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Allianz kämpft für neue Oberschule in Böhlen

Grimma Allianz kämpft für neue Oberschule in Böhlen

Der geplante Neubau der Oberschule in Böhlen zählt für die vierköpfige Stadtratsfraktion Allianz Stadt + Land Grimma zu den wichtigsten Vorhaben der Muldestadt. „Wir kämpfen sehr um die Oberschule“, sagt Fraktionschef Conrad Hempel. Für die Region sei sie ein bedeutender Aspekt. Indes weiß er um die „finanzielle Herausforderung“.

Für einen Erweiterungsneubau der Oberschule Böhlen rollten schon die Bagger an.

Quelle: Thomas Kube

Grimma. Der geplante Neubau der Oberschule in Böhlen zählt für die vierköpfige Stadtratsfraktion Allianz Stadt + Land Grimma zu den wichtigsten Vorhaben der Muldestadt. „Wir kämpfen sehr um die Oberschule“, sagt Fraktionschef Conrad Hempel. Für die Region sei sie ein bedeutender Aspekt. Die Dörfer würden langsam wieder mit jungen Familien belebt, für sie seien Kindergarten und Schule, also eine intakte Infrastruktur, ein großer Anziehungspunkt, betont der 61-jährige Zschoppacher. Böhlen habe eine konstant zweizügige Landschule mit gutem Ruf und hohem Potenzial, doch der Platz reiche vorn und hinten nicht. Allerdings weiß auch Hempel, dass der Neubau „eine finanzielle Herausforderung“ für die Stadt ist. Grimma plant mit einem Volumen von rund 8,4 Millionen Euro und hat Fördermittel in Höhe von 3,134 Millionen Euro beantragt.

Hempel hat ein gutes Beispiel vor Augen. Im Jahr der Eingemeindung von Thümmlitzwalde, 2011, war die Grundschule Zschoppach nach Sanierung und Erweiterung neu eingeweiht worden. Für 3,1 Millionen Euro hatte die scheidende Gemeinde die Schule fit für die Zukunft gemacht. Hempel freut sich noch heute, dass das gelungen ist. Der Bedarf sei da, sagt er und bekräftigt für seine Fraktion: „So ein Erfolgsmodell wünschen wir uns auch für Böhlen.“

Hempel ist Fraktionschef und Vorsitzender der Allianz in einer Person. Die Fraktion im Stadtrat hatte sich nach der Eingemeindungswelle 2011 gebildet und trägt seit der Kommunalwahl 2014 den Namen Allianz Stadt + Land Grimma. Die momentan zehn Mitglieder der freien Wählergemeinschaft sind nicht nur in den seinerzeit eingemeindeten Orten zu Hause, sondern auch in der Kernstadt. „Wir wollen uns nicht nur um die Randgebiete kümmern, Grimma ist uns genauso wichtig“, unterstreicht Hempel, der auch bekannt ist für seinen Malerbetrieb in Zschoppach. Wie die „Bürger für Grimma“ ist die Allianz eine lose Wählervereinigung. Sie agiert nicht als Verein, ohne Statut und ohne Fraktionszwang. „Diesen Stil wollen wir beibehalten“, so Hempel, dessen Stellvertreter der Leipnitzer Jürgen Wick ist. Eine Internet-Plattform sucht man vergebens.

Bei den anderen Top-Projekten Grimmas – der Rewe-Ansiedlung und Stadionverlegung – seien in der Fraktion nicht alle der gleichen Meinung, gibt Hempel zu verstehen. Er selbst stimme dafür. Ihn verwundere aber, dass für die Konstellation so viel Zeit verstreicht. Wie berichtet, hat der Stadtrat jetzt drei Jahre nach dem Aufstellungsbeschluss den Bebauungsplan verabschiedet. Der Grundstückserlös soll in die Finanzierung der neuen Sportplätze an der Lausicker Straße fließen. Hempel weiß aus Gesprächen, dass sich auch viele Leute aus den umliegenden Dörfern den Rewe-Markt an der Mulde wünschen.

„Grimma kann es schaffen, wieder auf sicheren Füßen zu stehen“, sagt Hempel mit Blick auf die derzeit finanzielle Schieflage, auch verursacht durch die Umstellung auf die doppische Haushaltführung. Auf dem Weg der Konsolidierung wurde in letzter Zeit an vielen Ecken und Enden der Rotstift angesetzt. Grimma habe einen stabilen Mittelstand und damit sichere Steuereinnahmen, auch das in Angriff genommene Gewerbegebiet nördlich der A 14 sei eine „richtungsweisende Investition“, von der die Stadt profitiere, nennt der Fraktionschef zwei Argumente. Wichtig sei für die Stadt die S-Bahn-Anbindung, um das Pendeln zu erleichtern.

Grimma ist aus Sicht der Fraktion auf einem guten Weg. Trotz der angespannten finanziellen Lage werde in viele Objekte investiert. Hempel lobt in dem Zusammenhang auch den avisierten Wiederaufbau der Roggenmühle. In einem Punkt aber sieht er deutlichen Nachholebedarf: Es gebe viele Straßen, die auf Vordermann zu bringen seien.

Von Frank Prenzel

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