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Grimma Altenhainer Heimathaus wird saniert
Region Grimma Altenhainer Heimathaus wird saniert
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18:06 09.10.2018
Freuen sich über baldigen Baustart: Elke Wadewitz (li.) und Marion Pause vom Altenhainer Heimatverein. Quelle: Thomas Kube
Trebsen/Altenhain

Wenn das Heimathaus Altenhain weiter genutzt werden soll, muss es dringend saniert werden. Zuversicht, dass dies schon im kommenden Jahr passiert, verbreitet jetzt die Trebsener Bauamtsleiterin Marika Haupt. Alle entscheidenden Gremien hätten grünes Licht für das Projekt gegeben.

Eingeschränkungen im Winter

Nun, da es kälter wird, zeigt sich die ganze Misere, mit der sich der Altenhainer Heimatverein als Hausherr der Immobilie seit langem herumschlagen muss. „Im Winter kriegen wir nur die Vereinsstube im Erdgeschoss warm“, schildert die Vorsitzende, Marion Pause. „Den ersten Stock mit dem historischen Schulzimmer, der Ausstellung zur Dorfgeschichte und dem Ausstellungsraum der Kita-Kinder können wir nicht nutzen.“

Das Dach, an dem Stürme Schäden hinterlassen haben, sei undicht. „Wir hatten schon Schneeverwehungen auf dem Boden“, beklagt Pause. Und Elke Wadewitz, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Dorfgeschichte, fügt an: „Am Dach wurde noch nie etwas gemacht, es ist wirklich dran.“

Dringender Handlungsbedarf

Aus Sicht von Stadtverwaltung und Stadtrat besteht dringender Handlungsbedarf. Sie sprachen sich einhellig dafür aus, dem Gebäude eine neue Haube zu verpassen. Die alten Ziegel mitsamt Lattung sollen runter; neu eingedeckt wird – nach der Dämmung – mit Biberschwänzen.

Damit es durch die alten Kastenfenster nicht mehr zieht, werden sie aufgearbeitet. Um dem historischen Haus, früher war es die Dorfschule, ein einheitliches Bild zu geben, kommen die zu DDR-Zeiten eingebauten Fenster raus und werden durch Kastenfenster ersetzt. Außerdem gibt’s eine neue Haustür.

Ausgedient hat dann auch der Holzofen im Vereinszimmer. An seiner Stelle wird ein Pelletofen installiert, mit dem sich das ganze Gebäude über den Winter nutzbar machen lässt. Er soll programmierbar sein und mittels Heizkörpern für wohlige Wärme in der Vereinsstube, den Sanitärräumen, der Küche und zwei Räumen des Obergeschosses sorgen. Kleinere Reparaturen am Innenputz und Malerarbeiten runden das Vorhaben ab.

Kosten von 85 600 Euro

85 600 Euro soll es insgesamt kosten, von denen 20 Prozent die Kommune als eigene Ausgabe in ihrem Haushalt eingeplant hat. Der Rest des Geldes wird über das europäische Förderprogramm Leader erhofft. Dessen Koordinierungskreis für die Vergabe von Mitteln, so Haupt, hat bereits zugestimmt. „Ich warte jetzt nur noch auf eine Zuarbeit, den Bauablaufplan vom Ingenieurbüro“, sagt sie. „Dann kann ich den Antrag auf Fördermittel voraussichtlich im November einreichen und erhalte bis Ende Dezember hoffentlich den Zuwendungsbescheid. Gebaut würde dann nächstes Jahr.“

Völlig überrascht zeit sich Vereinschefin Pause. „Das alles so schnell geht, hätte ich nicht gedacht“, sagt sie. „Wir freuen uns über die Unterstützung durch die Stadt, die die Initiative ergriff.“ Die meisten Veranstaltungen würden über den Winter laufen: Adventsbasteln, Buchlesungen, Spieleabende, Kaffeeklatsch und manches mehr. „Wenn wir das Gebäude besser nutzen können, hilft uns das bei der Koordinierung, und eventuell lässt sich sogar noch mehr anbieten“, sagt Marion Pause.

Von Frank Pfeifer

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