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Grimma Alleinstellungsmerkmal - Chinesisch als dritte Fremdsprache
Region Grimma Alleinstellungsmerkmal - Chinesisch als dritte Fremdsprache
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21:16 18.08.2015
Chinesische Schüler schmökern in deutschen Lehrbüchern: In Vorbereitung auf das fernöstliche Sprachangebot besuchten die Mädchen und Jungen aus dem Reich der Mitte das Freie Gymnasium in Naunhof. Quelle: Frank Schmidt
Naunhof

Wie berichtet, wird für Gymnasiasten der achten Klasse mit dem Schuljahresbeginn Chinesisch auf dem Stundenplan stehen. Den Lehrplan dafür musste die Bildungseinrichtung selbst erstellen, hat sich dafür jedoch am Rahmenlehrplan einer Schule in Hessen orientiert. Vorgesehen sind drei Stunden pro Woche, insgesamt drei Schuljahre, also bis zur elften Klasse.

Die Vorbereitungen darauf haben schon zum Jahresbeginn mit einem chinesischen Tag der offenen Tür begonnen. Diese Woche besuchten erstmals chinesische Schüler aus Zhangjiakou das Freie Gymnasium. Eine Millionenmetropole, die auf der Landkarte etwa 100 Kilometer nordöstlich von Peking zu finden ist und am letzten Pass der Großen Chinesischen Mauer liegt, bevor es in die Mongolei geht, erklärt Peter Merker. Er ist Berater der MBL China Consulting und begleitet die Delegation. Die Stadt Zhangjiakou sollte man sich ohnehin gut merken, betonte Merker, denn in dieser Region finden 2022 zahlreiche Disziplinen der Winterolympiade statt.

Im Vergleich zum Naunhofer Gymnasium wartet die Schule im Reich der Mitte mit Superlativen auf, wie der chinesische Betreuer Hulgtau Zhao aufhorchen ließ. "Wir kommen von einer typischen Oberschule mit einer 100-jährigen Tradition. Bei uns lernen etwa 10 000 Schülern in über 150 Klassen - 60 bis 70 Schüler pro Klasse. Aber wir sind erst seit einigen Jahren die erste Schule in China, die Deutschunterricht anbietet. Und natürlich sind wir an einer Kooperation mit einer deutschen Schule interessiert", kam Zhao auf die näheren Umstände des Treffens zu sprechen. Zu den Visionen der künftigen Zusammenarbeit gehört auch ein Schüleraustausch, der in einer noch zu erarbeiteten Kooperationsvereinbarung verankert werden soll. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde jetzt unterzeichnet.

Den Besuch in Naunhof wertet Schulleiterin Kathrin Mayer als "ersten Meilenstein". Den jedoch sinnbildlich gesehen die ersten elf zukünftigen Chinesisch-Absolventen der achten Klasse nicht überspringen konnten, da sie wegen der Ferien nicht persönlich anwesend waren. Auf alle Fälle verfügen sie mit Schulbeginn über ein "Alleinstellungsmerkmal in der Schulausbildung", wie es Mayer formuliert. "Dass ein junger Mensch Chinesisch wenigstens in den Grundzügen beherrscht, Verhaltensweisen kennt und die Kultur versteht, ist eine ganz große Chance für berufliche Perspektiven."

Die Stippvisite der chinesischen Schüler führte sie durch die Räume des Gymnasiums und weckte großes Interesse für die schon bereitgelegten Schulbüchern im Fachkabinett. Anschließend wurde der Besuch mit einem kleinen Kulturprogramm auf der Freilichtbühne im Hotel Rosengarten gekrönt. Die Gäste führten hier chinesische Tänze vor und die zehnjährige Naunhoferin Fae Morgenstern gefiel mit deutschen Volksliedern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.08.2015
Frank Schmidt

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