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Ammelshainer Autobahnzubringer länger als ein Jahr dicht – Umleitung über Klinga

Straßenbau Ammelshainer Autobahnzubringer länger als ein Jahr dicht – Umleitung über Klinga

Nach langem Warten wird nun die Ortsdurchfahrt Ammelshain grundlegend saniert. Weil es sich gleichzeitig zum den Zubringer zur Autobahnanschlussstelle Klinga handelt, kommen auf viele Kraftfahrer lange Umleitungen zu. Voraussichtlich bis Ende kommenden Jahres werden sie die Baustelle nicht passieren können.

Buckelpiste: Voraussichtlich am 25. September wird die Ortsdurchfahrt Ammelshain gesperrt.

Quelle: Frank Pfeifer

Naunhof/Ammelshain. Nach langem Warten wird nun die Ortsdurchfahrt Ammelshain grundlegend saniert. Weil es sich gleichzeitig zum den Zubringer zur Autobahnanschlussstelle Klinga handelt, kommen auf viele Kraftfahrer lange Umleitungen zu. Voraussichtlich bis Ende kommenden Jahres werden sie die Baustelle nicht passieren können.

Ortsvorsteher Lutz Kadyk (Wählervereinigung Ammelshain) war davon ausgegangen, dass sich die Einschränkungen in Grenzen halten. „Als uns im Ortschaftsrat das Projekt vorgestellt wurde, war die Rede davon, in zwei Bauabschnitten vorzugehen; einmal vom Ortsausgang Richtung Klinga bis zum Abzweig der Hauptstraße, und danach von dort weiter in Richtung Polenz“, erklärte er am Montag. Damit wäre ein relativ kurzer Umweg über die Hauptstraße nach Naunhof immer gewährleistet gewesen.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) hingegen verfolgt jetzt einen anderen Plan. Demnach müssen Autos und Lastwagen über den gesamten Bauzeitraum von der Autobahnanschlussstelle auf der S 45 nach Klinga fahren, hinterm Ort auf die S 46 abbiegen, auf der sie über Großsteinberg am See nach Naunhof gelangen, von dort auf der S 43 nach Brandis weiterrollen, um von dort aus an die andere Seite Ammelshains zu gelangen. Die selbe Umleitung erfolge auch in der Gegenrichtung.

Kadyk ist dennoch froh, dass der Bau jetzt beginnt. Eigentlicher Baustart hatte im August vorigen Jahres sein sollen. „Damals konnte es aber nicht losgehen, weil laut Bürgermeister noch nicht der städtische Haushalt genehmigt war“, erläuterte Kadyk. Dieser Umstand ermöglichte es im Gegenzug, den Bau der Osttangente vorzuziehen, die damit ein halbes Jahr eher als vorgesehen fertig wurde und längst als Teilumgehung der Stadt bestens angenommen wird.

Inzwischen laufen archäologische Grabungen in Ammelshain. Sind sie abgeschlossen, so Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert, beginnt unter Vollsperrung der eigentliche Straßenbau. Voraussichtlich wird das der 25. September sein. „Es ist davon auszugehen, dass die Arbeiten Ende 2018 abgeschlossen werden können“, informierte Siebert. Ziel sei der grundhafte Ausbau auf 500 Metern Länge. Die Fahrbahn werde außerorts auf 7,25 Meter und innerorts auf 6,50 Meter erweitert, an einer Stelle entstehe eine Querungshilfe für Fußgänger. Im Bereich des Teiches sei ein etwa 180 Meter langer separater Geh-/Radweg vorgesehen. Die Zu- und Ausfahrt zum ehemaligen Gemeindehaus werde als Bus- und Parkplatzeinfahrt ausgebaut. Die bestehende Bushaltestelle solle behindertengerecht gestaltet werden. Im Zuge des Vorhabens würden Leitungen für Trink-, Regen- und Abwasser, Strom, Gas sowie Telefon erneuert oder umverlegt. Auch Forderungen des Naturschutzes wurden im Planfeststellungsbeschluss berücksichtigt, es werden Amphibien- und Fischotterleiteinrichtungen errichtet.

Zwei Millionen Euro soll das alles kosten. Im Wesentlichen sind das Steuermittel, die der Freistaat einnahm. Die Stadt Naunhof und der Landkreis schießen Mittel zu. Der Eigenbetrieb Wasserversorgung Naunhof investiert 220 000 Euro.

Ortsvorsteher Kadyk hofft auf deutliche Verbesserungen für Durchreisende und Anwohner. „Jetzt ist die Straße marode, Lastwagen poltern über sie hinweg. Hinterher wird die Fahrbahn besser sein, und der Verkehr wird leiser“, blickt er voraus.

Von Frank Pfeifer

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