Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Altes Kranwerk in Naunhof lud zu Konzertabend ein
Region Grimma Altes Kranwerk in Naunhof lud zu Konzertabend ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:14 19.07.2016
Das Bandoneon-Orchester aus Carlsfeld bereicherte den Tag im Naunhofer Kranwerk ebenso wie eine Ausstellung über die alten Instrumente. Quelle: Foto: Robin Seidler
Anzeige
Naunhof

Ein gemütlicher Sitzplatz, dazu ein Glas Wein und musikalische Klänge vom Bandoneon – viele Besucher des Alten Kranwerkes in Naunhof nutzten am Sonnabend diese Gelegenheit und genossen einen kleinen, aber feinen Konzertabend. Zu Gast war zunächst das Bandoneon-Orchester aus dem erzgebirgischen Carlsfeld, danach gab es Tango-Klänge auf der Bühne im Kranwerk, als Jürgen Karthe und Fabian Klentzke als „Tango Amoratado“ auftraten.

„Wir freuen uns natürlich besonders, dass wir zum ersten Mal überhaupt bei uns im Kranwerk das Bandoneon-Orchester aus Carlsfeld – das ja die Wiege der Produktion dieser Instrumente ist – bei uns zu Gast ist“, sagte Kranwerk-Leiter Heiko Guter. Die Bandoneon-Tage seien bereits ein fester Bestandteil des jährlichen Veranstaltungskalenders. Bereits am Nachmittag konnten Besucher bei Workshops auf dem Gelände für Folk- und weltliche Musik sowie für Tango mitmachen. „Der Tango ist durch seine Frasierungen und Akzentuierungen natürlich noch einmal etwas anspruchsvoller“, sagte Guter. Viele Gäste statteten auch dem Steinmetz oder auch dem Korbmacher einen Besuch ab.

Richtig voll wurde es im Kranwerk aber am Abend. Schon nach wenigen Liedern war der Funke zwischen dem Carlsfelder Orchester und dem Publikum übergesprungen. Vor allem der „Vugelbeerbaam“, gefolgt vom Gang zum Schmidt seiner Frau, animierte die Gäste zum Klatschen, Mitsingen und Schunkeln. „Wir freuen uns, dass wir hier sein können. Für uns ist es in diesem Jahr das erste Konzert etwas weiter weg und ich glaube, dass es sogar das erste überhaupt im Leipziger Land ist“, sagte der Leiter des Bandoneon-Orchesters aus Carlsfeld, Robert Wallschläger. Der Verein aus dem Erzgebirge hat derzeit 60 Mitglieder, wovon 28 aktiv ein Instrument spielen. „Daraus nehmen wir die Spieler für unser 15-köpfiges Orchester – davon ist eine kleine Delegation hier“, so Wallschläger, der zuletzt ein eigenes Bandoneon herstellte.

„Meine Familie hat früher viele dieser Instrumente produziert, doch 1964 lief die Produktion dann aus. Mein Großvater war nicht mehr mit der Produktion aktiv“, informiert Wallschläger. Den Verein habe es vor dem Ersten Weltkrieg schon gegeben, bis er 1958 aufgelöst wurde. Im Jahr 2001 gründete er sich neu. „Wir haben dieses Jahr also auch 15-Jähriges“, schmunzelt der Leiter. Neben dem Erzgebirge seien die großen Bandoneon-Szenen derzeit in den Großstädten Berlin, Hamburg und Bremen verankert. „Wir hoffen, dass es bei uns noch eine Weile anhält. Immerhin können wir uns über Nachwuchs nicht beschweren“, freut sich Wallschläger. 13 Nachwuchsmusiker bilden derzeit ein Kinderorchester.

Von Robin Seidler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Sport- und Spielplatz in Threna liegt eigentlich ideal: an keiner Hauptstraße und trotzdem zentral. Also der richtige Platz zum Toben für den Nachwuchs. Doch die Ausstattung könnte noch um einiges besser werden. Deshalb hat sich eine Threnaer Elterninitiative, unterstützt von der Gemeinde Belgershain, entschlossen, sich an der Fanta-Spielplatz-Initiative 2016 beteiligen.

19.07.2016

Tischlermeister Christof Schneider hat die Werkstatt seiner Vorfahren in der Schlossgasse 2 in Colditz zu einem Tischlereimuseum umgebaut. Am Sonntag öffnet es erstmals seine Pforten.

19.07.2016

Konfugium nennt Roland Lingmann jene Welt, die er sich seit dreieinhalb Jahrzehnten nahe Glasten, fernab des Getriebes der Zeit, baut: Ein Kunstwort, dem zweifelsohne Refugium innewohnt, Ort der Einkehr, Zuflucht. Jetzt ist er Rentner und kann noch mehr Zeit verwenden für die Umsetzung jener Ideen, von denen er förmlich ausgefüllt ist.

16.07.2016
Anzeige