Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Ammelshainer Straßenbau im Zeitplan
Region Grimma Ammelshainer Straßenbau im Zeitplan
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:43 30.04.2018
Der Straßenbau in Ammelshain schreitet entsprechend der Planungen voran. Rechts neben der Fahrbahn entsteht ein Rad- und Gehweg. Quelle: Frank Schmidt
Naunhof/Ammelshain

Voll im Zeitplan liegt der grundhafte Ausbau der Staatsstraße 45 in und südlich von Ammelshain. Wie das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) auf Anfrage mitteilte, soll er fristgerecht im Herbst dieses Jahres abgeschlossen werden. Im Juni werde der zweite – dann durchweg innerörtliche – Abschnitt in Angriff genommen.

Etliche Bäume mussten weichen

Begonnen hatten die Arbeiten im September – zunächst mit archäologischen Grabungen, bei denen laut Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert keine relevanten Funde zu Tage traten. Zunächst wurden im ersten Teilbereich zwischen der Autobahnanschlussstelle und der Einmündung der Hauptstraße etliche Bäume gefällt, um Platz zu schaffen für einen straßenbegleitenden Rad- und Gehweg. Da mittlerweile am Dorfteich der Damm zur Verbreiterung der Verkehrsachse aufgeschüttet und mit einer planen Oberfläche versehen worden ist, lässt das Lasuv dort seit Monatsbeginn neue Gehölze pflanzen. Zurzeit werden Amphibientunnel verlegt, später folgen Fischotterleitsysteme.

Der neue Regenwassersammler liegt im ersten Bauabschnitt bereits unter der künftigen Fahrbahn. Nebenan entsteht – deutlich sichtbar – ein Regenrückhaltebecken, die erforderlichen Pumpschächte sind gesetzt. Dort laufen laut Siebert bis Anfang Mai weitere vorbereitende Arbeiten für die bereits beauftragte Installation der Pumpentechnik. Die Um- beziehungsweise Neuverlegung der Trinkwasserleitung wurde beendet. Nach einer Druck- und Hygieneprüfung soll die Inbetriebnahme erfolgen.

Neuer Parkplatz vor dem Gemeindehaus

Die Fläche vor dem Gemeindehaus wird als Parkplatz neu gestaltet und die Bushaltestelle behindertengerecht mit Sonderborden auf einer Länge von 18 Metern ausgebaut. Über eine Querungshilfe sollen Fußgänger in diesem Bereich sicherer von einer Straßenseite zur anderen wechseln können. Eine Ampel ist aber nicht vorgesehen.

Zweiter Bauabschnitt ab Juni geplant

Bis Juni will das Lasuv so weit sein, dass es mit dem zweiten Bauabschnitt beginnen kann. Er wird sich von der Hauptstraße bis kurz vor den Bahnübergang erstrecken. Autofahrer können dann aber nicht aufatmen, denn die Vollsperrung und die damit schon jetzt ausgeschilderte weiträumige Umleitung bleibt bestehen. Mit der kompletten Fertigstellung, so Siebert, ist im vierten Quartal zu rechnen.

Insgesamt erfolgt der Ausbau auf rund 500 Metern. Die Fahrbahn wird außerorts auf 7,25 Meter und innerorts auf 6,50 Meter verbreitert mit dem Ziel, eine für die Zukunft leistungsfähige und sichere Verkehrsanlage zu schaffen. Im weiteren Verlauf nach Polenz existiert diese schon. Kritiker bemängelten in der Vergangenheit jedoch, dass der Bahnübergang Ammelshain bei der Sanierung ausgespart wird, so dass einige Meter der maroden Fahrbahn erhalten bleiben.

Kosten von zwei Millionen Euro

Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro, die im Wesentlichen Sachsen aus Steuermitteln finanziert. Naunhof ist mit 140 000 Euro und der Landkreis Leipzig mit 30 000 Euro beteiligt, beide erhalten je 90 Prozent als Fördermittel vom Freistaat. Zudem investiert der Eigenbetrieb Wasserversorgung Naunhof 220 000 Euro in seine Anlagen. Derzeit, so Isabel Siebert, liegt der Bau im Kostenrahmen.

Von Frank Pfeifer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Großeinsatz in der Grimmaer Kita „Zwergenland“. Zwei Nachmittage packten Eltern kräftig mit an, um die Auswirkungen des Sturmtiefs „Friederike“ zu beseitigen. Der Orkan hatte mehrere Bäume gefällt, so dass jetzt für neuen Schatten gesorgt werden muss.

27.04.2018

Die alte Pfarrscheune in Grimmas Ortsteil Nerchau ist jetzt in der Hand von Bauleuten. Das aus dem 17.Jahrhundert stammende Gebäude wird im historischen Zustand wieder aufgebaut und zur Trauerhalle für weltliche Bestattungen. Ein lang gehegter Wunsch.

30.04.2018

In einer neuen Ausstellung präsentiert die Naunhofer Galerie Kugel Publikationen aus 70 Jahren Geschichte von Verlag für die Frau und Buchverlag für die Frau. Eine Begegnung mit vielen altbekannten Titeln.

30.04.2018