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Grimma Alarmstufe 2 am Mulde-Pegel Golzern – Fluttore in Grimma geschlossen
Region Grimma Alarmstufe 2 am Mulde-Pegel Golzern – Fluttore in Grimma geschlossen
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18:16 23.02.2017
In Grimma wurden am Donnerstag die Fluttore geschlossen. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma/Wurzen/Trebsen

Vor 2002 hätte sich keiner um den Pegelstand der Mulde in Golzern bei Grimma gekümmert. Aber nach den zwei sogenannten Jahrhundertfluten ist man an der Mulde zwischen Grimma und Wurzen sensibilisiert. Und so hat man mit gebührendem Respekt am Donnerstag um 9.45 Uhr vernommen, dass mit Erreichen eines Wasserstandes von 3,60 Metern die Alarmstufe eins ausgerufen wurde. Tendenz steigend, da die milde Witterung Schmelzwasser aus den Bergen ins Muldetal führt und zusätzlich teils ergiebige Niederschläge ein Übriges dazu taten.

Da die milde Witterung Schmelzwasser aus den Bergen ins Muldetal führt und zusätzlich teils ergiebige Niederschläge ein Übriges dazu taten, wurde mit dem Erreichen der 4-Metermarke die Alarmstufe 2 ausgerufen. Vorsorglich wurden die ersten Fluttore am Oberwerder geschlossen.

Grund zur Beunruhigung bestehe aber nicht, wenn alle am Wasser wohnenden und arbeitenden Menschen besonnen handeln, versicherte Sebastian Bachran in der Stadtverwaltung Grimma auf Nachfrage. „Natürlich haben wir die Entwicklung fest im Blick und stehen dafür in engem Kontakt mit dem Landeshochwasserzentrum, das uns mit Informationen versorgt, um auf Eventualitäten angemessen reagieren zu können“, sagte Bachran mit betonter Gelassenheit, „da es nicht wirklich Grund zur Panikmache gibt“. Die Alarmstufe eins sei schließlich eine „Beobachtungsstufe“ und sagt auch aus, dass vor allem Kameraden der Wasserwehr in Bereitschaft seien. Allerdings bekräftigte der Stadtsprecher einen Hinweis: „Im Flutgebiet der Großen Kreisstadt Grimma lebende Bürger sollten prüfen, ob sie ihre aktuellen Handynummern bei der Stadt hinterlegt haben, damit via SMS-Alarmsystem wichtige Informationen kommuniziert werden können. Für Aktualisierungen oder Ergänzungen steht in der Stadtverwaltung Henriette Busch-Bommert als Ansprechpartner telefonisch unter 03437/ 9858107 zur Verfügung.

Wie wichtig dieser Hinweis ist, zeigte die weitere Entwicklung. Gegen 14 Uhr wurde mit der 4-Metermarke die Alarmstufe 2 ausgerufen. Was aber noch immer nicht dramatisch war. Dennoch wurden vorsorglich die ersten Fluttore am Oberwerder geschlossen. Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos), der sich im Urlaub befindet, hatte die Entwicklung aus der Ferne beobachtet und stand in Kontakt mit den Verantwortlichen seiner Verwaltung. Am Telefon lobte er das besonnene Handeln der Hohnstädter Feuerwehr und des Bauhofes, die vorbereitet waren, um an neuralgischen Stellen zu handeln.

Gelassenheit auch in Trebsen. „Die Mulde hat mal wieder mit den Muskeln gespielt“, sagte Romy Sperling im Hauptamt. Ihre Maßnahmen konzentrierten sich auf das Sperren des Radweges entlang der Schlossmauer. „Und wir haben auf Anrufe von besorgten Bürgern reagiert.“

Auch in Wurzen lehnte sich Stadtwehrleiter Thilo Bergt demonstrativ zurück. „Alles im grünen Bereich. Dennoch haben wir den Pegel im Fokus und stellen fest, dass es über die Warnstufe zwei nicht hinausgehen wird, da flussaufwärts am Nachmittag bereits stagnierende beziehungsweise fallende Wasserstände zu verzeichnen waren. Diese Entwicklung zeichnete sich dann auch am Pegel Golzern ab.

Von Frank Schmidt

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