sitzt immer pünktlich zum Saisonstart hier und lässt sich durch uns überhaupt nicht stören.“ Auch Bisamratten und Biber lassen sich vom Schiff aus beobachten.

Diese Gelegenheit nutzten auch Anja Bayer und Guido Neiken aus Mönchengladbach. „Wir drehen hier einen Film für unseren Youtube-Kanal“, verriet Neiken, der als Fachmann für Wohnmobiltechnik natürlich mit dem Wohnmobil im Muldental zu Gast war. Sein Fahrzeug stand an der Schiffsmühle. „Wir wollten eigentlich mit dem Taxi nach Grimma, doch dann kam uns das Schiff in die Quere.“

Annekatrin Birkner (r.) und Birgit Hofmann vom „Verein zur Erhaltung der Wassermühle Höfgen“ bieten frisches Brot an. Quelle: Bert Endruszeit

In der Höfgener Wassermühle wurde am Ostersonnabend zum ersten Mal in dieser Saison Brot gebacken. Künftig ist dort wieder an jedem ersten Sonnabend im Monat Backtag. „Wir können hier 100 Pfund Brote auf einmal in den Ofen schieben“, erklärte Michael Hofmann. „In einer Stunde ist alles durchgebacken.“ Gebacken wird nach uralten Rezepten einfach nur mit Roggen- und Weizenmehl. „Das ist ein Brot ganz ohne Experimente, das man am liebsten wie in Kindertagen gleich anknabbern möchte. So erwarten es die Leute hier auch.“

Annekatrin Birkner und Birgit Hofmann vom „Verein zur Erhaltung der Wassermühle Höfgen“ verkauften den Besuchern jedoch nicht nur die aus Natursauerteig gebackenen Brote, sondern auch Zuckerkuchen. Die beiden Grimmaer Victoria und Thomas Junker griffen sofort zu und ließen sich ein Kuchenpaket einpacken. „Das ist genau das Richtige für unsere Ostertafel“, sagten sie. „Schließlich ist es der beste Zuckerkuchen weit und breit. Als wir hier mal bei einer Hochzeit zu Gast waren, ließen die Gäste die Schwarzwälder Kirschtorte stehen und griffen beim Zuckerkuchen richtig zu.“

Von Bert Endruszeit

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das passiert nicht alle Tage: Eine Dampflok schnaufte am Karsamstag durch den Oberen Bahnhof von Grimma. Weil sie hier auch hielt, konnten Neugierige sie von allen Seiten fotografieren. Allerdings fiel die Pendelfahrt mit einem Doppelstock-Triebwagen aus.

02.04.2018

Statt auf kühler Freiluftbühne in Nimbschen spielte das Jugendblasorchester Grimma im Soziokulturellen Zentrum. Zahlreiche Gäste erlebten ein rundum gelungenes Osterkonzert. Und vor und hinter den Kulissen wirkten einige fleißige Helfer vom Förderverein.

02.04.2018

Die Stadt Grimma hat wieder eine Marktsatzung. Der Stadtrat stimmte jetzt dem zwölf Paragrafen umfassenden Papier ebenso zu wie der Entgeltordnung für die Händler. Indes kam die Befürchtung auf, ob das zarte Pflänzchen Frischemarkt durch das nunmehrige Erheben von Standgebühren nicht gleich wieder welkt.

05.04.2018