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Grimma Ammelshain: Biker stellen sich Brummis in die Quere
Region Grimma Ammelshain: Biker stellen sich Brummis in die Quere
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05:00 05.12.2012
Transparent mindestens so lang wie die Brummis: Damit wird gegen die Verkehrsbelastung im Ort protestiert. Nun soll noch eine Buergerinitiative gegruendet werden. Quelle: Frank Schmidt
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Naunhof/Ammelshain

Die Forderung der Einwohner wird auf einem Transparent entlang der belasteten Trasse formuliert: „Schluss mit Lärm und Schmutz. Ortsumgehung jetzt sofort!" Nun soll eine Bürgerinitiative gegründet werden, um den Druck zu erhöhen.

Seit Jahren drängen die Einwohner auf eine Lösung, die Entlastung bringen soll. Dies besonders für die Anrainer der Altenhainer Straße nahe dem Wohngebiet Unterer Haselberg sowie für die Polenzer Straße, die als Zubringer zur Autobahn A 14 dient – bislang ohne Erfolg. Die Bikerfreunde Ammelshain spannen sich nun vor ihren Karren und stellen sich damit den Brummis quer. „Obwohl nicht alle unserer Bikerfreunde hier in Ammelshain wohnen, fühlen wir uns dazu verpflichtet, etwas für den Ort zu tun. Irgendeiner muss ja den Anfang machen", sagte Jörg Enko stellvertretend für die Motorradfahrer.

Aber dafür brauchen sie gewissermaßen ein Mandat der Einwohner. „Genau deshalb haben wir in unsere Bikerscheune eingeladen. Wir wollen wissen, ob das Dorf hinter uns steht, ob die Leute überhaupt Interesse haben, dass wir aktiv werden, oder ob wir am Ende alleine dastehen", formulierte Enko das Ansinnen des ersten Treffens im Ort.

Und ob die Leute das wollen, auch wenn zwei Dutzend Anwesende zahlenmäßig nicht repräsentativ sind für das 800-Einwohner-Dorf. Für Gerhard Curth sind „die Fußwege zu schmal, und es kann ganz schnell passieren, von den Rückspiegeln der Brummis erfasst zu werden. Besonders dann, wenn sich zwei Lastwagen im Gegenverkehr begegnen und die Spiegelgestelle zu weit in den Fußwegbereich ragen." Regina Bartel beklagte, dass die Laster „schon mal auf den Fußweg ausweichen, um aneinander vorbei zu kommen." Das Tempo 30 würde oft nicht eingehalten. Besonders schlimm seien Leerfahrzeuge, die auf den unebenen Straßen „nur so scheppern", sagte Uwe Röhnisz. Er wohnt erst ein Jahr im Ort, doch er wisse, dass im Gespräch war, die Ersatzstraße parallel zur Bahnlinie als Ausweich zu nutzen. „Aber da würden wir das Problem nur auf andere Anwohner abwälzen." Deshalb stehe die Forderung nach einer Umgehungsstraße fest, erklärte Röhnisz. Womit die Bikerfreunde Rückendeckung bekommen.

Deshalb wurde beschlossen, eine Bürgerinitiative ins Leben zu rufen, die Vereinschef Steffen Schütze leiten soll. Damit, so Enko, habe man ganz andere Möglichkeiten, dem Bürgerbegehren mehr Gewicht zu verleihen. Außerdem werden die Einwohner aufgerufen, Protestplakate und -transparente an den Grundstücken zu befestigen.

Frank Schmidt

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